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Ab Oktober

Kein "Welcome ladies and gentlemen" mehr bei JAL

Als erste Fluggesellschaft in Asien führt Japan Airlines die geschlechtsneutrale Anrede ihrer Passagier*innen ein.


Flugbegleiterin von Japan Airlines (Bild: JAL)

"Welcome ladies and gentlemen" wird bei Flügen von Japan Airlines (JAL) künftig nicht mehr zu hören sein, denn die Fluggesellschaft führt im Oktober geschlechtsneutrale Anreden ihrer Passagier*innen ein. Ab Donnerstag würden Formulierungen, die zwischen männlichem und weiblichen Geschlecht unterschieden, durch "gender-freundliche Ausdrücke" ersetzt, teilte das Unternehmen am Montag der Nachrichtenagentur AFP mit.

Im Japanischen sind Grußanreden wie "Guten Morgen" und "Guten Abend" ohnehin geschlechtsneutral. Nun soll aber auch in anderen von JAL verwendeten Sprachen nicht mehr zwischen Männern und Frauen unterschieden werden. In Asien ist JAL mit seiner Entscheidung offenbar Vorreiter. Eine Sprecherin des japanischen Konkurrenzunternehmens ANA sagte AFP, ihr Konzern werde sich mit dem "Thema auf Grundlage der Kommentare unserer Kunden" beschäftigen. Geschlechtsneutrale Grußanreden gibt es bereits bei der australischen Fluggesellschaft Qantas und Air Canada.

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Rabatte auch für gleichgeschlechtliche Paare

JAL hat sich bereits gegen die Diskriminierung von Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung positioniert. Die Fluggesellschaft dehnte Vergünstigungen für Ehepaare und deren Familien auf gleichgeschlechtliche Paare aus. Vergangenes Jahr bot sie versuchsweise eigens einen Sonderflug für Schwule und Lesben und deren Familien an.

Im Vergleich mit westlichen Ländern hinkt Japan bei LGBTI-Rechten hinterher. Obwohl Homosexualität in der Geschichte des Landes nur kurzzeitig kriminalisiert wurde und die Verfassung die Gleichbehandlung aller Menschen verspricht, werden gleichgeschlechtliche Partnerschaften bislang nur auf kommunaler Ebene anerkannt. Auch Antidiskriminierungsbestimmungen gibt es nur in einzelnen Städten. Die Änderung des Geschlechtseintrags ist in Japan nur nach geschlechtsanpassenden Operationen und Sterilisation möglich. (cw/AFP)



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#1 Ralph
  • 29.09.2020, 10:55h
  • Im Deutschen sind Begrüßungen auch geschlechtsneutral. Welchen Sinn es haben soll, "meine Damen und Herren" anzuhängen, ist sowieso ein Rätsel.
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#2 huascaranAnonym
  • 29.09.2020, 12:50h
  • Oder man macht es gleich wie Penny in der Economy: "Ladies and.... em... people of cattle class"... ;-)
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#3 Girlygirl
  • 29.09.2020, 13:47h
  • Antwort auf #1 von Ralph
  • Ich höre aber noch ziemlich häufig "Damen und Herren". Vor allem in der höheren Schicht (Theater, Oper, Hotels etc.) soll das noch verbreitet sein. Diese Anrede find ich aber auch sehr komisch. Da denke ich immer an reiche, gutgekleidete, ältere Leute.
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#4 tchantchesProfil
  • 29.09.2020, 20:22hSonstwo
  • Hört sich nett an, ändert aber wenig.

    Solange diese Buden keine völlige Gleichstellung bei ihrem eigenen Personal haben, können sie sich solche Kinkerlitzchen gern sparen.
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#5 Ralph
  • 30.09.2020, 16:30h
  • Antwort auf #3 von Girlygirl
  • Ja, leider. Dabei gibt es doch hinreichend geschlechtsneutrale Alternativen: Verehrte Gäste, verehrte Anwesende, verehrtes/liebes Publikum - wenn einem schon die bloße Begrüßung mit guten Tag, guten Morgen oder guten Abend nicht reicht.
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