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"Ja, ich bin noch da"

"gay_Bundesligaspieler" meldet sich zurück

Das anonyme Twitter-Profil eines angeblich schwulen Bundesligaspielers meldet sich zurück – mit einem Plan: Künftig sollen Coming-outs von Semi-Profis dazu führen, dass auch im Fußball-Oberhaus offener mit dem Thema umgegangen wird.


Wann gibt es den ersten offen schwulen Fußballprofi in der Bundesliga?

  • 21. Oktober 2020, 10:34h 9 2 Min.

"Ja, ich bin noch da [Zwinkersmiley]." Im Twitterprofil von "gay_Bundesligaspieler", einem angeblich versteckt lebenden schwulen deutschen Fußballprofi, gibt es erstmals seit vier Monaten wieder Bewegung.

Der Autor des vor einem Jahr erstellten Profils beschrieb am Dienstag und Mittwoch einen Plan seiner anonymen Gruppe gayPlayersUNITE, der aufzeigen soll, wie homosexuellen Spielern ein Gruppen-Coming-out ermöglicht werden soll. Dazu werden auch tolerante heterosexuelle Spieler gesucht, die als sogenannte Spielerbotschafter öffentlich zeigen, dass sie "Homophobie im Fußball oder homophobes Mobbing blöd" finden.

/ gayBundesligas1
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Konkret werden Interessierte aufgefordert, Flyer an Spieler der semiprofessionellen Ligen – also unterhalb der Bundesligen – zu senden, in denen sie über das Projekt aufgeklärt werden. Homosexuellen Spielern soll die Möglichkeit gegeben werden, sich zum Thema anonym oder offen zu äußern. Insgesamt kicken in diesem Bereich allein in Deutschland 6.800 Fußballer.

Hoffnung auf Schneeballeffekt

Mit dieser Aktion hofft "gay_Bundesligaspieler" auf einen "Schneeballeffekt": "Mehr Spieler dabei > mehr anonyme Äußerungen > mehr Spieler > mehr Äußerungen", so die Logik.

/ gayBundesligas1

Bereits jetzt seien die ersten (Ex-)Profis bei der Aktion dabei, ebenso gebe es anonyme Äußerungen. Mit Fan-Aktionen sollen außerdem die Anhänger*innen der Vereine mitgenommen werden.

/ gayBundesligas1

Die Identität von "gay_Bundesligaspieler" ist bislang noch geheim. Auf Twitter gibt es immer wieder die Vermutung, dass es sich dabei um ein Experiment eines Psychologiestudenten oder um einen schlechten Scherz handeln könnte. Vereinzelt reagierten Personen auf Twitter auch genervt auf die Probleme, die in dem Profil beschrieben werden. Der offen schwule Schlagersänger Patrick Lindner schrieb etwa Anfang des Jahres an "gay_Bundesligaspieler": "Oute Dich und Ruhe ist" (queer.de berichtete).

Bis dato hat sich noch kein einziger Bundesligaspieler während seiner aktiven Laufbahn als bisexuell oder schwul geoutet – offenbar hauptsächlich aus Angst vor Zurückweisung und einer negativen Reaktion der Fans. Vor wenigen Monaten warnte der frühere Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld homosexuelle Profis sogar vor einem Coming-out, da die Zeit "einfach noch nicht reif für so viel Ehrlichkeit" sei (queer.de berichtete). Auch gayPlayersUNITE rät von einem vorschnellen Einzel-Coming-out ab ("Nur wenn wir zuerst enttabuisieren und sicherstellen, dass die Antidiskriminierungsrechte der Spieler optimal befolgt werden, können wir Diskriminierung des Spielers [...] nach seinem Coming-out verhindern.") (dk)

-w-

#1 Peck_SEhemaliges Profil
  • 21.10.2020, 13:06h
  • 1. Das Impressum fehlt vollständig.
    2. Die Datenschutzerklärung ist mit dem kostenlosen Generator erstellt.
    3. Null Aktualität: im Twitterprofil sind noch die alten Links zur wixsite (Host) hinterlegt
    4. Die fehlende Postadresse wird mit folgendem Zitat erklärt:

    "Da es bei den von uns geplanten Aktionen und dem anonymen Twittern der Profis medial noch richtig krachen wird, halten wir uns hier noch bedeckt. Schließlich haben wir keine Lust auf Hooligans oder Reporter vor der Haustüre. Wenn Sie das anders sehen, können wir aber ihre Anschrift hier hinsetzen ;)." [Sic]

    5. Die katastrophale Optik, Rechtschreibung und Unübersichtlichkeit der Seite.

    FAZIT: Alle fünf Punkte widersprechen dem selbst erklärten Anspruch, den Möglichkeiten eines millionenschweren Profis und einer Seriöisität, die einem solchen Vorhaben zugrundeliegen müsste.
    PS: Gruß an die Person dahinter: die Anzeige wegen fehlendem Impressum ist raus!
    Bitte: Diese Person nicht noch weiter unterstützen und denkschwache, willige Menschen gefährden, indem man über ihn*sie berichtet.
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#2 AugenrollAnonym
  • 21.10.2020, 14:38h
  • Antwort auf #1 von Peck_S
  • "PS: Gruß an die Person dahinter: die Anzeige wegen fehlendem Impressum ist raus!"

    Da engagiert sich wer auch immer gegen Homophobie und du zeigst ihn an? Was bist du denn für eine*r?
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#3 AltoAnonym
  • 21.10.2020, 15:03h
  • Antwort auf #2 von Augenroll
  • Engagiert sich da wirklich einer gegen Homophobie oder soll das vielleicht nur so wirken? Der Account erweckt ehrlich gesagt keinen koscheren Eindruck. Das wirkt für mich wie ein rechter Troll, der versucht an die Kontaktdaten schwuler Fußballer zu kommen.
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