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Texas

Grindr-Killer: 17-Jähriger wegen Mordes angeklagt

Innerhalb von sechs Stunden soll ein 17-Jähriger drei Schwule angeschossen haben, die er zuvor auf Grindr kennengelernt hatte. Eines der Opfer starb.


Damarion D. soll auf mehrere Grindr-Nutzer geschossen haben (Bild: Waco Police Department)

  • 14. Oktober 2020, 16:33h, noch kein Kommentar

Ein 17-Jähriger ist am Dienstag im texanischen Waco wegen Mordes an einem 23-jährigen Mann angeklagt worden, den er zuvor auf Grindr kennengelernt hatte. Damarion D. soll am Morgen des 17. August auch zwei weitere Grindr-Nutzer angeschossen haben, die allerdings die Tat überlebten. Alle drei Attacken ereigneten sich nur ein paar hundert Meter voneinander entfernt. Dem Angeklagten könnte nun trotz seiner Jugend eine lebenslange Haftstrafe drohen.

D. war bereits im August wegen der Tat festgenommen worden, wurde dann aber laut US-Medienberichten gegen Zahlung von 200.000 Dollar (170.000 Euro) Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt. Am Montag nahmen ihn die Beamten erneut fest. Der 17-Jährige habe laut dem Haftantrag seine Opfer via Grindr "geködert".

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Motiv unbekannt

Ein Motiv ist noch nicht bekannt. In den Medien wird allerdings darüber spekuliert, dass der Jugendliche aus Homophobie gehandelt haben könnte.

Die erste Tat hatte sich kurz nach Mitternacht um 0.30 Uhr ereignet. Das verletzte Opfer konnte eigenhändig mit dem Auto fliehen und die Polizei alarmieren. Das zweite Opfer, das später im Krankenhaus verstorben ist, wurde gegen 1.40 Uhr in den Bauch geschossen. Die letzte Tat ereignete sich um 6.15 Uhr, auch hier überlebte das Opfer.

Während den Ermittlungen hatte die Polizei festgestellt, dass D. mit allen drei Männern via Grindr Kontakt gehabt habe. "Mit dieser App kommunizierte er mit den Opfern und machte Pläne, um sie zu treffen", heißt es in einer Mitteilung der Polizei. "Nachdem er sich mit ihnen getroffen hatte, hat D. auf alle drei geschossen."

Es gibt immer wieder Berichte darüber, dass Kriminelle Grindr oder ähnliche Apps nutzen, um ihre Opfer zu finden. Erst im Juli wurde ein Münchner durch Online-Dating in eine Falle gelockt, geschlagen und ausgeraubt (queer.de berichtete). (cw)