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Amerikanische Präsidentschaftswahl

17 Prozent der queeren US-Bevölkerung wollen Trump wählen

Laut einer neuen Umfrage ist Joe Biden der klare Liebling der LGBTI-Wähler*innen in den USA.


Donald Trump hat nicht viele Fans in der LGBTI-Community (Bild: Gage Skidmore / flickr)

Eine große Mehrheit der lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans und queeren Amerikaner*innen steht laut einer kürzlich veröffentlichten Umfrage hinter Präsidentschaftskandidat Joe Biden. Der 78-jährige Demokrat würde 76 Prozent aller LGBTI-Bürger*innen erhalten, die vorhaben, zur Präsidentschaftswahl am 3. November zu gehen.

Für Amtsinhaber Donald Trump würden sich nur 17 Prozent entscheiden. Fünf Prozent würden ihr Kreuzchen bei einem anderen Kandidaten oder einer anderen Kandidatin machen – etwa bei der libertären Bewerberin Jo Jorgensen oder dem grünen Spitzenkandidaten Howie Hawkins, den auch mehrere sozialistischen Parteien und die Marihuana-Partei unterstützen.

Die von der queeren Organisation GLAAD beauftragte Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut Pathfinder Opinion Research durchgeführt. Insgesamt wurden zwischen dem 21. und 25. September 800 erwachsene Amerikanerinnen und Amerikaner befragt, die sich als LGBTI oder queer identifizieren. Die Fehlerspanne wird mit plus/minus 3,5 Prozentpunkten angegeben.


(Bild: GLAAD)

Diese Zahlen entsprechen fast genau dem Ergebnis der Wahl von 2016: Damals stimmten laut der Wahltagsbefragung 78 Prozent der LGBTI-Wähler*innen für Hillary Clinton, nur 16 Prozent gaben Trump ihre Stimme (queer.de berichtete).

Kamala Harris liegt weit vor Mike Pence

Laut der Umfrage haben 57 Prozent der Befragten eine positive Meinung von Biden, aber nur 16 Prozent von Trump. Bei den Vizepräsidentschaftskandidat*innen ergibt sich ein ähnliches Bild: 50 Prozent sind der Demokratin Kamala Harris gegenüber positiv eingestellt, während Vizepräsident Mike Pence nur auf 13 Prozent kommt. Vier von fünf Befragten gaben außerdem an, bei dieser Wahl motivierter zu sein als bei vorherigen Wahlen.

Vergangenen Monat veröffentlichte laut "Newsweek" die queere App "Hornet" eine – weniger wissenschaftliche – Umfrage unter männlichen queeren Nutzern, wonach das Rennen viel knapper sein soll: Demnach führt Biden (50 Prozent) nur knapp vor Trump (43 Prozent). Das veranlasste den US-Präsidenten sogar dazu, das Ergebnis auf Twitter zu teilen. Das neue Ergebnis der GLAAD-Umfrage teilte der Republikaner hingegen nicht.



LGBTI-Organisationen unterstützen fast ausschließlich den Oppositionskandidat Biden, der bereits früh erklärt hatte, dass er queere Rechte zur Chefsache machen werde (queer.de berichtete). Dagegen kritisieren sie LGBTI-feindliche Initiativen von Trump scharf. (dk)

Direktlink | Werbespot der Human Rights Campaign, der größten LGBTI-Organisation der Vereinigten Staaten



#1 goddamn liberalAnonym
  • 05.10.2020, 17:15h
  • Na ja, Kleingeister wie Röhm und Alice Weidel lassen grüßen.

    Die Identifikation mit dem reaktionären Angreifer gibt es aber auch bei 'großen Geistern'.

    Ich denke da immer an den idiotisch-revolutionsbesoffenen Foucault im Teheran von 1979, als die Massenmorde nicht nur an unsereinem, sondern auch an Politiker*innen wie Frau Parsa und die Einführung der Pädophilenehe (9 Jahre für Mädchen) usw. schon im vollen Gange waren.

    Selbsthass hat leider soviele Gesichter wie Hass.
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#2 na jaAnonym
#3 goddamn liberalAnonym
#4 Sozial-liberalAnonym
  • 07.10.2020, 15:00h
  • Der Vergleich mit Ernst Röhm und Alice Weidel kam mir bei den 17 % Trump-Wählern in dem Artikel auch.
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#5 Hailaender
  • 07.10.2020, 18:03h
  • Tja, was soll man da noch sagen... Diese 17% wählen ihren Schlächter selbst...

    Unglaublich.
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#6 AndreasAnonym
  • 07.10.2020, 18:51h
  • Antwort auf #2 von na ja
  • Nur weil man schwul ist muss man nicht gleich zu SPD, Grüne oder Linke hingezogen fühlen.

    Sicher hat CDU/CSU in gewissen Teilen immer noch Schwierigkeiten wenn es um die "Ehe für Alle" geht aber auch die beiden Parteien wandeln sich und dafür hat in großen Teilen auch die LSU gesorgt.
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#7 ServiervorschlagAnonym
#8 Girlygirl
  • 08.10.2020, 14:07h
  • Antwort auf #6 von Andreas
  • Ich respektiere den LSU, aber dass sie maßgeblich für ein Umdenken innerhalb der CDU/CSU gesorgt haben, halte ich für unwahrscheinlich. Die eingetragene Lebenspartnerschaft wurde von rot-grün eingeführt und unter der CDU-Regierung hat meistens das Bundesverfassungsgericht die CDU gezwungen, Rechte für LGBTI einzuräumen. Und auch die Ehe für alle war keine Initiative der CDU. Bei der Abstimmung 2017 hat ja die große Mehrheit der CDU/CSU gegen die Ehe für alle gestimmt. Es war die Gesellschaft, die die CDU dazu gebracht hat, die Homo Ehe anzuerkennen. Aber es kam kein Antrieb von innen heraus. Das beweist, dass sich die Gesellschaft selten zugunsten der Konservativen entwickelt.
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#9 TheDadProfil
  • 08.10.2020, 19:39hHannover
  • Antwort auf #6 von Andreas
  • ""Sicher hat CDU/CSU in gewissen Teilen immer noch Schwierigkeiten wenn es um die "Ehe für Alle" geht aber auch die beiden Parteien wandeln sich und dafür hat in großen Teilen auch die LSU gesorgt.""..

    Hier schwadroniert wohl ein "Insider" der LSU ?

    Die "gewissen Schwierigkeiten" gelten für CDU/CSU bei allem was mit Gleichstellung&Gleihberechtigung zu tun hat, angefangen mit der Erweiterung des Artikel 3 GG..

    Mit solchen Leuten aus solchen Parteien erreicht man keine offene Gesellschaft in der ALLE Menschen die gleichen Rechte besitzen..

    Was die identifizierte "Queere" Wählerschaft dieses Mr.Trump betrifft..

    Wer sich so verhält, der braucht keine Feinde mehr, der ist sich selbst Feind genug..
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