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Nach Auftritt in NRW

Spahn homofeindlich beleidigt: Staatsanwaltschaft ermittelt

Der Mann soll den Bundesgesundheitsminister als "schwule Sau" beschimpft haben. Der Politiker stellte einen Strafantrag.


Spahn am Dienstag bei einem Labor-Besuch (Bild: BMG / twitter)

Nach lautstarken Beschimpfungen gegen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einem Wahlkampftermin in Bergisch Gladbach ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft gegen einen 39-Jährigen wegen Beleidigung. Spahn habe Strafantrag wegen des Vorfalls vom 29. August gestellt, sagte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag.

Der 39-Jährige soll den Minister als "schwule Sau" bezeichnet haben (queer.de berichtete). Der Mann bekomme nun Gelegenheit, sich zu dem Vorwurf zu äußern, ehe über eine mögliche Anklage entschieden wird, so die Staatsanwaltschaft. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Spahn war am Rande des Wahlkampftermins von Demonstrant*innen gegen die Corona-Politik angefeindet und ausgepfiffen worden.

Twitter / DanielC_BILDde | Ein "Bild"-Reporter hatte die Szenen bei dem Wahlkampftermin festgehalten


Nachdem Beamte gehört hatten, wie der 39-Jährige Spahn beleidigte, hatte die Polizei Strafanzeige erstattet. Bei einer Beleidigung muss aber zusätzlich der Geschädigte einen Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft stellen, damit diese weiterermitteln kann, wie der Sprecher erläuterte.

Der CDU-Politiker war von Umstehenden auch lautstark als "Penner" oder "Wichser" beschimpft und seinen Angaben zufolge auch bespuckt worden. Spahn hatte nach dem Vorfall auf Twitter geschrieben: "Miteinander diskutieren, das ist Demokratie. Brüllen und beleidigen ist es nicht." Auch betonte er, dass eine kleine laute Gruppe nicht für die Mehrheit der Bürger stehe, die "trotz mancher Härten" in der Krise zusammenstehe und mithelfe.

Spahn, der gegenwärtig einzige offen schwule Bundesminister, steht derzeit als Gesundheitsminister wegen der Corona-Politik der Bundesregierung in der Kritik. In sozialen Netzwerken empörten sich in den letzten Monaten auch Homo-Hasser*innen, weil sich Spahn erfolgreich für die Einführung eines Teil-Verbots von "Konversionstherapien" einsetzte und zuletzt Bewegung beim Blutspendeverbot für schwule und bisexuelle Männer andeutete. (cw/dpa)



#1 ZenkimausAnonym
  • 24.09.2020, 15:58h
  • Lieber Herr Spahn. Was erwarteten sie von der Bevölkerung, wenn in der CDU Menschen wie Merz und Klöckner sind! Es ist vielleicht nicht die Mehrheit doch eine kleine laute Minderheit.
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#2 Peck_SProfil
  • 24.09.2020, 16:16hFrankenthal/Pfalz
  • Richtig so. Niemand der sich als queer versteht, sollte sich Beleidigungen und Herabwürdigungen gefallen lassen. Die kalte Schulter zeigen oder einfaches darüber Hinweglächeln bewirkt keine Verhaltensänderungen und verringert genausowenig die Anzahl verbaler und psychischer Gewaltattacken, sondern das konsequente Ausschöpfen aller rechtlichen Mittel. Immerhin haben viele Menschen viel Schweiß und Nerven investiert, um das Antidiskriminierungsgesetz zu erschaffen.
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#3 BaerchenProfil
  • 24.09.2020, 18:38hzuhause
  • Ich bin absolut kein Fan von Herrn Spahn aber da muss ich sagen:"...recht so!" Niemand hat das Recht eine andere Person in solch einer Art und Weise zu beleidigen.
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#4 zundermxeAnonym
  • 24.09.2020, 20:03h
  • Bin ein absoluter Gegner des Politikers Jens Spahn. Er verkörpert für mich alles, was unsere Gesellschaft, nicht nur für Queers, destruktiv und unsolidarisch macht.
    Hier könnten wir diese Anzeige als Gegenbeleg auslegen.
    Doch ein wirklich glaubhafter Gegenbeleg wäre bspw. eine öffentlich erklärte Solidarität mit und Unterstützung von Volker Beck gewesen als dieser jüngst angegriffen wurde und die Staatsanwaltschaft praktisch erstmal nicht reagiert hat.
    So stell ich mir wahre Demokrat*innen vor und erwarte das auch.
    Würde mich da mehr als gerne eines besseren belehren lassen.
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#5 swimniAnonym
  • 24.09.2020, 21:25h
  • für ist bemerkenswert:

    die polizei hat bei spahn mit strafanzeige reagiert, bei attilla hildmanns folterszenario sah sie nur zu.

    was dürfen wir daraus schließen?
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#6 seb1983
  • 24.09.2020, 23:01h
  • Antwort auf #5 von swimni
  • Sag es uns, ich sehe da eine amüsante neue Verschwörungstheorie aufblitzen....

    Die Polizei reagiert nur bei CDU Politikern?
    Die Polizei reagiert gar nur bei Ministern?
    Die Polizei unterstützt vegane Rechtsextreme?
    Die Polizei sieht bei Straftaten von Migranten weg?
    Das dann nebenbei auch noch koordiniert über alle Landesgrenzen hinweg?
    Es gibt so viele Möglichkeiten.....

    Als Minister macht Spahn recht ordentliche Arbeit. Viele Stellschrauben wurden in die richtige Richtung gedreht, wenn auch immer nur so viel dass es bloß keinem weh tut...
    An grundsätzliche Reformen für Bürgerversicherung, Medikamentenpreise, Personalmangel scheint er sich ja leider nicht zu trauen.
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#7 Ralph
#8 Homonklin_NZAnonym
  • 25.09.2020, 10:57h
  • Fan von seiner Partei war ich auch nie, aber gerade in Sachen Corona scheint er ja gezeigt zu haben, dass man da Vernunft und einen beherrschten Kopf braucht. Mit der Diskussionskultur hat er schon Recht, man sollte die Mnschen zur Diskussion auffordern, und die Brüllaffen draußen lassen.

    Mit dem Ausdruck "schwule Sau" ist das in Deutschland leider ähnlich, wie mit dem N-Wort in den USA. Solange sich Schwule untereinander "schwule Sau" nennen, ist es sich nicht wirklich zu wundern, wenn das andere übernehmen.
    Man wäre mit ständigem Anzeigen dabei, wenn man unter unzivilisierten Leuten wandelt. Als Politiker*in hat man es auf solchen Veranstaltungen nicht leicht.

    Klaus Kinski härre zurück beleidigt. Nun ja, in der heutigen Zeit beleidigt man dadurch die Säue, täte man es.

    "Heten-Sau" habe ich noch nirgends erwähnt gefunden
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#9 TrickiFraAnonym
  • 25.09.2020, 11:10h
  • Das ist hier ein altes Reflexbeißen... fängt eine Partei mit "C" an... kann sie nur Teufelswerk liefern!

    Jens Spahn erscheint mir in dieser Regierung als einer der mit Abstand kompetentesten und bürgernahesten Politiker.

    Und bespucken lassen muss er sich weder körperlich noch verbal nicht!
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#10 seb1983
  • 25.09.2020, 12:37h
  • Antwort auf #7 von Ralph
  • Klar darf man das aber was soll das für Spekulationen starten?

    Einfachste Antwort:
    In Berlin sitzen Dumpfbacken die nicht wissen wie sie mit der Sache umgehen sollen.
    In Bergisch Gladbach macht man seine Arbeit.
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