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Cologne Pride

Köln: FC und Haie erhalten Sonderpreis des CSD

Der Kölner Lesben- und Schwulentag hat den 1. FC Köln und das Eishockeyteam Kölner Haie für ihren "Einsatz für den Abbau von Homofeindlichkeit und der Förderung von Diversity im Breitensport" ausgezeichnet.


Haie-Geschäftsführer Philipp Walter (li.) und sein FC-Kollege Alexander Wehrle nahmen die Auszeichnungen am Samstagabend in der LanxessArena entgegen (Bild: Kölner Haie / twitter)

Fußball-Bundesligist 1. FC Köln und die Kölner Haie aus der Deutschen Eishockey Liga sind vom CSD-Veranstalter, dem Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST), mit einem Sonderpreis ausgezeichnet worden. Beide Vereine hatten unter dem Motto "Lebe wie du bist" im Rahmen eines Spiels für Vielfalt und Gleichberechtigung geworben und wurden nun für ihren "Einsatz für den Abbau von Homofeindlichkeit und der Förderung von Diversity im Breitensport" ausgezeichnet.

Die Preise wurden am Samstag bei "Pride Now" übergeben

"In unserer Charta heißt es: Herzlich willkommen in der schönsten Stadt Deutschlands, egal, woher du kommst, was du glaubst, was du hast oder bist, wie du lebst und wen du liebst. Das steht da nicht nur – wir handeln auch danach", sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle, der die Auszeichnung am Samstagabend bei der "Pride Now"-Veranstaltung in der LanxessArena entgegennahm. Eine Aufzeichnung der CSD-Show will der Cologne Pride am Sonntag ab 19 Uhr auf seiner Facebook-Seite zeigen.

Am Christopher Street Day, bei dem der FC seit 2014 einen eigenen Wagen hat, nehme der Verein "schweren Herzens ausnahmsweise nicht teil, weil das angesichts der aktuellen pandemischen Entwicklung das falsche Signal wäre", sagte Wehrle: "Aber im nächsten Jahr möchten wir auf jeden Fall wieder mitfahren."

Der Kölner CSD, bei dem sonst am ersten Juli-Wochenende Hundertausende Menschen auf der Straße sind, fand am Sonntag als Fahrrad-Sternfahrt mit rund 2.000 Teilnehmenden statt (queer.de berichtete). Am Sonntagabend sollen die Pylonen des Rheinenergie-Stadions in Regenbogenfarben erleuchten.

"Mir sin kölsche Junge, ham Spitzebützcher an"

Im Kampf gegen Homofeindlichkeit im Fußball sieht Wehrle Fortschritte. "Ich glaube, dass viele Vorurteile erfolgreich bekämpft und überwunden wurden. Das sieht man auch an der Akzeptanz, die der Frauenfußball inzwischen hat", sagte der FC-Geschäftsführer. "Trotzdem gibt es in der gesamten Gesellschaft und damit auch im Fußball noch immer Ewiggestrige, für die Herkunft, Hautfarbe, Religion und sexuelle Orientierung nicht egal sind."

Es sei zum Beispiel leider immer noch so, dass Fans anderer Mannschaften ihre Abneigung gegen den FC mit den schwulenfeindlichen Gesängen und Bannern zum Ausdruck bringen. "Unsere Fans, von denen die Mehrheit heterosexuell ist, haben diese Schmähungen ja längst selbstbewusst gewendet und singen dann 'Mir sin kölsche Junge, ham Spitzebützcher an'", sagte Wehrle. "Bei allen Fortschritten bleibt es wichtig, sich ausdrücklich für Vielfalt einzusetzen. Deshalb verstehen wir den Sonderpreis als Ansporn, das auch weiterhin zu tun." (cw/dpa)