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31. Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg

"Streams Are My Reality"

Die queeren Filmtage in Hamburg finden dieses Jahr coronabedingt auch online statt. Das Streamen von Filmen ermöglicht es erstmals einem bundesweiten Publikum, dabei zu sein.


Szene aus dem Erfolgsfilm "Futur Drei" (Bild: Edition Salzgeber)
  • 17. Oktober 2020, 04:18h, noch kein Kommentar

Unter dem Motto "Streams Are My Reality" präsentieren die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg vom 20. Oktober bis zum 1. November ein hybrides Filmfestival über Online-Streaming und im Metropolis Kino in Hamburg. Mit der Streaming-Premiere reagiert das Festival auf die Covid-19-Pandemie. "Anders als die letzten 30 Jahre, kann Deutschlands größtes und ältestes queeres Filmfestival damit nicht nur wie gewohnt 15.000 Besucher*innen in der Hansestadt bespielen, sondern die gesamte Bundesrepublik", freuen sich die Veranstalter*innen in ihrer Ankündigung.

Queere Filme kommen dieses Mal in die eigenen vier Wände und sind jeweils 30 Stunden lang abrufbar. Auf Gespräche mit Gästen kann sich das Publikum wie gewohnt freuen.

"In einem Jahr, in dem unerwartet alles anders läuft und viele queere Veranstaltungen abgesagt werden mussten, ist es uns besonders wichtig Wahrnehmbarkeit von Homo- und Bisexualität, von Trans*- und Intergeschlechtlichkeit zu schaffen. Deshalb haben wir uns entschieden, dass die Filmtage auf jeden Fall stattfinden müssen, wenn auch auf neuen Wegen", erklärte Hanne Homrighausen, eine der Organisator*innen der Lesbisch Schwulen Filmtage. "Dabei darf aber auch die einzigartige Atmosphäre eines Filmfestivals nicht fehlen, weshalb wir uns entschieden haben Filme nicht nur online, sondern auch im Kinosaal zu zeigen."

"Kleines, aber starkes Programm"

Seit Anfang des Jahres hat das ehrenamtliche Kollektiv über Videokonferenzen die Filmtage geplant. Herausgekommen ist ein relativ "kleines, aber starkes Programm", wie die Organisator*innen betonten. Bei der Filmauswahl hat sich das Festivalteam unter anderem an gesellschaftspolitischen Themen orientiert, die in diesem Jahr mit und trotz Corona von großer Bedeutung sind.

Zu den wichtigsten Filmen gehört etwa "Welcome to Chechnya", das einen Einblick in die extrem homophobe Atmosphäre der russischen Teilrepublik Tschetschenien wirft und zeigt, wie queere Menschen bei der Flucht unterstützt werden.

English version below. Welcome To Chechnya läuft bei den Filmtagen am 22.10. und am 29.10. jeweils um 19.00 Uhr...

Gepostet von Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg | International Queer Film Festival am Mittwoch, 7. Oktober 2020
Facebook / Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg | International Queer Film Festival

Ein Highlight der Festspiele ist die Aufführung von "Futur Drei", dem "queeren Film des Jahres". Der deutsche Coming-of-Age-Film von Faraz Shariat ist bereits im Februar mit zwei Teddys ausgezeichnet worden (queer.de berichtete).

Außergewöhnlich ist dieses Jahr auch die Eröffnung des Festivals am 20. Oktober. "Zum ersten Mal in der Geschichte der Lesbisch Schwulen Filmtage zeigen wir zur Eröffnung eine Reihe von animierten Kurzfilmen, statt einem Langfilm", erläuterte Malte Legenhausen aus dem Organisationsteam. "Die Eröffnung wird online stattfinden. So können wir viel mehr Menschen erreichen." Gezeigt wird der Film "Eyes", der eindrücklich veranschauliche, "wie es sich anfühlt als queere Person in der Öffentlichkeit immer wieder angestarrt zu werden". "Carne" ("Flesh") greift fünf Porträts von Frauen und ihren Körpern auf. Der schwedische Film "Topp 3" erzählt in herzerwärmenden und bunten Bildern wie es sich anfühlt, verliebt zu sein. Aber auch, was es heißt sich zu trennen.

Seit Mittwoch können auf der Homepage des Festivals Streaming-Tickets im Vorverkauf erworben werden. Dort finden sich auch alle weiteren Informationen, etwa das detaillierte Programm (auch als PDF-Datei). (cw)