Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?37309

Polizeibericht

Schwules Paar bei U-Bahnfahrt attackiert – auch Angreifer verletzt

Wegen Körperverletzung und Beleidigung ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen 21-Jährigen, der in München zwei Schwule anpöbelte und zuschlug. Einer der Männer wehrte sich.


Der Vorfall ereignete sich am U-Bahnhof Goetheplatz in München (Bild: Silesia711 / wikipedia)

Ein schwules Paar ist in München Opfer eines homofeindlichen Angriffs geworden. Dies meldete die Polizei der bayerischen Landeshauptstadt am Donnerstag.

Die Tat ereignete sich bereits am 17. September. Die beiden um die 30 Jahre alten Männer waren gegen 23.30 Uhr mit der U-Bahn vom Marienplatz in Richtung Goetheplatz unterwegs, als von einem 21-Jährigen "auf homophobe Art und Weise" beleidigt wurden, wie es im Polizeibericht heißt. Alle Beteiligten stammen aus München.

Im Verlauf der Fahrt kam zu "weiteren verbalen Streitigkeiten", so die Meldung vom Donnerstag. An der U-Bahnhaltestelle Goetheplatz stiegen alle Beteiligten aus. Am Bahnsteig eskalierte die Situation, und es kam zu "Tätlichkeiten" zwischen dem 21-Jährigen und einem der beiden schwulen Männer. Dessen Lebenspartner verständigte daraufhin den Polizeinotruf.

Gegenseitig wegen Körperverletzung angezeigt

Alle Personen konnten von den Beamt*innen vor Ort angetroffen werden. Durch die körperliche Auseinandersetzung wurden sowohl der homofeindliche Pöbler als auch sein Opfer verletzt. Beide wurden vom Rettungsdienst behandelt.

Nach Beendigung der Anzeigenaufnahme vor Ort wurden alle drei Beteiligten wieder entlassen. Der 21-jährige Münchner wurde wegen einer Körperverletzung und der Beleidigung angezeigt. Der andere wurde ebenfalls wegen einer Körperverletzung angezeigt. Nähere Angaben zum homofeindlichen Pöbler wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Die weiteren Ermittlungen hat das Kommissariat 44, zuständig für politisch rechts orientierte Kriminalität, übernommen. (cw/pm)



#1 Prima4Anonym
  • 15.10.2020, 16:20h
  • Naja, die Anzeige dürfte ja wohl als Notwehr fallen gelassen werden, natürlich gibt's in die fresse wenn dich einer angreift, angeht, angraptscht... wird ja wohl Videoaufnahmen geben @ Bahn/Bahnhof, sollen se den deppen fett auf Schmerzensgeld verklagen, tut sicher mehr weh als n blaues Auge!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 gayflecktarnhoseProfil
  • 15.10.2020, 17:32hBremen
  • Diese homophoben Übergriffe gehören doch schon
    zur Tagesordnung, aber man hört sehr selten oder
    nie ob einer dieser Typen bestraft wird.
    Anscheinend werden derartige Vorfälle dann wegen geringfügigkeit eingestellt. Waren ja nur
    Homosexuelle.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Homonklin_NZAnonym
  • 16.10.2020, 05:41h
  • Vielleicht gewinnt irgend ein Fall wie der mal die Politik-Lotterie bei euch, und dann tun die mal richtig was und spenden einen Trostkuchen.

    Gesonderte Ermittlungsabteilungen für Tatmotive sind ja schon mal was. Die Polizei ist eben schneller, wenn die passenden Köpfe sich da zusammen setzen.

    Sogar als vorgeprägter Angsthase kann man irgendwann SV lernen. Eine Sprühung mit Trimethylamin drin, der Angreifer stinkt stundenlang nach totem Fisch. ;)
  • Antworten » | Direktlink »
#4 OlafAnonym
  • 16.10.2020, 09:29h
  • "Endlich" ging es mir eben durch den Kopf. Endlich wehrt sich mal jemand. Ständig lese ich von Pöbeleien und Angriffen auf Schwule und jedesmal frage ich mich, warum sich niemand wehrt. Natürlich ist es ein Unterschied ob ich alleine bin und von einer Gruppe bedroht werde. Aber wenn man von einer einzelnen Person angegriffen wird, dann sollte man sich auch verteidigen. Wird Zeit, dass wir Schwule etwas selbstbewusster werden und wenn mich jemand angreift, bekommt er eine zurückgeballert ... so einfach ist das.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Ralph
  • 17.10.2020, 10:43h
  • Antwort auf #4 von Olaf
  • Immerhin war hier auch die Ehre des bunten Glockenbachviertels zu verteidigen, an dessen Grenze sich das abgespielt hat. In den letzten Jahren wurde wiederholt beklagt, dass man sich nicht mal mehr dort sicher fühlen kann.
  • Antworten » | Direktlink »