Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?37349

"Ja, ich bin noch da"

"gay_Bundesligaspieler" meldet sich zurück

Das anonyme Twitter-Profil eines angeblich schwulen Bundesligaspielers meldet sich zurück – mit einem Plan: Künftig sollen Coming-outs von Semi-Profis dazu führen, dass auch im Fußball-Oberhaus offener mit dem Thema umgegangen wird.


Wann gibt es den ersten offen schwulen Fußballprofi in der Bundesliga?

"Ja, ich bin noch da [Zwinkersmiley]." Im Twitterprofil von "gay_Bundesligaspieler", einem angeblich versteckt lebenden schwulen deutschen Fußballprofi, gibt es erstmals seit vier Monaten wieder Bewegung.

Der Autor des vor einem Jahr erstellten Profils beschrieb am Dienstag und Mittwoch einen Plan seiner anonymen Gruppe gayPlayersUNITE, der aufzeigen soll, wie homosexuellen Spielern ein Gruppen-Coming-out ermöglicht werden soll. Dazu werden auch tolerante heterosexuelle Spieler gesucht, die als sogenannte Spielerbotschafter öffentlich zeigen, dass sie "Homophobie im Fußball oder homophobes Mobbing blöd" finden.

Twitter / gayBundesligas1

Konkret werden Interessierte aufgefordert, Flyer an Spieler der semiprofessionellen Ligen – also unterhalb der Bundesligen – zu senden, in denen sie über das Projekt aufgeklärt werden. Homosexuellen Spielern soll die Möglichkeit gegeben werden, sich zum Thema anonym oder offen zu äußern. Insgesamt kicken in diesem Bereich allein in Deutschland 6.800 Fußballer.

Hoffnung auf Schneeballeffekt

Mit dieser Aktion hofft "gay_Bundesligaspieler" auf einen "Schneeballeffekt": "Mehr Spieler dabei > mehr anonyme Äußerungen > mehr Spieler > mehr Äußerungen", so die Logik.

Twitter / gayBundesligas1

Bereits jetzt seien die ersten (Ex-)Profis bei der Aktion dabei, ebenso gebe es anonyme Äußerungen. Mit Fan-Aktionen sollen außerdem die Anhänger*innen der Vereine mitgenommen werden.

Twitter / gayBundesligas1

Die Identität von "gay_Bundesligaspieler" ist bislang noch geheim. Auf Twitter gibt es immer wieder die Vermutung, dass es sich dabei um ein Experiment eines Psychologiestudenten oder um einen schlechten Scherz handeln könnte. Vereinzelt reagierten Personen auf Twitter auch genervt auf die Probleme, die in dem Profil beschrieben werden. Der offen schwule Schlagersänger Patrick Lindner schrieb etwa Anfang des Jahres an "gay_Bundesligaspieler": "Oute Dich und Ruhe ist" (queer.de berichtete).

Bis dato hat sich noch kein einziger Bundesligaspieler während seiner aktiven Laufbahn als bisexuell oder schwul geoutet – offenbar hauptsächlich aus Angst vor Zurückweisung und einer negativen Reaktion der Fans. Vor wenigen Monaten warnte der frühere Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld homosexuelle Profis sogar vor einem Coming-out, da die Zeit "einfach noch nicht reif für so viel Ehrlichkeit" sei (queer.de berichtete). Auch gayPlayersUNITE rät von einem vorschnellen Einzel-Coming-out ab ("Nur wenn wir zuerst enttabuisieren und sicherstellen, dass die Antidiskriminierungsrechte der Spieler optimal befolgt werden, können wir Diskriminierung des Spielers [...] nach seinem Coming-out verhindern.") (dk)



#1 Peck_SEhemaliges Profil
  • 21.10.2020, 13:06h
  • 1. Das Impressum fehlt vollständig.
    2. Die Datenschutzerklärung ist mit dem kostenlosen Generator erstellt.
    3. Null Aktualität: im Twitterprofil sind noch die alten Links zur wixsite (Host) hinterlegt
    4. Die fehlende Postadresse wird mit folgendem Zitat erklärt:

    "Da es bei den von uns geplanten Aktionen und dem anonymen Twittern der Profis medial noch richtig krachen wird, halten wir uns hier noch bedeckt. Schließlich haben wir keine Lust auf Hooligans oder Reporter vor der Haustüre. Wenn Sie das anders sehen, können wir aber ihre Anschrift hier hinsetzen ;)." [Sic]

    5. Die katastrophale Optik, Rechtschreibung und Unübersichtlichkeit der Seite.

    FAZIT: Alle fünf Punkte widersprechen dem selbst erklärten Anspruch, den Möglichkeiten eines millionenschweren Profis und einer Seriöisität, die einem solchen Vorhaben zugrundeliegen müsste.
    PS: Gruß an die Person dahinter: die Anzeige wegen fehlendem Impressum ist raus!
    Bitte: Diese Person nicht noch weiter unterstützen und denkschwache, willige Menschen gefährden, indem man über ihn*sie berichtet.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 AugenrollAnonym
  • 21.10.2020, 14:38h
  • Antwort auf #1 von Peck_S
  • "PS: Gruß an die Person dahinter: die Anzeige wegen fehlendem Impressum ist raus!"

    Da engagiert sich wer auch immer gegen Homophobie und du zeigst ihn an? Was bist du denn für eine*r?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 AltoAnonym
  • 21.10.2020, 15:03h
  • Antwort auf #2 von Augenroll
  • Engagiert sich da wirklich einer gegen Homophobie oder soll das vielleicht nur so wirken? Der Account erweckt ehrlich gesagt keinen koscheren Eindruck. Das wirkt für mich wie ein rechter Troll, der versucht an die Kontaktdaten schwuler Fußballer zu kommen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Peck_SEhemaliges Profil
  • 21.10.2020, 15:31h
  • Antwort auf #2 von Augenroll
  • "Was bist du denn für eine*r?"

    Das ist eine sehr einfach zu beantwortende Frage: Jemand, der sich nicht verarschen lässt!

    Ich dachte eigtl., dass man sich mit der Thematik auskennt, bevor man sich äußert. Mein Fehler. Deshalb noch ein, zwei Nachträge:

    Es fing an, dass ER sich outen wollte. Geschah nicht.
    Danach wollte er Kontakt zu Profis, um sich gemeinsam zu outen. Geschah (verständlicherweise) auch nicht.
    Danach forderte er zur Denunziation auf, bat die Menschen um Kontaktherstellung, falls sie jemanden kennen würden.
    Zwischenzeitlich gab er bekannt, in Kontakt zum DFB zu stehen, was letzterer über Twitter eindeutig dementiert hat!
    Danach folgten immer wieder Beiträge, die allesamt denselben Inhalt hatten, nur anders formuliert wurden.
    Auf dem Hauptprofil (gay_bund...) wurde 3,5 Monate kein einziger Tweet abgesetzt.
    Auf dem neuen Kanal (gayplayersunite) seit Juli nur ein einziger.
    Die Webseite quillt über vor Fehlern, ist unübersichtlich, ganz offensichtlich unprofessionell erstellt worden und noch wichtiger, verstößt gegen deutsches und europäisches Recht, da durch das fehlende Impressum, weder der Urheber noch ein Asprechparter, bzw. eine rechtliche Vertretung ersichtlich ist!
    Krönung ist die Bitte um eine kostenlose, anwaltliche Ausarbeitung. Zur Erinnerung: die Person ist Bundesligaprofi.

    Das ist für mich nicht nur KEIN Engagement, sondern im höchstem Maße bedenklich und der Wichtigkeit des Themas vollkommen unangemessen und abträglich. Ich hoffe nur, dass dadurch kein Schaden entsteht oder schon entstanden ist, für diejenigen Personen, die sich tatsächlich angesprochen fühlen.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 StrottesAnonym
#6 Peck_SEhemaliges Profil
  • 21.10.2020, 16:14h
  • Antwort auf #5 von Strottes
  • Man sollte nicht den Fehler machen, "geschäftsmäßig" nur als Shop oder Einnahmen aus Werbung auszulegen, zumal das ohnehin nicht der einzige Grund ist, weshalb man impressumspflichtig wird! Übrigens die nächste Lüge vom Urheber!

    Die Seite überhaupt gelesen? Wer "COACHINGS" >anbietet< und "UMFANGREICHE BETREUUNGSANGEBOTE", die Veränderung der Bildungspolitik zum Ziel erklärt, sich selbst, also GayPlayersUNITE, als "DIE INTERESSENVERTRETUNG UND BERATUNGSSTELLE FÜR HOMOSEXUELLE SPIELER" bezeichnet und sich zudem als "DEZENTRALE ORGANISATION, DIE AUS LEITUNG, PR-SPRECHER, SOCIAL MEDIA AKTIVISTEN UND SPIELERBETREUUNG besteht" beschreibt,

    tritt sonnenklar als geschäftsmäßig auf und braucht in jedem Falle ein Impressum!!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Homonklin_NZAnonym
  • 22.10.2020, 01:48h
  • Antwort auf #4 von Peck_S
  • Das kannst sogar haben, dass da ein Hochstapler , Fantast in seiner Bubble, oder Person mit psychischen Problemen dahinter steckt. Ja oder wie Jemand schon schrieb, einer, der krampfhaft versucht an Kontaktdaten zu kommen, um sonstwas zu machen.
    Am Ende lässt er die Sportler auffliegen und zwangsoutet die, und die können ihre Karriere vergessen, einen Teil ihrer Kontakte, Chancen, als auch ihr Leben, das, was sie lieben.

    Es gibt Menschen in Varianten da draußen, man würde es nie glauben.

    Besonders das würde mich da irritieren:
    ""Kontaktiere uns über den Tor Browser für 100% Anonymität.""
    Weia.

    Spieler, die da Courage zeigen möchten, sollten sich eher an Herrn Hitzelsperger und dessen Projekt wenden. Der Mann benutzt keine dubiosen Methoden und auf sein Verständnis der Problematik kann man zählen!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 SchleicheRAnonym
  • 22.10.2020, 12:24h
  • Antwort auf #7 von Homonklin_NZ
  • Und jetzt stelle man sich mal vor, der Typ meint das alles ehrlich.
    Ich glaube, es bringt nichts irgendwie herumzuspekulieren und sich auf jemanden einzuschießen, wenn man sich der wahren Intention nicht sicher ist.
    Losballern kann man immer noch, wenn da wirklich nur eine große Verarsche dahinter steckt. Sollte das so sein, dann kann man dem gay_BLSpieler zumindest Beharrlichkeit unterstellen. Irgend ein wichtiges Anliegen scheint er jedoch zu haben.
    Eine ´Verarsche´ so lange zu fahren, dazu gehört schon etwas...
    Etwas mehr Unvoreingenommenheit wäre vielleicht angebracht.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Ralph