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"Langjähriges und in die Zukunft hineinwirkendes Engagement"

Veronica King erhält ersten Hessischen Preis für Lesbische Sichtbarkeit

Die Kasselerin Veronica King ist die erste Preisträgerin der neuen Auszeichnung, mit der das Land Hessen die Sichtbarkeit lesbischer Lebensweisen fördern will.


Veronica King bei der Preisverleihung (Bild: Stephanie Kuhnen)

  • 14. Oktober 2020, 19:06h, noch kein Kommentar

Die Hessische Landesregierung hat am Mittwoch im Rahmen eines feierlichen Festakts im Biebricher Schloss den ersten Hessischen Preis für Lesbische Sichtbarkeit an Veronica King aus Kassel verliehen.

"Mit Veronica King hat die Jury eine Preisträgerin ausgewählt, die sich in den vergangenen Jahrzehnten und bis heute in einer Vielzahl von Rollen und Settings für lesbische Sichtbarkeit einsetzt und eingesetzt hat – häufig gegen alle Widerstände", erklärte Sozial- und Integrationsminister Kai Klose (Grüne) zur Preisträgerin. "Ihr vielseitiges, langjähriges und in die Zukunft hineinwirkendes Engagement für lesbische Sichtbarkeit macht sie zu einer sehr würdigen Preisträgerin."

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"Als schwarze lesbische Frau sichtbar"

King arbeitet als Sozialpädagogin in der Frauen- und Jugendarbeit, im Vereins- und Freizeitsport, in der Verwaltung, bei der Organisation des CSD Kassel, in Theaterprojekten und ist in zahlreichen weiteren ehrenamtlichen Projekten aktiv. Sie sei laut dem Landesintegrationsministerium "als schwarze lesbische Frau sichtbar, teilt ihre Erfahrungen und arbeitet mit viel Energie daran, Strukturen zu öffnen und weiterzuentwickeln".

Den lesbischen Aktivismus verknüpfe King dabei gekonnt mit Antirassismus- und Bildungsarbeit. Sie setze sich im Rahmen von Veranstaltungen außerdem mit Themen wie z. B. Body Positivity auseinander und verbinde Generationen. So schaffe sie Freiräume für persönliche Entfaltung, in denen Menschen sich angenommen fühlen, akzeptiert werden und Schutz vor Diskriminierung erfahren. "Sie ist Vorbild für viele junge Menschen gerade auch in den ländlichen Regionen Nordhessens", so Klose.

Twitter / SozialHessen

Der Preis für lesbische Sichtbarkeit soll künftig alle zwei Jahre vergeben werden. Er ist mit 10.000 Euro dotiert. Bislang gibt es bereits in Berlin einen entsprechenden Landespreis, der allerdings "nur" mit 5.000 Euro dotiert ist. (pm/cw)

Weitere Nominierte für den Preis

Dyke*March Rhein-Main 2019

Kim Engels, Mitbegründerin des frauen museum wiesbaden

Das frauen museum wiesbaden

Yvonne Ford, Veranstalterin von "Lesbischer Herbst", eine Gesprächs- und Begegnungsmöglichkeit speziell für ältere Lesben und Lesben mit spätem Coming-out

Das FrauenKulturZentrum Darmstadt

Das Lesbenarchiv FrankfurtLesben gegen rechts, Rhein-Main

Die Lesben Informations- und Beratungsstelle (LIBS) aus Frankfurt

Der Chor "Liederliche Lesben" aus Frankfurt

Dr. Constance Ohms, Soziologin und Leiterin der Fachberatungsstelle gewaltfreileben

Erika Wild aus Frankfurt, Inhaberin der Bar "La Gata", die vermutlich älteste Lesben-Bar weltweit (seit 1971)