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Sachbeschädigung

Bremen: Kirche von evangelischem Hass-Pastor beschmiert

Vandalen beschädigten erneut die Martini-Kirche, in der Pastor Olaf Latzel gerne zum Hass gegen Homosexuelle aufruft.


Pastor Olaf Latzel polemisiert seit Jahren gegen Homosexuelle und Andersgläubige

Unbekannte haben vergangene Woche erneut Sachbeschädigung an der Martini-Kirche von Pastor Olaf Latzel in Bremen begangen. Wie "Bild" berichtet, schmierten sie die Worte "Fight Homophobia" an eine Gemeindemauer. Daneben wurden zwei Symbole hinzugefügt. Zum einen das Anarcho-Zeichen (ein großen A in einem Kreis), zum anderen Hammer und Sichel, also ein (in den meisten Fällen) kommunistisches Symbol, das die Arbeiter- und Bauernklasse symbolisieren soll.

Bereits Anfang April hatte Pastor Latzel beklagt, dass er von mutmaßlichen Linken "gestalkt" werde und seine Kirche "mit linken Symbolen und Hassparolen beschmiert" werde (queer.de berichtete). Daraufhin hatten Politiker*innen zu einen zivileren Umgang miteinander aufgerufen und Vandalismus als Mittel der politischen Auseinandersetzung verurteilt. Zugleich hatten mutmaßliche Anhänger*innen Latzels in den letzten Monaten viele Kommentarforen mit Rechtfertigungen seiner homofeindlichen Haltung gefüllt.

"Hetzprediger" vor Gericht

Latzel steht derzeit wegen Verdachts auf Volksverhetzung vor Gericht. Anlass ist ein "Eheseminar", in dem Latzel Homosexualität als "todeswürdig" bezeichnete und CSD-Besuchern vorwarf, "Verbrecher" zu sein (queer.de berichtete). Die Hetz-Rede war auch monatelang auf Youtube online. Trotz seiner menschenverachtenden Äußerungen und der Anklage hat die evangelische Kirchenführung ihm erlaubt, in seiner Kirche weiterzupredigen (queer.de berichtete).

Latzel ist Chef einer von 61 Kirchengemeinden der Bremischen Evangelischen Kirche. Er war bereits wiederholt mit Ausbrüchen gegen Homosexuelle oder Angehörige anderer Religionen aufgefallen. So hatte er etwa das Homo-"Heiler"-Seminar "Homosexualität verstehen – Chance zur Veränderung" angeboten oder Christinnen und Christen offen aufgefordert, kein Verständnis und keine Toleranz für andere Religionsgemeinschaften zu zeigen. Die "Frankfurter Rundschau" bezeichnete ihn deshalb als "Hetzprediger von der Weser". (cw)



#1 _hh_Anonym
  • 12.10.2020, 12:28h
  • Es ist mir unverständlich, warum ihr für diese Aktion "Bild"-artiges Vokabular wie "Vandalen" und "Sachbeschädigung" verwendet. Die Bemalungen sind doch wohl eher eine gemäßigte Reaktion gegenüber solch einem gemeingefährlichen Hetzprediger. Es wäre was anderes, wenn Latzel mit Gewalt bedroht würde oder wenn Kunstdenkmäler beschädigt würden, was hier aber nicht der Fall ist. Die Parole "Fight homophobia" und die Symbole sind noch nicht mal beleidigend, sondern einfach politische Statements.
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#2 gayflecktarnhoseProfil
  • 12.10.2020, 12:41hBremen
  • Auch wenn ich kein Freund derartiger Schmiererein
    bin, in diesem Fall hat es die Kirche und ihr Hass-Prediger verdient. Jetzt hat er ja wieder einen Grund die Homosexuellen zu verteufeln.
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#3 Homonklin_NZAnonym
  • 12.10.2020, 12:49h
  • Das sehe ich so, dass man das anders hätte besser machen können, anstatt deren Kirchenwand vollzuschmieren. Was letztlich nicht viel anders ist, als wenn solche Fritzen Denkmäler für verfolgte LGBTIQ* vollschmieren.

    Sich da hin stellen, und auf Flyers oder Plakaten auf die Lügen hinzuweisen, die von dieser Glaubensfamilie über LGBTIQ* so verbreitet werden, in Gegenüberstellung mit deren Ablenkungen von diesen Lügen, und wo überall ihnen ihr "Gotteswille" selbst nichts bedeutet - etwa beim Tragen von Klamotten mit Mischgeweben oder dem Essen von Muscheln und Anbauen von verschiedenem Getreide auf Feldern, wofür sie weder Leute bedrohen, noch Jemandem die Steinigung nahe legen...

    Kriegsgerätschaften segnen und anders Liebende verdammen. Und alle ähnlichen "Tugenden", die dieser von Einfältigen besuchte Märchen-Club noch so hervor zeigt. Auf die Reaktion könnte man gespannt sein.

    Man könnte auch einige Beefsteaks anzünden. Angeblich soll es einen für den "Herrn" lieblichen Duft erzeugen. Gegen eine so zuvorkommende Geste könnten die kaum etwas einwenden.

    Dieses Hammer + Sichel-Zeichen ist aber auch nicht gerade unbelastet
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#4 Prima4Anonym
#5 Ralf WinklerAnonym
  • 12.10.2020, 13:04h
  • Nichts rechtfertigt das Beschmieren anderer Leute Eigentums, und schon gar nicht so eine alte Kirche! Schlicht und primitiv dieser Schmierant. Das hier User das toll finden erschreckt mich!
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#6 _hh_Anonym
#7 KlartexterAnonym
  • 12.10.2020, 13:48h
  • Antwort auf #5 von Ralf Winkler
  • Primitiv ist es vor allem, wenn Erwachsene an Götter, Feen und Elfen glauben.

    Sowohl primitiv als auch weiteren Straftaten Vorschub leistend ist es, wenn die evangelische Kirche diesen gerichtlich verurteilten Hassprediger in ihrem Namen weiterhetzen lässt und ihn obendrein noch in einer Chefamt leitenden Postion belässt.
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#8 GronkelAnonym
  • 12.10.2020, 14:00h
  • Der Kampf gegen Homophobie muss geführt werden. Vereinnahmen möchte ich mich aber durch Antifa und kommunistischen Gruppierungen nicht, denn diese stehen genauswenig für Freiheit wie das andere Spektrum.
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#9 Prima4Anonym
  • 12.10.2020, 14:00h
  • Antwort auf #6 von _hh_
  • Zugegeben, sofern die Wand nicht auch historisch relevant ist bleibt es zwar immer noch Vandalismus, jedoch bei weitem nicht so relevant, da haste recht....

    Dein weiterer Vergleich.... klar, ne Wand is net mit nem denkmal gleichzusetzen, wäre es jedoch die Kirche selber fände ich das bei einem 800 Jahre alten Gebäude (wenn auch sicher restauriert und/oder wieder aufgebaut) weitaus gravierender ( gravierend, aber nicht dramatisch.... am Ende sind alles nur tote Steine ) als bei n paar Jahr/Jahrzehnten alten Denkmälern/Bauten....
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#10 NevermindAnonym