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"Cyber-Flashing"

Finnland: Haftstrafen für unaufgeforderte "Dick Pics" geplant

Wer sein bestes Stück ungefragt an eine Person verschickt, könnte künftig im Knast landen.


Wer andere mit Schniedelbildern belästigt, könnte auch in Finnland bald ins Gefängnis kommen (Bild: moritz320 / pixabay)

Finnland will das unaufgeforderte Verschicken von Penis-Bildern und anderen expliziten Fotos mit bis zu sechs Monaten Haft bestrafen. Der Gesetzentwurf zu den "Dick Pics", auch bekannt als "Cyber-Flashing", solle nächstes Jahr dem Parlament vorgelegt werden, sagte ein Sprecher des Justizministeriums der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag.

Die Definition von sexueller Belästigung soll demnach erweitert werden und künftig auch "verbale Belästigung, Belästigung durch Bilder oder Nachrichten, das Fotografieren von anderen oder durch Selbstentblößung" umfassen. Das Strafmaß reicht von einer Geldbuße bis hin zur Haft.

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Bislang sind nur ungewollte Berührungen strafbar

Derzeit setzt der Tatbestand der sexuellen Belästigung nach finnischem Recht Berührungen voraus. Das Verschicken unerwünschter sexueller Bilder kann unter Umständen nach dem Gesetz zur Diffamierung strafrechtlich geahndet werden, dabei wird jedoch die sexuelle Dimension vernachlässigt. Studien zufolge ist sexuelle Belästigung im Internet weit verbreitet.

In Deutschland ist das unaufgeforderte Versenden von expliziten Bildern bereits eine Straftat nach Paragraf 184 des Strafgesetzbuches ("Verbreitung pornographischer Schriften"). Wer solche Inhalte verbreitet, wird mit einer "Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft". In vielen anderen Ländern gibt es aber noch keine entsprechenden Gesetze. (AFP/cw)



#1 kiitosAnonym
  • 14.10.2020, 23:32h
  • Die Finnen sind, mit einer modernen Regierung und einer jungen Regierungschefin, Vorreiter einer Entwicklung, über die ich sehr glücklich bin. Es gibt Männer, deren bestes Stück leider nicht das Gehirn ist. "Me too" gilt auch für Schwule.
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#2 GronkelAnonym
  • 15.10.2020, 08:22h
  • Antwort auf #1 von kiitos
  • "Die Finnen sind, mit einer modernen Regierung und einer jungen Regierungschefin, Vorreiter einer Entwicklung, über die ich sehr glücklich bin. Es gibt Männer, deren bestes Stück leider nicht das Gehirn ist. "Me too" gilt auch für Schwule."

    Man sollte aber auch nicht gleich in Prüderie verfallen. Ein Penisbild ist ein Penisbild und bringt keinen um. Haftstrafen sind vollkommen unverhältnismäßig.
    Wenn ich schon lese, dass in Diskussionen knappe Bikinis anstößig seien:
    www.waz.de/staedte/duisburg/niederrhein-therme-in-duisburg-v
    erbietet-zu-knappe-bikinis-id230653324.html


    Fragt man sich schon was verkehrt läuft. Auch wenn in der Duisburger Therme mittlerweile die Schilder, nach der Beschwerde etlicher Kunden, wieder abgenommen wurden.
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#3 IckeAnonym
  • 15.10.2020, 10:43h
  • Antwort auf #2 von Gronkel
  • Kommt halt immer auf den Fall an, wenn ich jemanden mit Pimmelbildern stalke oder an Kinder so etwas verschicke ist es was anderes als wenn mir jemand ein "Hi" mit Pimmelbild bei Romeo schickt. Das eine sollte man verfolgen, das andere halt schulterzuckend zur Kenntnis nehmen, gibt ja schlimmeres als nen Schwanz zu sehen und wenn man mehr als Sex will ist so ein Anfang ein tolles Ausschlußverfahren.
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#4 TheDadProfil
  • 15.10.2020, 11:13hHannover
  • Antwort auf #3 von Icke
  • ""Kommt halt immer auf den Fall an, wenn ich jemanden mit Pimmelbildern stalke oder an Kinder so etwas verschicke""..

    Wo kommen denn jetzt plötzlich "die Kinder" in dieser Argumentation her ?

    Stalking steht bereits unter Strafe..
    Da muß man nicht auch noch zusätzlich spezifizieren über welche Mittel dieses Stalking dann stattfinden könnte..

    Es gehört "zum gutem Ton" andere Menschen nicht einfach mit "Details" von sich selbst zu belästigen..

    Dazu gehören neben "unaufgefordert gesendeten Pimmelbildern" dann aber auch "laute telefonate in der u-bahn" oder ganz praktisch gesehen, sogar "personalisierte Werbung im Internet", weil bei ersterem vorausgesetzt wird, es würde den Anderen nicht stören, bei Letzterem sogar vorausgesetzt wird, es würde einen irgendwie interessieren was es denn sonst noch alles so gibt..

    Die Entscheidung darüber was interessant für einen ist, ist aber sehr individuell..

    Off Topic..
    ""ist es was anderes als wenn mir jemand ein "Hi" mit Pimmelbild bei Romeo schickt.""..

    Wenn man aus dem Profil schon heraus lesen kann das der Angeschriebene ausschließ "aktiv" ist, wäre ein Arsch-Bild auch einfach sinnvoller..
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#5 kiitosAnonym
  • 15.10.2020, 14:08h
  • Antwort auf #2 von Gronkel
  • "Haftstrafen sind vollkommen unverhältnismäßig."

    Na ja, im Artikel steht ja, dass das Strafmaß von Geldbußen bis zu Haftstrafen reichen soll.

    Ein Bild belästigt nicht zwingend, aber wenn jemand sich mit einem Bild ungefragt jemandem aufdrängt, aufdringlich wird, belästigt, stalkt, angibt und droht, dann ist das kein Kavaliersdelikt mehr.
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#6 IckeAnonym
  • 15.10.2020, 14:22h
  • Antwort auf #4 von TheDad
  • Du solltest das unter Strafe stellen halt nicht nur auf die schwule Community beziehen. Ich denke Finnland macht das nicht wegen Homosexuellen, sondern Heten die Frauen belästigen und Pädophilen die Kinder so angeln wollen.
    Und nur weil etwas nicht gute Sitte ist, wie das laute telefoniere an öffentlichen Orten, wird es ja leider doch gemacht.
    Und beim Sex gibt es mehr Sachen wo man den Hintern gar nicht für braucht und auch als Aktiver finde ich einen schönen Schwanz ansprechend, muss ihn aber halt nicht sofort zugeschickt bekommen.
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#7 kiitosAnonym
  • 15.10.2020, 15:55h
  • Antwort auf #6 von Icke
  • "Ich denke Finnland macht das nicht wegen Homosexuellen, sondern Heten die Frauen belästigen"

    Vielleicht aber warum sollte sich ein Schwuler weniger belästigt fühlen, als eine Frau?

    Es geht um ungewollte sexualisierte Kommunikation. Ungefragt derartige Bilder Schicken wird bewertet wie Angrapschen. Wenn das unfreiwillig geschieht, ist das auch nicht o.K.
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#8 IckeAnonym
#9 TheDadProfil
  • 15.10.2020, 23:38hHannover
  • Antwort auf #8 von Icke
  • ""Natürlich, nur hat Daddylein gefragt warum ich Kinder erwähnt habe und das war die Antwort dazu.""..

    An wen die "unaufgeforderten Belästigungen" gesendet werden, und ob das Kinder oder Jugendliche, Frauen oder Männer, Schwule oder Heteros sind ist dabei einfach irrelevant, und genau deshalb hat das Einbringen des "Kinder-Argumentes" bei Licht betrachtet dann auch die gleiche Qualität wie sie ein Herr Merz bei seiner zu Recht heftig kritisierten Aussage zu einem "Schwulem Kanzler" hatte..

    Das gehört dort nicht hin..

    Wer solche Verbote die Gesetzeskraft erlangen sollen nicht wirklich Inklusiv und damit für ALLE geltend formulieren kann, der muß sich erst einmal überlegen was er damit in einzelnen Gruppen der Bevölkerung anrichtet..

    Hier muß man dann auch nicht in einer Art "missverstandenen Opfer-Olympiade" die Argumentation bis ins Unerträgliche steigern, nur weil man denkt, es würde sonst wohl nicht verstanden..

    Und das alte Klischee
    "was, wenn das kinder sehen/betrifft"
    ist so was von Scheiße das es nicht ach noch ausgerechnet aus der Community kommend Verwendung finden darf..
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#10 kiitosAnonym
  • 16.10.2020, 06:34h
  • Antwort auf #8 von Icke
  • Danke für die Klarstellung. Ist es richtig im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt / Anmache von Männern (um diese Gruppe geht es hier, nicht nur um schwule Männer) die Gruppen zu benennen, die sich besonders schlecht wehren können.

    Kinder- und Jugendschutz sollte von allen, die Verantwortung tragen, ernst genommen werden und da, wo nötig (das ist hier der Fall) benannt werden. Selbstverständlich auch von Männern und selbstverständlich auch von schwulen Männern.
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