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Belize

Katholische Kirche feiert gewonnene Schlacht im "Krieg" gegen LGBTI-Rechte

Die Legalisierung von Homosexualität in Belize konnte die Kirche zwar nicht verhindern. Jetzt feiert die Glaubensgemeinschaft aber einen Sieg gegen ein Gleichbehandlungsgesetz.


Bischof Lawrence Nicasio sieht LGBTI-Rechte als kolonialistisch an

Die katholische Kirche in Belize begrüßt das Scheitern des "Equal Opportunities Bill", eines umfassenden Gleichbehandlungsgesetzes. Dieser Entwurf sah unter anderem vor, eine Antidiskriminierungsstelle und ein Antidiskriminierungsgericht im mittelamerikanischen Land einzurichten. In der Liste von verbotenen Diskriminierungen im Arbeitsrecht und beim Zugang zu Dienstleistungen war auch ausdrücklich das Merkmal "sexuelle Orientierung" enthalten. Der Entwurf wurde aber letzten Monat von der Regierung wegen scharfen Widerstands christlicher Glaubensgemeinschaften fallengelassen, bevor er überhaupt im Parlament behandelt wurde.

"Ich denke, das war ein wichtiger Kampf", so zitierte die katholische Nachrichtenagentur CNA Pastor John Robinson. "Wenn das Gesetz durchgekommen wäre, hätte es schlimme Folge für die Zukunft von Belize gehabt." Einschränkend fügte er an: "Ich mache mir jedoch keine Illusionen darüber, dass der Krieg gewonnen wurde. Es gibt auf allen Ebenen einen Druck in der Bildung, die neue Gender-Theorie zu akzeptieren und den LGBT-Lebensstil zu normalisieren und zu fördern. Ich bin sicher, dass es in Zukunft ähnliche Vorschläge geben wird". Der Gesetzentwurf sei Teil einer Bewegung für "social engineering", also für soziale Manipulation der Bevölkerung. Diese Bewegung werde von "ausländischen Organisationen" befeuert.

Katholische Kirche bezeichnet Gesetz als "neuen Kolonialismus"

Bereits letzten Monat hatte Bischof Lawrence Nicasio davor gewarnt, dass es sich bei dem Gesetz um "neuen Kolonialismus" handle. Hintergrund ist, dass Belize bis 1981 eine britische Kolonie war und Königin Elisabeth II. bis heute als Staatschefin Belizes anerkannt wird.

Ironischerweise hatte die römische Kirche vor vier Jahren noch ein Relikt der Kolonialherren verteidigt: Damals wehrten sich katholische Vertreter gegen die Aufhebung des kolonialen Homo-Verbots, das Haftstrafen von bis zu zehn Jahren vorsah (queer.de berichtete).

Belize ist ein Land von der Größe Mecklenburg-Vorpommerns mit 400.000 Einwohner*innen. Knapp die Hälfte der Bevölkerung ist katholisch. Auch andere Kirchen – insbesondere evangelikale Gemeinden – wehrten sich gegen den Entwurf, weil darin auch LGBTI erwähnt werden. Premierminister Dean Barrow erklärte daraufhin: "Wir werden das nicht gegen alle Kirchen durchsetzen." (dk)



#1 clesAnonym
  • 20.10.2020, 15:40h
  • Ist nicht eigentlich eher die katholische Kirche der lange Arm der Kolonialisierung, nachdem dort sicher die einheimischen Kulturen zurückgedrängt wurde. Diese Menschen sind wirklich schlimm. Ein so fortschrittliches Gesetz hätte dem Land sicher gut getan. Der Kampf für eine bessere Gesellschaft ist sicher auch dort noch nicht vorbei.
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#2 Peck_SEhemaliges Profil
  • 20.10.2020, 16:14h
  • Die katholische Kirche feiert keinen Sieg gegen LBGTQ Rechte, sondern gegen Menschenrechte!
    Teile dieses hasserfüllten Vereins und ranghohe Vertreter stehen Diktaturen, Unrechtsstaaten, Terrororganisationen und Rassenidiologien inhaltlich sehr viel näher, als dem europäischen Wertekonsens. Sie ist nicht nur der Erzfeind jedes selbstbestimmten, freien menschlichen Lebens, sondern wirkt auch wie in Afrika aktiv an der Kriminalisierung, Verfolgung, Folter und Vernichtung dieses Lebens mit.
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#3 realitischAnonym
#4 StrottesAnonym
  • 20.10.2020, 17:35h
  • Antwort auf #2 von Peck_S
  • Die katholische Kirche hat halt auch eine sehr spezielle Haltung zu den Menschenrechten und auch die Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen nicht unterzeichnet. Begründet wird das so: "Dennoch hat der Heilige Stuhl bis heute die UN-Menschenrechtscharta nicht unterzeichnet. Dafür gibt es viele Gründe: Er ist kein normaler Staat und auch nicht Mitglied der Vereinten Nationen. Und er bezieht sich auf eine grundsätzlich andere, von Gott her definierte Rechtsgrundlage. So gelten auf dem kleinen vatikanischem Staatsgebiet bis heute auch weder die Religionsfreiheit noch die Rechte-Gleichheit von Mann und Frau." aus;
    www.katholisch.de/artikel/19912-warum-die-kirche-gegen-die-m
    enschenrechtserklaerung-war
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#5 kuesschen11Profil
  • 20.10.2020, 17:58hFrankfurt
  • Es geht bei LGBTTIQs einzig und alleine um Menschenrechte, die universell sind und nicht um die Normalisierung eines Lebensstils.

    Es sollte besser der Lebensstil dieser Kirchen-Knilche gekürzt oder ganz eingestellt werden, bevor sie weiter Menschenrechte zertrampeln.

    Der Papst als Oberhaupt wird wie immer dazu schweigen, damit die Menschenverachtung verdeckt bleiben kann. Die christliche Glaubensgemeinschaft setzt sich über Verfassungsrechte hinweg, nur um weiter diskriminieren und hetzen zu können.

    Ich finde, wer weltweit Mitglied in diesem Verein ist, macht sich an jedem Gewaltübergriff an LGBTTIQs egal ob verbal oder körperlich mitverantwortlich.
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#6 JasperAnonym
  • 20.10.2020, 18:07h
  • Die Kirche wird sich niemals ändern.

    Dort, wo deren Hass und Hetze nicht mehr ankommen und die Einnahmen reduzieren, frisst man aus strategischen Gründen Kreide. Überall sonst zeigt man sein wahres Gesicht.

    www.kirchenaustritt.de/
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#7 stephan
  • 20.10.2020, 18:33h
  • In meinen Augen gibt es für das Katholisch Sein wohl nur zwei Gründe: Entweder man ist abgrundtief schlecht (so dass man anderen Menschen und insbesondere Minderheiten nicht die gleichen Rechte gönnt) oder man ist völlig dumm und blöde, so dass man die Menschenverachtung dieser Organisation nicht erkennen kann! Andere Motivationen fallen mir tatsächlich nicht ein auf dem Hintergrund der Geschichte und des Handelns bis zum heutigen Tage! Dies ist wieder so ein Beispiel!
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#8 The oneAnonym
  • 20.10.2020, 19:08h
  • Das ist gerade zu paradox. Die christliche Religion selbst ist ein Relikt des Kolonialismus. Bei dieser These müsste er ja seine eigene Eigenschaft als Pastor auch ablehnen.
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#9 swimniAnonym
#10 Homonklin_NZAnonym
  • 20.10.2020, 22:18h
  • Antwort auf #7 von stephan
  • Da gibt es noch die Scheuklappofanten, die eben alles und Jedes aus dem künstlich klein und krude gehaltenen Weltbild heraus sehen, sich nie ändern und auch keine Relevanz entsprechenden Minoritätsthemen einräumen.
    Für die gibt es nichts Verwerfliches daran, denn alles, was ihr Weltbild enthält, vertritt und ablehnt, halten sie von Grund auf für gut.
    Außer das Böse, aber das ist ja auch alles andere und kommt aus anderen Welten, oder so.

    Fraglich, ob man die bei dumm & blöd dazu rechnen muss. Technisch gesehen ja.
    Vielleicht sind die auch invertiert begabt.
    Wie Algen. Dass Photosynthese funktioniert, produziert immer neue Algem. Photosynthese ist alles. Die Meeräsche kam aus dem Reich des Bösen.
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