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Kommentare zu:
Grüne TERFs wollen Selbstbestimmungsgesetz verhindern


#1 FinnAnonym
  • 18.10.2020, 14:41h
  • Diese schrille Gruppe innerhalb der Grünen (die sich hoffentlich nicht durchsetzen wird) kommt mit genau demselben esoterischen Blabla wie J.K. Rowling daher:

    --- ZITAT ---
    "Männer, die sich als Frau identifizieren, können so missbräuchlich in Schutzräume eindringen, Frauenförderungen und Ämter beanspruchen, ohne dass Frauen sich dagegen wehren können"
    --- ZITAT ENDE ---

    Würde man auch erst mal nachdenken, statt unreflketiert Sprüche aus der Emanzen-Mottenkiste nachzubeten, wüsste man, dass es bei diesen Trans-Personen nicht um Männer geht, die sich als Frauen idenzifizieren. Sondern das SIND Frauen, die halt nur in einem Männerkörper geboren wurden.

    Wieso sollen sie keine Schutzräume benötigen? Wieso sollen sie keine Frauenförderung erhalten? Wieso sollen sie nicht als Frauen Ämter wahrnehmen dürfen?

    --- ZITAT ---
    "Der Zutritt von Menschen mit männlichem Körper könnte religiöse Frauen ausschließen, durch Männergewalt traumatisierte Frauen in Frauenhäusern retraumatisieren und Sportlerinnen den Sieg und die Gesundheit kosten"
    --- ZITAT ENDE ---

    1. Wenn eine Frau sich in ihren religiösen Gefühlen gestört fühlt, weil andere Frauen vielleicht anders aussehen als sie selbst, sollte diese Frau als erstes mal über ihre Gefühle in diesem Punkt nachdenken.

    Das religiöse Argument hört man sonst nur aus der Union und Religion darf niemals ein Grund sein, Menschen ihre Rechte zu nehmen oder sie auszuschließen.

    2. Wieso sollen Frauen, die Opfer von männlicher Gewalt wurden, durch Trans-Frauen (die oft selbst traumatisiert sind) traumatisiert werden?

    Gerade traumatisierte Frauen, wie wahrlich genug durchgemacht haben, für einen Kampf gegen Transmenschen zu instrumentalisieren, ist unterste Schublade.

    3. Stehen Siege bei sportlichen Wettbewerben jetzt schon über Grundrechten?

    --- ZITAT ---
    Bei trans Kindern und Jugendlichen sehen sie bei einer Genderselbstidentifikation gar "hohe Risiken für ihre soziale und körperliche Gesundheit".
    --- ZITAT ENDE ---

    Die Wissenschaft sagt, dass das genaue Gegenteil der Fall ist. Aber offenbar wollen manche Leute Transmenschen weiterhin bevormunden, statt wissenschaftliche Erkenntnisse zu akzeptieren.

    Übrigens auch interessant, dass dort nur Trans-Frauen thematisiert werden. Trans-Männer, also Männer, die in einem Frauenkörper geboren wurden, kommen nicht vor. Das zeigt schon wieder die einseitige Sichtweise.

    Auf solche kruden Thesen a la J.K. Rowling hört die Mehrheit der Grünen hoffentlich nicht.
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#2 AbdriftenAnonym
  • 18.10.2020, 14:53h
  • Verschwörungstheorien scheinen immer mehr um sich zu greifen.

    Das Abdriften der Urheber ist erfahrungsgemäß nicht aufzuhalten. Aber das macht sie nicht weniger gefährlich. Die Grünen sollten auch überlegen, ob sie Leute mit solch transfeindlichen Positionen noch in ihren Reihen haben wollen.
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#3 HyenadykeProfil
  • 18.10.2020, 15:27hKöln
  • Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis das jetzt auch hier losgehen würde. Und siehe da, jetzt kommen sie immer mehr und laut und verlogen wie immer aus ihren Löchern gekrochen.

    Die vergebene Mühe, auf die vorgeblichen "Argumente" einzugehen, spar' ich mir. Diese sind eh' nur vorgeschoben - in Wirklichkeit geht es dieser Person (und allen Anderen) nur um folgende Aussage:
    "Ich finde trans Frauen ekelig und möchte mich nicht ekeln. Darum muss sich jetzt die ganze Welt nach meinem Willen richten. Wenn sie das nicht tut, werfe ich mich auf den Boden und schreie so lange, bis ich meinen Willen bekommen."

    Solchen Personen muss eins ganz klar gemacht werden: Ihr habt kein Recht, anderen Menschen vorzuschreiben, wie sie sich selber sehen und empfinden zu haben. Ihr könnt es sowieso nicht beeinflussen. Und auch wenn euch die Existenz von trans (und inter) Personen noch so gegen den Strich geht, sie existieren trotzdem.

    Ach ja, wenn Frauen, trans oder cis oder wie auch immer, übergriffig werden sollten, dann müssen diese dafür auch die Konsequenzen tragen - wie immer und überall!
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#4 Braungrün-WatchAnonym
  • 18.10.2020, 15:36h
  • Antwort auf #2 von Abdriften
  • Nicht nur diese Urheber*innen sind rechtsaußen-auffällig, die gesamten Grünen sind längst in großen Teilen abgedriftet, und sei es, weil sie gegen solche Leute eben nicht per Parteiausschlussverfahren vorgehen.

    Im Gegenteil: Vielmehr lassen die Grünen ihre Palmers, Kretschmanns und Engelkes gewähren, weil sie ihnen entsprechende rechte Wähler*innenstimmen zuspülen. "Mutter Erde" hat eben nicht nur einen grünen Anklang ...

    Braun ist das neue Grün.
    Unwählbar für mich.
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#5 WahrheitIstRelativAnonym
  • 18.10.2020, 15:38h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • Es führt zu nichts, einfach alle Argumente für Schwachsinn zu erklären. Das ist einfach nur stur und bewirkt das Gegenteil. Es müssen Lösungen für Sportwettkämpfe gefunden werden und es gibt etliches, was traumatisierend für Menschen sein kann, die Gewalt erlebt haben. Das können Farben, Rituale, Orte... oder eben auch Geschlechtsteile sein- auch wenn der Eigentümer da nichts für kann. Dies zu Gunsten von Transrechten zu ignorieren wird Menschen gegen Transmenschen aufstacheln. Besser ist es, nach Lösungen zu suchen, das alle Frauen in Frauenhäuser können, aber auch auf alle traumatischen Erlebnisse Rücksicht genommen wird.
    Und dann nochmal mein Verweis auf das kürzliche Thema mit dem Transmann, der an einem Schönheitswettbewerb teilnehmen wollte und wo dann diskutiert wurde, was schwule Transmänner in Darkrooms zu suchen hätten und wie das schwule Cismänner "traumatisierten" würde, wenn sie dort auf eine Vagina stoßen...... Also, wer A sagt, muss auch B sagen!
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#6 frankausmucAnonym
#7 NachfrageAnonym
  • 18.10.2020, 16:14h
  • Antwort auf #5 von WahrheitIstRelativ
  • "Das können Farben, Rituale, Orte... oder eben auch Geschlechtsteile sein-"

    Es kann gut sein, dass manche traumatisierten Frauen z. B. von grünen Kleidungsstücken getriggert werden. Besteht die Lösung jetzt darin, grüne Kleidung in allen Frauenhäusern zu verbieten? Oder besser noch, im ganzen öffentlichen Raum? Und dann natürlich auch alle anderen Farben, schwarz und weiß, und dann alle Gerüche? Wird schwierig...

    Und was genau stellst du dir eigentlich vor, was trans Frauen tun, wenn sie in ein Frauenhaus gehen müssen? Dass sie da ihren Penis herumzeigen (sofern überhaupt vorhanden)?

    Sorry, das sind keine echten Probleme und auch keine Sorge um Traumatisierte. Das ist total realitätsferner Bullshit, nur um irgendein Angst-Szenario an die Wand zu malen. Auf Kosten von Frauen, deren Rechte hier auf infame Weise zur Disposition gestellt werden.
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#8 PeteAnonym
  • 18.10.2020, 16:18h
  • Antwort auf #4 von Braungrün-Watch
  • So ein Quatsch. Das ist die einzige Partei, die überhaupt und immer wieder für Selbstbestimmung und unsere Rechte kämpft. Einzelne Personen zu kritisieren, ist ja in Ordnung, aber so ein Gerede von "Braungrünen" oder dass einer wie Palmer repräsentativ für die Partei sei ist einfach nur völlig realitätsfremdes Propagandageschwurbel.
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#9 DorfkircheAnonym
  • 18.10.2020, 16:23h
  • Antwort auf #5 von WahrheitIstRelativ
  • Hallo!
    Es geht hier nicht um traumatisierte Cissen weil im Darkroom eine Vagina war.
    Traumatisiert werden wird eher der arme Transmann ohne Penis.
    Er sollte sich den Aufenthalt dort ersparen.
    Wenn schwule Männer auf Vaginas treffen, werden wohl die Wenigsten deswegen einen Aufstand machen, aber die meisten werde sofort jegliche sexuelle Handlung abbrechen.
    Und dann kommen im Nachgang die die hier erhobenen Vorwürfe, man wäre ja in der Schwulenszene transfeindlich.
    Abneigung vor einem Geschlechtsorgan, dass man unerotisch findet, ist keine Transfeindlichkeit.
    Die Frauen im Frauenhaus, die verständlicherweise Angst vor Männern haben, da muss man vielleicht ein wenig Rücksicht nehmen und viel aufklären.
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#10 Vic1Anonym
  • 18.10.2020, 16:52h
  • Ich habe mir den Antrag von Frau Engelken durchgelesen und muss sagen, dass sie wirklich recht hat. Ich fand die Vorlage für das SelbstBestG früher auch erst mal gut, dann hab ich sie mir aber genauer durchgelesen und da wird ziemlich viel durcheinandergeworfen und vieles bleibt ungeklärt.
    Wenn wir Toleranz und Akzeptanz für Trans*personen in der Gesellschaft wollen, dann müssen solche Gesetze besser durchdacht werden. Sonst können wir wirklicher Transfeindlichkeit nicht entgegentreten.
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#11 Carsten ACAnonym
  • 18.10.2020, 17:02h
  • Radikale Feministinnen verwechseln immer zwei Dinge:

    1. Sie verwechseln einen vernünftigen, gerechtfertigten Feminismus, der Frauen fördert, schützt und vor Diskriminierung bewahrt mit einem radikalen Feminismus, der alles ablehnt, was nicht per Geburt weiblich ist.

    Das ist eine Besessenheit von Geburtsmerkmalen, die man gerade in Deutschland nicht an den Tag legen sollte. So eine genetische Diskussion hatte Deutschland in seinen düstersten Zeiten, die brauchen wir nicht nochmal.

    2. Sie verwechseln Transmenschen mit Transvestiten, Dragqueens, Travestiekünstlern, o.ä.

    Sie reden immer von Männern, die sich als Frauen ausgeben. Dabei geht es um Frauen, die in einem Männerkörper waren oder sind. (Und die sich ja oft genug dann in geschlechtsangleichenden OPs, mit Hormonbehandlungen, etc. ihrem wahren Geschlecht anpassen.)

    Glauben die wirklich, dass Transmenschen nichts besseres zu tun haben, als auf Frauen loszugehen, sie zu schlagen, zu vergewaltigen, o.ä.?

    Oder glauben die ernsthaft, dass notgeile Hetero-Männer sich einer Hormonbehandlung unterziehen oder sogar umoperieren lassen, um dann in Frauenhäuser zu stürmen und sich dort an Frauen ranzumachen?

    Sorry, aber diese hanebüchenen Argumente sind nur der verzweifelte Versuch, den eigenen Hass auf Transmenschen irgendwie zu rechtfertigen und deren weitere Diskriminierung vermeintlich zu begründen.

    Solche Positionen sind nicht nur arrogant, ignorant, hasserfüllt und gefährlich, sondern schlichtweg dumm.
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#12 Taemin
  • 18.10.2020, 17:04h
  • Ich habe selten so viel Unsinn gelesen. Was soll das z.B. sein - ein Mann, der sich als Frau identifiziert? Ein Mensch ist Frau, Mann oder zwischengeschlechtlich/nichtbinär. Auch "identifiziert" sich niemand selbst. Jemand stellt nur fest, was jeweils zutrifft. Nur der Mensch selbst kann das wissen. Und das ist dann zu akzeptieren. Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau und nicht ggf. "ein Mann, er sich als Frau identifiziert". Das nimmt sie so wahr und lebt danach. Dieses Geschwätz grüner Ewiggestrigerinnen liegt sehr nahe an Aussagen, die wir von der AfD kennen. Da kann wer Geschlechtsidentität und Travestie nicht unterscheiden. Und dann auch noch der Verweis auf die Religion! Geht's noch??? Da wird der Rückwärtsgang in die Fünfziger eingelegt.
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#13 Carsten ACAnonym
  • 18.10.2020, 17:06h
  • Antwort auf #8 von Pete
  • Ich stimme Dir zwar absolut zu, dass solche Personen oder auch die Palmers, Salomons, etc. dieser Partei nicht repräsentativ für die Grünen insgesamt sind.

    Dennoch muss auch die Frage erlaubt sein, warum es von der Mehrheit der Grünen, die das komplett anders sehen, nicht viel mehr und viel massiveren (auch öffentlichen) Widerspruch gibt. Oder sogar ein Parteiausschlussverfahren, wenn Leute so offensichtlich grünen Zielen und dem Parteiprogramm widersprechen und sogar Aussagen tätigen, die Hass schüren.

    Auch wenn die Mehrheit der Grünen diese Positionen nicht teilt, so müssen dennoch diese Fragen erlaubt sein. Denn wenn dasselbe von anderen Parteien käme, wären die Grünen die ersten, die das (zu Recht) lautstark kritisieren würden. Aber wenn sowas in der eigenen Partei passiert, halten die sich immer sehr bedeckt.
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#14 transFrauAnonym
  • 18.10.2020, 17:17h
  • Hat sich endlich eine (passende Vokabel für sich einfügen) gefunden, die das Thema jetzt auch bei uns pusht? Es gibt kein objektives Kriterium für die Eigenschaft trans, weil sie in den Netzwerken des Gehirns erzeugt wird. Dahin reicht kein MRT, es gibt keine biochemischen Marker oder sonstwas. Wer überprüfen will, ob ein Mensch, der sagt, dass er/sie trans ist, fordert eine Befragung, die dem Befrager Macht über die Lebensverhältnisse der Befragten gibt und diese dadurch demütigt. Wer das will, sagt damit dass trans Menschen icht geglaubt werden soll, ja, dass sie lügen. Wenn das nicht transfeindlich ist, dann weiß ich nicht, was "feindlich" bedeuten soll. Um Judith Butler zu zitieren: "It is a sad day when some feminists promote the anti-gender ideology position of the most reactionary forces in our society."
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#15 Taemin
  • 18.10.2020, 17:21h
  • Antwort auf #10 von Vic1
  • Über einzelne Formulierungen im Gesetzestext lässt sich streiten und da will ich an manchen Stellen Verbesserungsbedarf nicht leugnen. Aber das ist nicht der Punkt. Diese Bremserinnen stellen sich bewusst dumm. indem sie zu glauben vorgeben, dass es um Männer gehe, die im Schutze vorgespiegelter falscher Geschlechtsidentität Frauen belästigen wollen. Es geht aber um Frauen, die Frauen sind und als Frauen anerkannt werden und leben wollen. Mich erinnert das Ganze an den idiotischen Spruch, man habe ja nichts gegen Schwule, aber sie sollen sich als solche unsichtbar halten - oder man habe nichts gegen Schwule, so lange sie einen in Ruhe lassen mit ihrem Schweinkram. Hier feiert innerhalb der Grünen jene rechte Haltung fröhliche Urständ, die in der Anerkennung der Rechte von Minderheiten stets eine Bedrohung der Mehrheit sehen will. Und noch was - was ist das eigentlich für ein Frauenbild, das Frauen immer als bedrohte schutzbedürftige wehrlose Wesen sehen will, in jeder Situation Männern unterlegen und automatisch Opfer? Geht es nicht ein bisschen selbstbewusster?
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#16 Nicht kapiertAnonym
  • 18.10.2020, 17:24h
  • "Aber derartige Gefühle von Frauen pauschal als transfeindlich zu bezeichnen, ist letztlich nichts anderes als frauenfeindlich."

    Und Transmenschen in die Nähe prügelnder und vergewaltigender Männer zu bringen und sie unter Generalverdacht eines Missbrauchs zu stellen, ist nicht nur transfeindlich, sondern menschenverachtend.

    Damit ist diese Frau viel frauenfeindlicher als es ihre Kritiker oder Transmenschen je sein könnten. Denn sie tut so, als seien Frauen das kleine Dummchen, die sogar noch vor Trans-Frauen geschützt werden müssten, damit sie nicht auf sie reinfallen.

    Selten so einen Schmarrn gehört.
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#17 Falsche VorbilderAnonym
  • 18.10.2020, 17:27h
  • "Auch Engelken beruft sich in einem Blog-Beitrag auf Rowling, die ihr die Augen geöffnet habe."

    Wenn man sich solche Leute als Vorbilder wählt, frage ich mich, welche Aussagen als nächstes kommen?

    Dass Corona eine Verschwörung ist, weil Bill Gates in Impfstoffen Nano-Prozessoren in Menschen injizieren will, um sie zu kontrollieren?

    Oder dass die Clintons, die Obamas und halb Hollywood Kinder entführen, um ihr Blut zu trinken und ewig zu leben?

    Oder welche kruden Thesen kommen wohl als nächstes?
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#18 Gut erkanntAnonym
  • 18.10.2020, 17:30h
  • Antwort auf #12 von Taemin
  • "Da kann wer Geschlechtsidentität und Travestie nicht unterscheiden. Und dann auch noch der Verweis auf die Religion! Geht's noch??? Da wird der Rückwärtsgang in die Fünfziger eingelegt."

    Volle Zustimmung.

    Besser kann man es nicht zusammenfassen.

    Es fehlt nur noch der Hinweis, dass das alles pfui und Schweinkram sei und dass das auch nicht gottgefällig sei. Vielleicht kann diese Gruppe ja beim entsprechenden Antrag ein Kruzifix hochhalten und für den verirrten Rest ihrer Partei beten.
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#19 FennekAnonym
  • 18.10.2020, 17:46h
  • Antwort auf #14 von transFrau
  • >>>>> Um Judith Butler zu zitieren: "It is a sad day when some feminists promote the anti-gender ideology position of the most reactionary forces in our society." <<<<<

    Ich würde sogar noch weiter gehen als Judith Butler und sagen, dass solche Personen gar keine Feministinnen sind, sondern letztlich sogar frauenverachtend sind. Denn letztlich bestätigen sie die Argumentationslinien der ultra-konservativen Reaktionären, die diese auch gegen die Gleichstellung von Frauen einsetzen.

    Widerlich, sowas lesen zu müssen.

    Auf die Vielfalt...
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#20 EinAnonymerNickAnonym
  • 18.10.2020, 18:11h
  • Antwort auf #5 von WahrheitIstRelativ
  • Du kannst schon darauf vertrauen, dass die Menschen, die Frauenhäuser betreuen, sich auch darüber Gedanken machen, wen sie aufnehmen, und mit wem diese Frauen im FH zusammenkommen. Keine Frau, egal ob bio oder trans spaziert dort einfach so hinein. Wer solche Gefahren erfindet, will nicht weniger, als andere Menschen über Emotionen zu manipulieren und für seine Absichten einspannen.
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#21 TimonAnonym
  • 18.10.2020, 18:21h
  • Mit exakt derselben Argumentation, mit der da Transfrauen diskriminiert werden, könnte man auch Frauen, die von Geburt an eine Vagina haben, diskriminieren.

    Und was ist eigentlich mit intergeschlechtlichen Menschen? Wo sollen die dann zu gehören? Oder dürfen die gar nicht am gesellschaftlichen Leben teilhaben und müssen sich zu Hause einschließen?
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#22 TimonAnonym
  • 18.10.2020, 18:27h
  • Antwort auf #20 von EinAnonymerNick
  • Richtig, mit derselben Argumentation konnte man zum Beispiel auch eine butche Lesbe, die Gewaltopfer ist, aus einem Frauenhaus ausschließen, weil die vielleicht mit ihrem Aussehen und ihrer Art andere Frauen an Männer erinnern könnte.

    Oder vielleicht auch maskulin wirkende Heterofrauen.

    Das hat alles nichts mit Feminismus zu tun, sondern ist dessen Pervertierung, um ganz andere Ziele zu erreichen.
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#23 HannahDDAnonym
  • 18.10.2020, 18:30h
  • Was mich in diesem Zusammenhang maßlos wundert und entsetzt ist die Tatsache, dass auch bei den Grünen mittlerweile Leute agieren, die sich wie der letzte AfDler im Stadtrat benehmen. Sie bekommen wieder und wieder Informationen, die durch Studien und weitere wissenschaftliche Methoden untermauert sind und... blubbern weiterhin den gleichen Schwalm, den sie vorher schon getrötet haben.
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#24 goddamn liberalAnonym
#25 RebeccaProfil
  • 18.10.2020, 21:39hBerlin
  • Diese TERFs wissen nicht, was eine Transfrau alles durchmacht, bis sie die Hormonbehandlung bekommt und was die bewirkt.

    Bisher: 2 x Gutachter/innen überstehen, den Richter/in überstehen und sich in begleitende Therapie begeben.

    Glauben die TERFs echt, daß so eine Person in ein Frauenhaus kommt, um dann CIS-Frauen irgendwie zu belästigen ?

    Glauben die wirklich, daß die Hormone zwischen den Beinen nichts bewirken ?

    Glauben die wirklich eine Transfrau will nur deswegen Transfrau sein um dann CIS-Frauen zu überfallen oder sonst etwas mit ihnen zu machen ?

    Es mag so etwas geben, aber mir ist kein einziger Fall bekannt, denn ich bin selbst eine Transfrau.
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#26 N8EngelProfil
#27 LelouchAnonym
  • 18.10.2020, 22:44h
  • Zum einen sucht sich niemand aus inter* und trans zu sein. Zum anderen - eine Frau ist eine Frau, egal ob nun cis oder trans.

    Diese ganzen Argumente, die Terfs vorbringen sind auch für cis Frauen schädlich, die gender non konform sind bzw. maskuliner wirken. Zum Thema man ist transfeindlich, weil man nicht auf bestimmte Körperteile steht - Nein, das behaupten die wenigsten trans Menschen. Allerdings ist ein trans oder inter* Mann genauso schwul, wie ein schwuler cis Mann und es gibt auch cis Männer, die kein Problem mit einer Vagina haben. So was hat halt was mit Präferenzen zu tun. Ich kenne auch genug schwule Männer, die bspw. nicht auf feminine cis Männer stehen. Allgemein gibt es in der Gay Szene teils einen ziemlichen Femmehass, damit meine ich weniger die Präferenzen, sondern eine regelrechte Diskriminierung von femininen Männern oder Abwertung ihrer schwulen Identität.

    Das sind bspw. Probleme in der Lgbtiqa+ Community, die sichtbarer werden müssten. Auch intersex Erasure und eben internalisierte Transfeindlichkeit, z.Bsp. wenn binäre trans Personen nichtbinäre als invalide darstellen. Terfs fördern diesen Hass zum Teil sogar noch und sorgen für Unruhen, denn sie stehen Aufklärung im Weg.
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#28 UnterschiedAnonym
  • 18.10.2020, 23:52h
  • Antwort auf #24 von goddamn liberal
  • Naja, es ist aber schon ein Unterschied, ob man ein Parteiamt hat, was Palmer bei den Grünen nicht hat, oder ob man vom Wähler ein politisches Mandat hat, was Palmer hat.

    Man kann ja nicht als Partei ein vom Wähler gegebenes politisches Mandat jemandem wegnehmen. Das wäre nicht nur undemokratisch, sondern rechtlich gar nicht möglich.

    Insofern ist das von Dir beschriebene "hohe Amt" ja ein Mandat und kein Parteiamt. Im Übrigen ist ja Oberbürgermeister einer Stadt gar kein so hohes und bedeutendes Amt. Palmer schafft es nur, sich immer wieder ins Gespräch zu bringen und will das wohl auch. Sonst würde doch niemand den Bürgermeister dieses Ortes kennen.
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#29 ShirKhanAnonym
  • 19.10.2020, 01:52h
  • Antwort auf #25 von Rebecca
  • Danke Rebecca, dass du mal ganz klar, was Betroffene alles über sich ergehen lassen müssen, womit auch Fr. Engelken und alle ihren Mitredner mal die Grundlage entzogen wird.

    und an alle die jetzt grade gegen die Grünen hetzen. Es gibt in jeder Partei lautstarke schwarze Schafe, für die sich fast alle Parteimitglieder schämen. Doch es ist gar nicht so einfach diese loszuwerden. Nur mal zum Beispiel Thilo Sarrazin, der ist jetzt nach mehreren Instanzen nach ZEHN Jahren aus der SPD ausgeschlossen worden. Ähnliches haben die Grünen mit Boris Palmer vor sich. Und im Fall von Eva Engelken müssten erst mal ein parteischädigendes Verhalten juristisch nachgewiesen werden. Obwohl sie dafür eindeutlich eine perfekte Grundlage geschaffen hat.

    Wir sollten zwar gegen solche Menschen vorgehen, allerdings dabei nie die Betroffenen vergessen, über die meistens nur gesprochen wird.
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#30 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 19.10.2020, 02:51h
  • Antwort auf #5 von WahrheitIstRelativ
  • "Also, wer A sagt, muss auch B sagen!"

    Ganz Deiner Meinung, möchte nur ergänzend etwas bemerken: In der Community scheint, so mein Eindruck, in den letzten Jahren sich, sowohl bei Schwulen, als auch bei Lesben, sich eine Abgrenzung zu transsexuellen Lesben und Schwulen abzuzeichnen. Als Verbündete gebraucht, als Freunde, Lover oder Partner/in eher abgelehnt. Wenn man jemand als Mann oder Frau akzeptiert, dann bitte ganz!
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#31 Taemin
  • 19.10.2020, 09:37h
  • Es ist erschreckend, mit welcher Ignoranz sogar Leute, die es besser wissen sollten, dem Thema Transidentität gegenüberstehen. Da ist z.B. ein bekannter Münchner Chirurg, der geschlechtsangleichende Operationen durchführt und trotzdem -wie es in den 70ern üblich war- noch immer von "Geschlechtsumwandlung" und von "Männern, die Frauen werden wollen" bzw. "Frauen, die Männer werden wollen", spricht. Solche mit der Weihe der medizinischen Kompetenz gemachte Aussagen sind schlicht gefährlicher Unsinn, gerade wenn sie von Leuten getroffen werden, die doch eigentlich auf der "richtigen" Seite stehen. Wenn es um Transidentität geht, ist die behutsame und richtige Wortwahl von allergrößter Wichtigkeit.
  • Antworten » | Direktlink »
#32 goddamn liberalAnonym
  • 19.10.2020, 09:39h
  • Antwort auf #28 von Unterschied
  • "Naja, es ist aber schon ein Unterschied, ob man ein Parteiamt hat, was Palmer bei den Grünen nicht hat, oder ob man vom Wähler ein politisches Mandat hat, was Palmer hat."

    Sarrazin hatte weder das eine noch das andere und wurde trotzdem aus der SPD ausgeschlossen.

    Spannend ist, wie schnell der übersteigerte grüne Kirchentagsmoralismus relativiert wird, wenn es um rassistische Rechtsausleger aus dem eigenen Lager geht.

    Dasselbe scheint auch für andere Formen des Ressentiments zu gelten.
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#33 Taemin
  • 19.10.2020, 10:55h
  • Antwort auf #32 von goddamn liberal
  • Rückständige Ewiggestrige gibt es bei den Grünen immer mal wieder. Man denke an Antje Vollmer, immerhin eine Zeitlang Bundestagsvizepräsidentin, die 2004 gegen die Einfügung der Stiefkindadoption in das damalige Lebenspartnerschaftsgesetz agitierte und dabei "Argumente" vortrug, die üblicherweise von weiter rechts kommen, als die Grünen gerne stehen möchten.
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#34 SneakyAnonym
  • 19.10.2020, 11:06h
  • Antwort auf #8 von Pete
  • Wie sehr die grüne Engelken für LGBT*IQ eintritt - oder Palmer oder Kretschmann - müssen wir ja leider in dem Artikel lesen.

    Dass du keine substanziellen Argumente vorbringen kannst, sondern nur Getöse, zeigt ja ganz klar, wer hier Parteipropaganda schwurbelt.
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#35 Daddy CoolAnonym
  • 19.10.2020, 12:51h
  • Das Problem ist der bei den Grünen offenbar zunehmende Bodensatz toxischer Feministinnen und offenbar fehlt der Gesamtpartei bislang jegliches Gespür für ihre gesellschaftsspaltende Wirkung.

    Das gilt nicht nur für die Transfeindlichkeit, wie sie der Artikel beschreibt.

    Seit mehreren Jahren ist grüner Konsens (!), dass Kinder in Regenbogenfamilien von zwei Müttern abstammen können und sollen. Das ist nicht nur biologischer Nonsens, sondern auch ein klarer Verstoß gegen die UN-Kinderrechtekonvention, die das Recht jedes Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft und auf Betreuung durch seine leiblichen Eltern beinhaltet.

    Regenbogenpapas, die Verantwortung für ihr Kind übernehmen wollen, werden von den Grünen zu "Samenspendern" degradiert und aus der Elternschaft herausdefiniert. Sie sollen künftig nicht mehr gefragt werden, ob sie einer Stiefkindadoption zustimmen wollen, das soll die leibliche Mutter nach eigenem Gutdünken entscheiden dürfen.

    Die toxische Feministin und Justizministerin Lambrecht (SPD) hat sich diese ursprünglich Grüne Forderung mit ihrem unsäglichen Gesetzentwurf zu Eigen gemacht.

    Übrigens sind die Pläne der Grünen und der Justizministerin zum Abstammungsrecht nicht nur für Cis-Regenbogenpapas völlig ungeeignet, sondern auch für Transelternteile.
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#36 ZynischAnonym
  • 19.10.2020, 12:56h
  • Engelkens gesamte Argumentation fußt auf der zutiefst transfeindlichen Annahme, trans Frauen seien Männer und könnten niemals als Frauen angesehen werden. Zur Einordnung, auf welchen zynischen Bahnen sie denkt, ein Zitat aus ihrem Blog (in der Annahme, dass da nicht viele selbst hingeschaut haben):

    "1. Aus verfassungsrechtlicher Frage [sic] wäre die erste Frage: Ist es für das Selbstbestimmungsrecht von Trans*, Inter*- und Transsexuellen Menschen überhaupt nötig, dass sie ihren Personenstand ändern dürfen? Sprich, hilft es Trans*menschen, ihr Selbstbestimmungsrecht zu verwirklichen, wenn man jeden Mann, der sagt, er sei eine Frau, rechtlich als Frau gelten lässt?
    2. Die zweite Frage wäre: Ist es für das Selbstbestimmungsrecht von Trans* erforderlich, den Schutz von Frauenrechten und Frauenräumen auszuhebeln, indem man jedem [sic] Mann hineinlässt, der sagt, er sei eine Frau?
    3. Die dritte Frage wäre: Ist dieser Eingriff in Frauenrechte von seiner Schwere her angemessen im Vergleich mit dem Anliegen von Trans*menschen, ihr Geschlecht durch die reine Selbsterklärung ändern zu können?"

    Da werden keine "Details" des Personenstandsgesetzes verhandelt. Da werden SÄMTLICHE trans Rechte in Frage gestellt und zur Bedrohung für "echte" Frauen erklärt. Der Zynismus gipfelt darin, mit dieser zutiefst transfeindlichen Hetze nicht als transfeindlich gelten zu wollen.

    Die Grünen müssen handeln und sich dazu erklären. Das können sie nicht einfach aussitzen und wegschweigen.
  • Antworten » | Direktlink »
#37 NachfrageAnonym
  • 19.10.2020, 13:29h
  • Antwort auf #35 von Daddy Cool
  • "Seit mehreren Jahren ist grüner Konsens (!), dass Kinder in Regenbogenfamilien von zwei Müttern abstammen können und sollen. Das ist nicht nur biologischer Nonsens, sondern auch ein klarer Verstoß gegen die UN-Kinderrechtekonvention, die das Recht jedes Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft und auf Betreuung durch seine leiblichen Eltern beinhaltet."

    Dass der Ehemann der Mutter völlig unabhängig davon, ob er das Kind selbst gezeugt hat, automatisch rechtlicher Vater ist, ist dann aber auch "biologischer Nonsens". Die Kinder nicht-zeugender Ehemänner erfahren vermutlich noch viel seltener, wer ihr biologischer Vater ist, als die Kinder lesbischer Mütter. Damit hast du kein Problem?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#38 Daddy CoolAnonym
  • 19.10.2020, 14:42h
  • Antwort auf #37 von Nachfrage
  • Doch, damit habe ich auch ein Problem. Abstammung sollte künftig, wie das Wort schon sagt, der genetischen Elternschaft folgen.
    Genau das fordern Vereine wie Spenderkinder, bei denen Kinder verzweifelt ihren leiblichen Vater suchen. Auch Väterverbände schlagen das vor.
    Im Übrigen stimmt dein Vergleich von rechtlicher Mit-Mutterschaft und rechtlicher Vaterschaft auch nicht. Denn die Gesetzeskommentare und die Rechtsprechung setzen bei der rechtlichen Vaterschaft grundsätzlich eine "Vaterschaftsvermutung" voraus. Das ist bei der Mit-Mutter nie der Fall.
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#39 NachfrageAnonym
  • 19.10.2020, 15:28h
  • Antwort auf #38 von Daddy Cool
  • "Abstammung sollte künftig, wie das Wort schon sagt, der genetischen Elternschaft folgen."

    Und wie soll das in der Praxis aussehen? Vaterschaftstest nach jeder Geburt? Rechtliche Vaterschaft auch gegen den Willen der Mutter und des zweiten sozialen Elternteils? Ganz so einfach ist die Sache ja nun nicht.

    Davon abgesehen: Es geht hier gerade um Transfeindlichkeit gegen vorwiegend trans Frauen. An einem weiteren Derailing in Richtung "Väterrechte" werde ich mich nicht beteiligen.
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#40 SybilleAnonym
#41 Alexander_FAnonym
  • 19.10.2020, 21:50h
  • Ich habe mir mal erlaubt, das Manifest auf der Seite von Frau Engelke zu lesen. Ich kann danach sagen, dass sie auf bestem Wege zu den Blauen ist und sie sich ihren Shitstorm redlich verdient hat. Solche Aussagen von jemandem in einer Partei, die eigentlich eher der Linken zuzuordnen ist, machen mich echt sprachlos.
    Nur als kleine kleine Kostprobe:

    "Aus verfassungsrechtlicher Frage wäre die erste Frage: Ist es für das Selbstbestimmungsrecht von Trans*, Inter*- und Transsexuellen Menschen überhaupt nötig, dass sie ihren Personenstand ändern dürfen? Sprich, hilft es Trans*menschen, ihr Selbstbestimmungsrecht zu verwirklichen, wenn man jeden Mann, der sagt, er sei eine Frau, rechtlich als Frau gelten lässt?"
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#42 Svetlana LAnonym
  • 20.10.2020, 07:59h
  • "Die Begründung für das Selbstbestimmungsgesetz ist (...) dass die unerträgliche Bevormundung von Trans*-, Inter*- und Transsexuellen Menschen beendet werden müsse. (...) Wenn man diese Bevormundung dadurch beendet, dass man Frauen vorschreibt, Männer aufzunehmen, bevormundet man Frauen."

    Im Entwurf für das Selbstbestimmungsgesetz habe ich nirgendwo eine Passage gefunden, die verlangt, dass Frauenschutzräume für Männer geöffnet werden sollen. Hier wird das Problem erkennbar, dass Frau Engelken (und andere TERFs) sich strikt weigern, zwischen cis-männlich und trans-weiblich zu unterscheiden. Das und auch der Aufbau von pauschalisierenden Feindbildern, das Schüren von Ängsten usw. ist in meinen Augen TERF in Reinkultur.

    "Man könnte die Frage stellen, warum der bürokratische Akt der Personenstandsänderung notwendig ist."

    Das hat das Bundesverfassungsgericht im Urteil zur "Dritten Option" schon umfassend erläutert: "Das allgemeine Persönlichkeitsrecht schützt danach auch die geschlechtliche Identität (...), die regelmäßig ein konstituierender Aspekt der eigenen Persönlichkeit ist. Der Zuordnung zu einem Geschlecht kommt für die individuelle Identität unter den gegebenen Bedingungen herausragende Bedeutung zu; sie nimmt typischerweise eine Schlüsselposition sowohl im Selbstverständnis einer Person als auch dabei ein, wie die betroffene Person von anderen wahrgenommen wird. Die Geschlechtszugehörigkeit spielt in den alltäglichen Lebensvorgängen eine wichtige Rolle: Teilweise regelt das Recht Ansprüche und Pflichten in Anknüpfung an das Geschlecht, vielfach bildet das Geschlecht die Grundlage für die Identifikation einer Person, und auch jenseits rechtlicher Vorgaben hat die Geschlechtszugehörigkeit im täglichen Leben erhebliche Bedeutung. Sie bestimmt etwa weithin, wie Menschen angesprochen werden oder welche Erwartungen an das äußere Erscheinungsbild einer Person, an deren Erziehung oder an deren Verhalten gerichtet werden."
    Das muss also nicht wieder von vorne durchgekaut werden.
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#43 MaxiAnonym
  • 20.10.2020, 10:38h
  • Antwort auf #10 von Vic1
  • Frau Engelke darf es auf einer öffentlichen Toilette oder sonst wo gerne hier und da bei der Anwesenheit anderer Menschen unwohl sein. Sie darf das auch im Rahmen äußern, wenn es im gesetzlichen Rahmen bewegt. Und hier geht es schon los: In der Begründung ihres Antrages hat sie kein Verständnis dafür, daß Sie keine trans Personen mehr beleidigen darf. Muß sie das tun dürfen? Misgendern, bewußt den falschen Namen benutzen? Müssen Sie das dürfen müssen? Ist das recht haben?.
    Viel schlimmer ist aber, daß sie bei der Behandlung von trans Kindern die aktuellen medizinischen Behandlungsleitlinien sogar ablehnt und über Medilationen polemisiert. Das gefährdet Leben. >Gerne Dt. Ethikrat trans googeln und lernen.
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#44 MaxiAnonym
  • 20.10.2020, 11:03h
  • Diesen Kommentar hat Frau Engelke leider nicht auf ihrer Homepage veröffentlicht:

    Hallo Frau Engelke.
    Für andere Menschen, die Ihren Antrag kommentiert haben, kann ich nicht sprechen. Ich habe Ihnen geschrieben, daß die Argumentation für Ihren Antrag massiv einseitig ist und Sie bei DIESEM speziellen Thema den Biologismus der evangelikalen und rechten Szene übernehmen. Mit aller Polemik, und massiv vorurteilschaffender Pauschalisierungen. Das ist leider so.
    Besonders auffallend ist das auch bei Ihrer Antragsbegründung, zur Behandlung von trans Kindern (auch in Ihren Ausführungen oben):
    Ist der Schutz von Minderjährigen trans* gewährleistet, wenn die schrankenlose Genderselbstidentifikation kommt? In Kombination mit einem vereinfachten Zugang zu schwerwiegenden Hormonbehandlungen und ebenso heftigen Operationen?
    Auch auf DIESE Fragen geben Sie (wie auch Rechte und Evangelikale) vermeintlich kinder-/Jugendfreundliche einseitige, einfache, wenig lösungsorientierte Antworten. Die gibt es aber schon. Und zwar seit Jahrzehnten. Immer wieder weiter entwickelt und heftigst diskutiert. Nicht von Menschen wie Ihnen, die nicht wirklich in der Thematik stecken, sondern von bsw. der WHO, international diskutierenden Expertenrunden und in D von der deutschen med. Leitlinienkommission. Nicht zuletzt auch beim deutschen Ethikrat diskutiert, der das auch mitträgt. Eine einseitige polemische Darstellung (vereinfachter Zugang zu schwerwiegenden Hormonbehandlungen und OPs) ohne inhaltliche Aussagen dieser Gremien zu erwähnen dürfen Sie gerne veröffentlichen. Aber genau das ist eben die Argumentation von Evangelikalen. Das belegt leider auch Ihr Twitter Auftritt, auch mit den Dingen, die Sie retweeten. Und viele Aussagen dort sind nicht nur populistisch sondern schlicht sachlich falsch.
    Warum Sie das tun, kann ich nicht verstehen. Sachlich richtig ist, daß die Selbstaussage von Kindern und Jugendlichen ernst genommen wird, daß für Kinder und deren Eltern breite Aufklärung über tatsächliche Behandlungsrisiken, aber auch Chancen teilweise ÜBER MEHERERE JAHRE stattfindet und es ein Durchwinken wie sie es immer und immer wieder einseitig aus dem sicherlich qualitativ nicht vergleichbaren englischen Gesundheitssystem beschrieben wird, in Deutschland IN KEINER WEISE den med. Leitlinien entspricht. Sachlich richtig ist aber auch, daß es akut stark suizidale Kinder und Jugendliche gibt, bei denen eine solche Medikation in Ausnahmefällen schneller gehen MUß, damit sie am Leben bleiben. Ich vertraue Medizinern, die teilweise seit Jahrzehnten so behandeln oder ihr Wissen und ihre Erfahrungen an jüngere Kollegen weitergegeben haben. Ärzte, die nach med. Behandlungsstandarts behandeln oder Eltern, die ihren Kindern helfen, damit diese vielleicht am Leben bleiben, mit Halbwissen und Polemik zu diskreditieren ist sicher die schlechteste aller Lösungen.
    Zu kritisch?

    Ich habe übrigens auch einige Antragsunterstützer:Innen bei den Grünen zu kontaktieren versucht, um hier der Verbreitung von Einseitigkeit vorzubeugen. Keine der Damen, die unterzeichnet haben, wollte sich (auf diese Art und Weise) über diese Realitäten austauschen, die Männer, die ich kontaktierte, waren da tatsächlich offener.

    Auch interessant finde ich die Tatsache, daß Frau Engelke es scheinbar auf ihrer Homepage vermeidet, Frauen, die hier anders denken, als Feministinnen zu bezeichnen.
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#45 HyenadykeProfil
  • 20.10.2020, 11:50hKöln
  • Antwort auf #44 von Maxi
  • Hallo Maxi,
    warum gibst Du dir die Mühe?
    Menschen wie Frau Engelken wollen nicht diskutieren. Sie wollen beleidigen, spalten und die ganze Welt zwingen, sich ihren Willen zu beugen.
    Sie sind falsch und verlogen.
    Sie sind bösartig.

    Und genau so soll sollten sie auch behandelt werden.
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#46 Anonyma
  • 20.10.2020, 12:40h
  • Antwort auf #41 von Alexander_F
  • "Solche Aussagen von jemandem in einer Partei, die eigentlich eher der Linken zuzuordnen ist, machen mich echt sprachlos."

    Auch im UK haben sich sehr viele linke und liberale Akteur:innen an der TERF-Propaganda gegen trans Menschen beteiligt [1], was dann letztlich dazu führte, dass die geplante Reform des Gender Recognition Act vor wenigen Wochen gestoppt wurde [2] (worüber hier in Deutschland in queeren Medien aber merkwürdigerweise kaum berichtet wurde). Es ist also nicht wirklich verwunderlich, dass sich jetzt auch hier in Deutschland (eigentlich linke) Akteur:innen wie Eva Engelken anschicken, die erfolgreiche TERF-Rhetorik der Kolleg:innen aus dem UK für ihren Kreuzzug gegen trans Menschen zu kopieren. All die Pamphlete, die Frau Engelken auf ihrem Blog zum Thema Trans veröffentlicht hat, sind ja letztlich nichts anderes als ein billiger Abklatsch genau dieser britischen TERF-Rhetorik. Und wenn die Diskussion hier in Deutschland jetzt ähnlich hochkocht wie im UK, dann wird man wohl leider davon ausgehen müssen, dass Engelken und Konsorten mit dieser Rhetorik auch hierzulande erfolgreich sein werden, denn mit dem Anliegen, Frauen und Kinder vor "bösen" trans Frauen (von denen wir durch die jahrzehntelange Darstellung in Film und Fernsehen ja alle wissen, dass sie verkleidete Männer und vor allem gefährlich sind) zu schützen, wird man auch hier viele Verbündete in allen politischen Lagern gewinnen können. Wenn die Diskussion jetzt wie im UK eskaliert, dann wird uns der gesammelte toxische Sondermüll, den Medien, Sexualpsychiatrie und auch Medizin (siehe Kommentar Nr. 31 von Ralph) in den vergangenen Jahrzehnten über trans Menschen veröffentlicht haben, in geballter Form übel auf die Füße fallen, weil wir hier in Deutschland genau wie im UK einfach keine eigenen Narrative haben, die wir diesem Sondermüll entgegensetzen können. Mit den gängigen sexualpsychiatrischen Narrativen über trans Menschen ("Dysphorie" etc.) werden wir jedenfalls alleine schon wegen der sogenannten "Euphemismus-Tretmühle" [3] keinen Blumentopf mehr gewinnen können. Und wenn wir uns dann letztlich auch noch selbst dazu gezwungen sehen, die Unterdrückung durch Gutachten und Zwangstherapien als Rechtfertigung für die eigene Existenz zu benutzen (siehe Kommentar Nr. 25 von Rebecca), dann haben wir endgültig verloren, denn damit torpedieren wir das Ziel der Selbstbestimmung am Ende dann sogar selbst...

    Wenn es irgendetwas gibt, das jetzt unbedingt vermieden werden muss, dann sind das öffentliche Schlammschlachten wie im UK, denn die spielen letztlich ganz im Sinne von "divide et impera" nur den Rechten in die Karten. Und wenn es irgendetwas gibt, das jetzt unbedingt getan werden muss, dann ist das eine gründliche Überarbeitung unserer Narrative zum Thema Trans. Die "Mitleidsschiene" auf Basis sexualpsychiatrischer Transsexualismus-Phantasien, auf der man hierzulande leider noch immer unterwegs ist, kann nur noch in eine Sackgasse führen, in der von Selbstbestimmung dann weit und breit keine Spur zu finden sein wird, denn das Grundübel dieser sexualpsychiatrischen Phantasien, dass trans Frauen "geschlechtlich fehlidentifizierte Männer" und trans Männer "geschlechtlich fehlidentifizierte Frauen" sind, auf das sich auch die gesamte TERF-Rhetorik stützt, wird man selbst mit der kreativsten euphemistischen Verbrämung nicht loswerden (siehe dazu nochmal [3]).

    [1] Laurie Penny hat über die Geschehnisse im UK ein sehr gutes und extrem lesenswertes Essay geschrieben, das sich eigentlich alle, die das Bedürfnis verspüren, sich auf welcher Seite auch immer an diesem hässlich menschenverachtenden "Diskurs" zu beteiligen, gründlich durchlesen sollten:
    medium.com/@pennyred/terf-wars-why-transphobia-has-no-place-
    in-feminism-60d3156ad06e


    [2]
    www.theguardian.com/society/2020/sep/22/uk-government-drops-
    gender-self-identification-plan-for-trans-people


    [3]
    de.wikipedia.org/wiki/Euphemismus-Tretm%C3%BChle
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#47 Katrina_ReichertProfil
  • 20.10.2020, 13:24hDüsseldorf
  • "Männer, die sich als Frau identifizieren, können so missbräuchlich in Schutzräume eindringen, Frauenförderungen und Ämter beanspruchen, ohne dass Frauen sich dagegen wehren können"
    BLABLABLA dieses absolut arschige Strohmannargument wurde schon vor Jahrzehnten als völliger Bullshit entlarvt,

    "Der Zutritt von Menschen mit männlichem Körper könnte religiöse Frauen ausschließen, durch Männergewalt traumatisierte Frauen in Frauenhäusern retraumatisieren und Sportlerinnen den Sieg und die Gesundheit kosten"
    Nur dann, wenn sie sich absolut übergriffiger Weise für die Genitalien der Frau neben sich interessieren. Noch so ein Strohmannargument.

    "Bei trans Kindern und Jugendlichen sehen sie bei einer Genderselbstidentifikation gar "hohe Risiken für ihre soziale und körperliche Gesundheit"."
    Ja genau. Aber Gatekeeping schadet trans Kindern und Jugendlichen überhaupt nicht, gell?
    Darf's noch ein Fässchen Bootslack sein? Das erste hat scheinbar vortrefflich gemundet.

    "Auch Engelken beruft sich in einem Blog-Beitrag auf Rowling, die ihr die Augen geöffnet habe. "
    Wie man sich bettet, so liegt man. Misogyner Abschaum.

    "Aber derartige Gefühle von Frauen pauschal als transfeindlich zu bezeichnen, ist letztlich nichts anderes als frauenfeindlich."
    Und wieder Bullshit. Wer Frauen aus Frauenräumen ausschließt, weil sie trans sind, ist ein LEHRBUCHBEISPIEL für Transfeinlichkeit.
    SIE ist frauenfeindlich, weil sie Frauen ausschließt.

    Und wer jetzt rumheult, von wegen, ich hätte die Dame beleidigt:
    Nope. Ich sage nur die Wahrheit.
    Durch ihre frauenfeindlichen Äußerungen (Transmisogynie IST Misogynie!) ist SIE es, die die Rechte von Frauen angreift.
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#48 KaiJAnonym
#49 Katrina_ReichertProfil
#50 Katrina_ReichertProfil
  • 20.10.2020, 14:19hDüsseldorf
  • Was mich an der Stelle echt mal interessieren würde:
    Hat Frau Engelken schon Mitgliedschaftsantragsformulare von CDU/CSU und AfD bekommen?
    Dort dürfte man über den Grad ihrer Realitätsverweigerung sehr erbaut sein.
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#51 Anonyma
  • 20.10.2020, 14:57h
  • Antwort auf #48 von KaiJ
  • "Den Antrag werden die Grünen wegstimmen."

    Davon ist auszugehen, weshalb es auch gar keinen Sinn macht, sich jetzt öffentlich auf Facebook, Twitter etc. in irgendwelche Schlammschlachten mit Frau Engelken und ihren Unterstützer:innen zu verstricken. Nochmal: Im UK haben diese Schlammschlachten dazu geführt, dass die geplante Reform des Gender Recognition Act gestoppt wurde. Wenn wir das hier in Deutschland vermeiden wollen, dann sollten wir aus den Fehlern, die im UK gemacht wurden, lernen - ganz besonders deshalb, weil das Selbstbestimmungsgesetz der Grünen im Bundestag mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sowieso mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und AfD abgelehnt werden wird... Es macht einfach keinen Sinn, sich in sinnlose Kämpfe zu verstricken, die am Ende nur verbrannte Erde hinterlassen, während man die wirklich wichtigen Baustellen (nochmal: gründliche Überarbeitung unserer Narrative zum Thema Trans) brach liegen lässt.
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#52 Kein SchwammdrüberAnonym
  • 20.10.2020, 14:59h
  • Antwort auf #48 von KaiJ
  • Und wenn bei den Grünen jemand den Antrag stellen würde, Schwarze Frauen nicht in Frauenräume wie z. B. Frauenhäuser zu lassen, weil das weiße Frauen bedrohen würde, wäre es dann auch damit getan, zu sagen: Ach, der Antrag kommt ja eh nicht durch? Oder müsste man nicht vielleicht doch noch weitere Konsequenzen ziehen? Weshalb wird offene, radikale Transfeindlichkeit verharmlost?
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#53 Taemin
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