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Wechsel beim NDR

Jens Riewa wird "Tagesschau"-Chefsprecher

Der 57-Jährige übernimmt die Nachfolge von Jan Hofer, der in den Ruhestand geht.


Seit 1994 steht Riewa in Hamburg für die "Tagesschau" vor der Kamera (Bild: ARD)

Jan Hofer nimmt Abschied von der "Tagesschau". Ende des Jahres geht er als Chefsprecher von Deutschlands quotenstärkster Nachrichtensendung in den Ruhestand. Das teilte der Norddeutsche Rundfunk am Freitag mit. Seine Nachfolge soll Jens Riewa antreten.

"Irgendwann muss ja mal Schluss sein, ich kann nicht ewig weitermachen", hatte Hofer bereits im Mai der "Bild am Sonntag" gesagt. Er mache seine Arbeit schon mindestens drei Jahre länger als es eigentlich geplant gewesen sei. Hofer ist laut NDR 68 Jahre alt.

Twitter / tagesschau | Die Ankündigung von tagesschau.de. Julia-Niharika Sen und Constantin Schreiber rücken zudem ins Kern-Team der 20-Uhr-Sendung auf

Hofer war 1985 zum "Tagesschau"-Team in Hamburg gestoßen. Seit 2004 ist er dort Chefsprecher. Vor ihm hatten Karl-Heinz Köpcke, Werner Veigel, Dagmar Berghoff und Jo Brauner in dieser Funktion durch die "Tagesschau" geführt. Der gebürtige Rheinländer trat auch als Moderator von Unterhaltungssendungen in Erscheinung. Bis 2012 war Hofer 21 Jahre lang Gastgeber der "Riverboat-Talkshow" des MDR, 1992 bis 1994 kommentierte er den Eurovision Song Contest.

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NDR setzt auf Riewa

Nachfolger Jens Riewa (57) stammt aus Lübbenau in Brandenburg. Nach dem Abitur wurde er zunächst Fluglotse, entschied sich dann aber für eine professionelle Ausbildung als Sprecher. Seit 1991 präsentiert er die Nachrichten der "Tagesschau", zunächst als Stimme aus dem "Off", seit 1994 auch vor der Kamera. Ausflüge in die Fernsehunterhaltung unternahm er unter anderem als Moderator der "Deutschen Schlagerparade" und 1996 und 1997 als Moderator des ESC-Vorentscheids.

1998 erstritt Riewa vor Gericht ein Schmerzensgeld in Höhe von 15.000 Mark, weil er vom Homomagazin "Adam" als "schwuler Moderator" bezeichnet worden war. Vom Berliner Querverlag, der den Nachrichtensprecher in seinem Promilexikon "Out!" listete, verlangte er sogar 50.000 Mark, die den Konkurs des kleinen Szeneunternehmens bedeutet hätten. Am Ende musste sich der Verlag in einem außergerichtlichen Vergleich entschuldigen, 5.000 Mark zahlen und die Gerichts- und Anwaltskosten übernehmen. In einem Interview unter der Überschrift "Ich bin nicht schwul" sagte Riewa damals: "Irgendwann schreibt der nächste, ich wäre pädophil oder rechtsextrem. Es muß eine Grenze geben. (…) Die organisierte Schwulenbewegung will mich als Spielball ihrer Machtkämpfe instrumentalisieren. (…) Hier schießt sich eine sexuelle Minderheit, die stets Toleranz predigt, auf mich als Feindbild ein."

Im Mai 2017 ging Riewa auch gegen einen Artikel von queer.de vor. Der Rechtsstreit dauert an und wird aktuell vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe geführt (queer.de berichtete).

"Jens Riewa ist ein sehr erfahrener und professioneller Sprecher, der auch in der neuen Funktion maßgeblich dazu beitragen wird, dass die Tagesschau Deutschlands Nachrichtenmarke Nummer 1 bleibt", sagte NDR-Intendant Joachim Knuth. Zu seinem Vorgänger meinte er: "Der überragende Erfolg der tagesschau wäre ohne Jan Hofer nicht denkbar. Er war über Jahrzehnte hinweg das Gesicht und die Stimme für seriöse Nachrichten in Deutschland. Wir haben ihm viel zu verdanken." (dpa/nb)



#1 Ralph
  • 25.09.2020, 15:41h
  • Zum Feindbild hat er sich selbst gemacht. Schon die Aufzählung Homosexualität, Pädophilie und Rechtsextremismus spricht Bände. So einer verortet sich selbst zwischen Hedwig von Beverfoerde, Friedrich Merz und ähnlichem Gelichter. Man staunt, wer bei einem öffentlich-rechtlichen Sender für solch publikumswirksame Positionen in Betracht kommt. Ich habe mir schon lange angewöhnt, die Tagesschau sofort wegzuschalten, wenn dieser aus dem Leim gegangene Yuppie auftaucht.
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#2 LeashAnonym
  • 25.09.2020, 16:11h
  • Weiß nicht warum ihr immer noch über ihn berichtet, er will ja offensichtlich nichts mit uns zu tun haben und ist tödlichst angegriffen wenn man ihn als schwul bezeichnet. Gut Jens, wenn du meinst, dann bist du halt nicht schwul, du WIRKST aber so. Und das ich das denke hat nichts damit zu tun das Leute dir das nachsagen, das hat einfach was damit zu tun Augen und Ohren zu haben.
    Den Vergleich mit Pädophilie/Rechts hättest du dir in jedem fall gerne sparen können.
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#3 Girlygirl
  • 25.09.2020, 17:42h
  • Antwort auf #2 von Leash
  • Ich weiß wirklich nicht wie man schwul "wirken" kann. Wenn du nach Klischees gehst, gibt es doch zahlreiche Heteros, die den Klischees von Homosexuellen entsprechen (z.B. Heiko Maas, Cristiano Ronaldo, Tilda Swinton, etc etc). Und es gibt viele homophobe Heterosexuelle (oft Männer), die einfach Homosexuelle nicht sonderlich mögen und deswegen entsprechende Vermutungen in diese Richtung aggressiv abwehren. Leute, die behaupten, dass Homophobe selber schwul/lesbisch sind ignorieren, dass die Gesellschaft jahrhundertelang homophob geprägt war. Das hat natürlich auch noch Auswirkungen auf heute. Rassisten unterstellt man doch auch nicht, insgeheim schwarz zu sein.
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#4 knorrkAnonym
#5 KumpelAnonym
#6 KumpelAnonym