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Erkältungssymptome

Jens Spahn positiv auf Coronavirus getestet

Der Bundesgesundheitsminister befindet sich nun in häuslicher Isolierung, teilte sein Haus mit.


Jens Spahn ist seit zweieinhalb Jahren Bundesgesundheitsminister (Bild: BMG)

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Wie das Gesundheitsministerium in Berlin mitteilte, ist er am frühen Mittwochnachmittag positiv auf das Virus getestet worden. Der 40-Jährige habe sich umgehend in häusliche Isolierung begeben, hieß es in der Mitteilung. "Bislang haben sich bei ihm nur Erkältungssymptome entwickelt. Alle Kontaktpersonen werden aktuell informiert."

Fotos zeigen, dass Spahn am Mittwochvormittag im Kanzleramt mit einem Mund-Nasen-Schutz an der Kabinettssitzung teilnahm. Ein Regierungssprecher teilte in Berlin auf dpa-Anfrage mit, das Kabinett tage unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln, die darauf abzielten, dass auch im Falle der Teilnahme einer Person, die später coronapositiv getestet werde, eine Quarantäne anderer oder gar aller Teilnehmer nicht erforderlich werde. Ein Sprecher Spahns sagte, der Minister führe in der Isolation seine Dienstgeschäfte weiter.

Spahn leitet das Amt seit dem März 2018 und ist derzeit Deutschlands ranghöchster offen homosexueller Politiker. Mit 22 Jahren zog er erstmals in den Deutschen Bundestag ein, von 2015 bis 2018 war er parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Der Politiker, der aus Ahaus im Münsterland stammt, ist mit dem Journalisten Daniel Funke verheiratet, dem Hauptstadt-Büroleiter der Burda Magazine Holding.

Aufgrund der Corona-Politik der Bundesregierung war Spahn in den letzten Monaten verstärkt Angriffen in sozialen Netzwerken ausgesetzt, auch zu der aktuellen Meldung gibt es bereits viele Häme-Bekundungen. Im September stellte Spahn Strafanzeige, nachdem er bei einer Veranstaltung als "schwule Sau" beschimpft worden war (queer.de berichtete).

Mehrere Spitzenpolitiker in Quarantäne

Spahn ist das erste Mitglied der Bundesregierung, das sich mit SARS-CoV-2 infiziert hat. Immer wieder mussten sich zuletzt Spitzenpolitiker wegen möglichen Risikobegegnungen in Quarantäne begeben. Am Samstag hatte es Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier getroffen. Grund war der positive Corona-Test eines Personenschützers. Zwei Tests beim Staatsoberhaupt fielen seither negativ aus.

Bereits am Montag hatte sich Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wegen einer Warnung über die Corona-App in Quarantäne begeben. Ende September hatten sich auch Außenminister Heiko Maas (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) vorübergehend isoliert. Bei Maas hatte sich ebenfalls ein Personenschützer infiziert. Altmaier ging vorsorglich in Quarantäne, weil ein Mitarbeiter eines EU-Ministers positiv getestet worden war, der mit ihm bei einem Treffen des EU-Handelsministerrats in Berlin anwesend war.

Bereits im März war auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorsorglich für knapp zwei Wochen in häuslicher Quarantäne, weil sie von einem Arzt geimpft worden war, bei dem kurz darauf eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. (cw/dpa/afp)



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#1 MoKiAnonym
#2 Homonklin_NZAnonym
  • 21.10.2020, 20:10h
  • Ich möchte mich den Genesungswünschen anschließen.

    Dieses Virus ist eine Herausforderung, mit der wir nur unter vereinten Anstrengungen fertig werden. Natürlich auch unter dem Faktor, als Einzelne verschiedenste Weltbilder zu kennen.
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#3 Ralph
  • 22.10.2020, 09:37h
  • Vor ein paar Tagen ließ er sich öffentlich werbewirksam gegen Grippe impfen. Jetzt hat er Covid-19. Wer daraus keinen ursächlichen Zusammenhang konstruiert, ist kein Verschwörungstheoretiker. Ich würde mich nicht wundern, wenn dieser Zufall ausgeschlachtet würde. Wie zu hören ist, wird die Infektionsquelle "im privaten Bereich" vermutet. Das ist schon Auslöser von Vorwürfen, er habe sich nicht an die Regeln gehalten. Sogar als Beweis der Nutzlosigkeit von Mund-Nasen-Schutz hält Jens Spahns Infektion schon her. Entsprechende Behauptungen aus der AfD sind bereits unterwegs. Aber auch der Präsident der Bundesärztekammer hat gestern abend bei Markus Lanz zum Sturm auf die Maske geblasen und verkündet, sie sei weitgehend nutzlos. Ich halte es für brandgefährlich, jetzt plötzlich wieder einen Maskenstreit zu entfachen, noch dazu einen, in dem sich AfD und Bundesärztekammer ins selbe Boot setzen.
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#4 goddamn liberalAnonym
#5 StaffelbergblickAnonym
  • 22.10.2020, 13:40h
  • Antwort auf #3 von Ralph
  • "Aber auch der Präsident der Bundesärztekammer hat gestern abend bei Markus Lanz zum Sturm auf die Maske geblasen und verkündet, sie sei weitgehend nutzlos." So ich habe mir mal die Diskussion angesehen. Und damit muß ich sagen, dass er gerade nicht "zum Sturm auf die Maske geblasen hat". Das ist schlichtweg falsch. Reinhard hat sehr differenziert aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht auf die Probleme der Masken hingewiesen. Und die Notwendigkeit zum Tragen von Masken im engen Umfeld etc bestätigt (siehe sein Beispiel mit der U-Bahn). Mit dem kurzen Hinweis, dass es für das Tragen von Masken auf Marktkplätzen etc keine wissenschaftliche Evidenz gibt liegt er richtig. Wesentlich ist die Enge. Bei uns gibt es auf dem Friedhof Maskenpflicht. Wenn ich dort bin, habe ich permanent eine windige Umgebung, die anderen Menschen sind weit weg. Was anderes wäre jetzt Beerdigung, bei der möglichlerweise mehr ältere, vorerkrankte Menschen anwesend sind. Hier ist das Tragen von Masken relevant. Vor kurzem rannte ich über den Marktplatz bei einem "Herbstmarkt" und wurde von einem Freund darauf aufmerksam gemacht, dass ich maskenlos bin. War erst überrascht. Gut Maske aufgesetzt und durfte danach erleben wie er hemmungslos (als 70 jähriger mit Z.n. Herzinfarkt, laufende Krebestherapie) auf jüngere Menschen, der er noch aus seiner Lehrerzeit kannte, zueilte um mit denen lautstark sich unterhielt. Auf Distanz hat er dabei nicht mehr geachtet. Und das ist genau das, was Reinhardt auch zwischen den Zeilen zum Ausdruck brachte.
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#6 Ralph
  • 22.10.2020, 14:55h
  • Antwort auf #5 von Staffelbergblick
  • Doch, er hat sich eindeutig gegen die Masken geäußert. Sie bieten seiner Ansicht nach keinerlei oder nur extrem geringen Schutz und sind in nahezu allen Situationen überflüssig. Erst im weiteren Verlauf haben ihn das Entsetzen des Moderators und die Kritik des Philosophen Precht bewogen, seine Aussagen leicht abzuschwächen. Aus meiner Sicht ist es absolut kontraproduktiv, nachdem die Masken weltweit (außer bei Donald Trump und seinen Anhängern) als sinnvolles Mittel zur Ansteckungsvermeidung anerkannt und weitestgehend in -je nach Land- Alltagssituationen vorgeschrieben sind, plötzlich zum Gegenstand einer neuen Debatte zu machen, in der man sie schon vom Grundsatz her ablehnt und damit Wasser auf die Mühlen der Coronaleugner und Verschwörungstheoretiker gießt. Dieser Mann mag als Redner bei den "Querdenkern" oder der AfD oder bei den US-Republikanern geeignet sein, aber nicht als Präsident der Bundesärztekammer. In der gegenwärtigen Lage öffentlich die Maske als in aller Regel sinnlos abzulehnen, und das mit der Autorität der Bundesärztekammer, ist politisch saudumm, medizinisch bestenfalls weitgehend abgelehnte Minderheitsmeinung und vor allem gefährlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Krise und die Bekämpfung der Infektionswelle.
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#7 Ralph
  • 23.10.2020, 10:04h
  • Antwort auf #6 von Ralph
  • Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat sich vom Präsidenten der Bundesärztekammer distanziert, Karl Lauterbach hat ihm den Rücktritt nahegelegt und der stv. Leiter der Intensivmedizin in Hamburg hat nochmals klargestellt, dass es untermauerter Stand der wissenschaftlichen Forschung ist, dass Masken bei konsequenter und richtiger Benutzung helfen, das Infektionsgeschehen einzudämmen.
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#8 BaerchenProfil
  • 23.10.2020, 11:02hzuhause
  • Ich mag Herrn Spahn nun wirklich nicht besonders, das hat aber mit seinen oft befremdlichen Aussagen zu tun, dennoch, ihm und seinem Ehemann gute Besserung.
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