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Polizeibericht
Schwules Paar bei U-Bahnfahrt attackiert – auch Angreifer verletzt
Wegen Körperverletzung und Beleidigung ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen 21-Jährigen, der in München zwei Schwule anpöbelte und zuschlug. Einer der Männer wehrte sich.
- 15. Oktober 2020, 13:58h 2 Min.
Ein schwules Paar ist in München Opfer eines homofeindlichen Angriffs geworden. Dies meldete die Polizei der bayerischen Landeshauptstadt am Donnerstag.
Die Tat ereignete sich demnach bereits am 17. September. Die beiden um die 30 Jahre alten Männer waren gegen 23.30 Uhr mit der U-Bahn vom Marienplatz in Richtung Goetheplatz unterwegs, als von einem 21-Jährigen "auf homophobe Art und Weise" beleidigt wurden, wie es im Polizeibericht heißt. Alle Beteiligten stammen aus München.
Im Verlauf der Fahrt kam zu "weiteren verbalen Streitigkeiten", so die Meldung vom Donnerstag. An der U-Bahnhaltestelle Goetheplatz stiegen alle Beteiligten aus. Am Bahnsteig sei die Situation eskaliert und es zu "Tätlichkeiten" zwischen dem 21-Jährigen und einem der beiden schwulen Männer gekommen. Dessen Lebenspartner habe daraufhin den Polizeinotruf verständigt.
Gegenseitig wegen Körperverletzung angezeigt
Alle Personen konnten von den Beamt*innen vor Ort angetroffen werden. Durch die körperliche Auseinandersetzung seien sowohl der homofeindliche Pöbler als auch sein Opfer verletzt worden, so der Polizeibericht. Beide wurden vom Rettungsdienst behandelt.
Nach Beendigung der Anzeigenaufnahme vor Ort wurden alle drei Beteiligten wieder entlassen. Der 21-jährige Münchner wurde wegen einer Körperverletzung und der Beleidigung angezeigt. Der andere wurde ebenfalls wegen einer Körperverletzung angezeigt. Nähere Angaben zum homofeindlichen Pöbler und den weiteren Beteiligten wurden im Polizeibericht wie bei Erstmeldungen üblich zunächst nicht gemacht.
Die weiteren Ermittlungen hat das Kommissariat 44, zuständig für politisch rechts orientierte Kriminalität, übernommen. (cw/pm)
















