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Nummer eins bei Netflix

"Spuk in Bly Manor": Eine queere Liebesgeschichte getarnt als Geisterserie

Weltweit feiert "Spuk in Bly Manor" auf Netflix Erfolge, auch in Deutschland ist die US-Serie auf Platz eins. Überraschend steht lesbische Liebe im Zentrum des Neunteilers.


Dani Clayton (Victoria Pedretti, li.) und Jamie (Amelia Eve) kommen sich näher (Bild: Netflix)

  • 13. Oktober 2020, 14:59h, noch kein Kommentar

Netflix veröffentlichte "Spuk in Bly Manor" am Freitag weltweit – und in vielen Ländern schaffte es die Horrorserie auf Platz eins der Netflix-Charts, darunter auch in Deutschland. Viele Zuschauer*innen wurden aber überrascht, als nach wenigen Folgen klar wurde, dass es sich im Kern um eine lesbische Liebesgeschichte handelt.


Auch vier Tage nach der Veröffentlichung ist der "Spuk in Bly Manor" noch immer auf Rang eins in den deutschen Netflix-Charts (Bild: netflix.de)

In "Spuk in Bly Manor" geht es um die Amerikanerin Dani Clayton (Victoria Pedretti), die in den Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts einen Job als Gouvernante in einem Herrenhaus in der englischen Provinz (Grafschaft Essex) erhält. In Rückblenden wird erzählt, dass sie einst mit einem Mann verlobt war, die Beziehung aber auf dramatische Art in die Brüche gegangen ist. Schließlich kommen sich Dani und die schon länger in Bly Manor arbeitende Gärtnerin Jamie (Amelia Eve) näher. Ihre Beziehung rückt im Laufe der Serie immer mehr ins Zentrum der Handlung.

Die neue Serie ist nach "Spuk in Hill House" aus dem Jahr 2018 der zweite Teil einer "Spuk"-Anthologie-Reihe von US-Filmemacher Mike Flanagan. Dabei handelt es sich um Neuinterpretationen von literarischen Horror- und Geisterklassikern. "Spuk in Hill House" basiert auf einem gleichnamigen Roman von US-Schriftstellerin Shirley Jackson aus dem Jahr 1959, der zweite Teil auf dem Buch "Das Geheimnis von Bly", einer 1898 veröffentlichten Novelle von Henry James. In dem 122 Jahre alten Buch gibt es allerdings keinen lesbischen Handlungsstrang.

Netflix bietet inzwischen eine ganze Reihe queerer Produktionen an. Erst vor zwei Wochen veröffentlichte das weltweit führende Streamingportal die Neuverfilmung des schwulen Kultfilms "The Boys in the Band". Diese Produktion ist Teil eines millionenschweren Fünfjahresvertrages mit dem schwulen Produzenten Ryan Murphy, der bereits die äußerst queeren Serien "The Politician", "Hollywood" und "Ratched" auf Netflix veröffentlichte. In den nächsten Monaten und Jahren sollen weitere Murphy-Projekte veröffentlicht werden, etwa eine Serie über den schwulen Serienkiller Jeffrey Dahmer. (cw)

Twitter / NetflixDE