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Sachbeschädigung
Bremen: Kirche von evangelischem Hass-Pastor beschmiert
Vandalen beschädigten erneut die Martini-Kirche, in der Pastor Olaf Latzel gerne zum Hass gegen Homosexuelle aufruft.

Pastor Olaf Latzel polemisiert seit Jahren gegen Homosexuelle und Andersgläubige
- 12. Oktober 2020, 09:55h 2 Min.
Unbekannte haben vergangene Woche erneut Sachbeschädigung an der Martini-Kirche von Pastor Olaf Latzel in Bremen begangen. Wie "Bild" berichtet, schmierten sie die Worte "Fight Homophobia" an eine Gemeindemauer. Daneben wurden zwei Symbole hinzugefügt. Zum einen das Anarcho-Zeichen (ein großen A in einem Kreis), zum anderen Hammer und Sichel, also ein (in den meisten Fällen) kommunistisches Symbol, das die Arbeiter- und Bauernklasse symbolisieren soll.
Bereits Anfang April hatte Pastor Latzel beklagt, dass er von mutmaßlichen Linken "gestalkt" werde und seine Kirche "mit linken Symbolen und Hassparolen beschmiert" werde (queer.de berichtete). Daraufhin hatten Politiker*innen zu einen zivileren Umgang miteinander aufgerufen und Vandalismus als Mittel der politischen Auseinandersetzung verurteilt. Zugleich hatten mutmaßliche Anhänger*innen Latzels in den letzten Monaten viele Kommentarforen mit Rechtfertigungen seiner homofeindlichen Haltung gefüllt.
"Hetzprediger" vor Gericht
Latzel steht derzeit wegen Verdachts auf Volksverhetzung vor Gericht. Anlass ist ein "Eheseminar", in dem Latzel Homosexualität als "todeswürdig" bezeichnete und CSD-Besuchern vorwarf, "Verbrecher" zu sein (queer.de berichtete). Die Hetz-Rede war auch monatelang auf Youtube online. Trotz seiner menschenverachtenden Äußerungen und der Anklage hat die evangelische Kirchenführung ihm erlaubt, in seiner Kirche weiterzupredigen (queer.de berichtete).
Latzel ist Chef einer von 61 Kirchengemeinden der Bremischen Evangelischen Kirche. Er war bereits wiederholt mit Ausbrüchen gegen Homosexuelle oder Angehörige anderer Religionen aufgefallen. So hatte er etwa das Homo-"Heiler"-Seminar "Homosexualität verstehen – Chance zur Veränderung" angeboten oder Christinnen und Christen offen aufgefordert, kein Verständnis und keine Toleranz für andere Religionsgemeinschaften zu zeigen. Die "Frankfurter Rundschau" bezeichnete ihn deshalb als "Hetzprediger von der Weser". (cw)















