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USA

Barrett war Vorstandsmitglied in mehreren homophoben Schulen

Die US-Juristin, die als Richterin im Supreme Court jahrzehntelang die Politik Amerikas mitbestimmen soll, engagierte sich in christlichen Schulen, die Kinder von Regenbogenfamilien ebenso ablehnen wie homosexuelle Lehrer*innen.


Donald Trump stellte Amy Coney Barrett Ende September als seine Kandidatin Ende September vor – die Veranstaltung, bei dem kaum jemand eine Maske trug, gilt inzwischen als Superspreader-Event (Bild: The White House)

Die erzkatholische Juristin Amy Coney Barrett war offenbar in der Vergangenheit im Vorstand von drei homophoben christlichen Privatschulen aktiv, die Kinder aus Regenbogenfamilien ebenso den Zugang verweigerten wie schwulen oder lesbischen Lehrkräften. Das geht aus einer Recherche der Associated Press hervor. Die drei Schulen in Indiana, Minnesota und Virginia gehören der fundamentalistischen Organisation "People of Praise" ("Volk der Lobpreisungen") an. Zu den Anhängern zählen mehrheitlich rechte Katholik*innen, darunter auch Barrett und ihre Familie, aber auch evangelische Christinnen und Christen.

Die homophoben Richtlinien an den Schulen waren laut dem Bericht bereits vorhanden, als Barrett 2015 Vorstandsmitglied wurde. Demnach beurteilten die Schulen Homosexualität über Jahrzehnte als "Gräuel gegen Gott". In dem Bericht wird ein schwuler ehemaliger Schüler zitiert, dem der Rektor während seiner Schulzeit offen sagte, dass "trans Familien, homosexuelle Familien, homosexuellen Schüler und trans Schüler" in seiner Schule "nicht willkommen" seien.

Barrett hat Mehrheit im Senat

Barrett wird voraussichtlich nächste Woche im Senat mit den Stimmen der Republikaner als Richterin am mächtigen Supreme Court bestätigt werden. Sie war von Präsident Donald Trump wegen ihrer konservativen und christlichen Ansichten nominiert worden (queer.de berichtete). Im Senat wollen die Republikaner noch ihre aktuelle Mehrheit von 53 zu 47 Stimmen nutzen. Bei den Wahlen im November könnten sie diese laut Demoskopen verlieren. Der neu gewählte Senat tritt im Januar zusammen.

LGBTI-Organisationen sind alarmiert, weil Barrett möglicherweise mit anderen konservativen Richtern regionale Ehe-Verbote für Schwule und Lesben wieder erlauben könnte (queer.de berichtete). In dem – anders als das Bundesverfassungsgericht – hoch politisierten Gremium stünden dann sechs Richter der Republikaner drei Demokraten gegenüber. Die 48-Jährige könnte zudem bis weit in die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts die Politik mitbestimmen, da Bundesrichter in den USA auf Lebenszeit ernannt werden. (dk)



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#1 Peck_SEhemaliges Profil
#2 clesAnonym
  • 23.10.2020, 10:20h
  • F*ck!

    Ich hoffe für alle LGBTQ+ Menschen dort drüben, dass es nicht zum Entzug ihrer Menschenrechte kommt. Ich habe wirklich große Sorge.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 ffvbhggAnonym
  • 23.10.2020, 10:34h
  • Schlimmer als die Wahl von Trump ist die Wahl von Amy Coney Barrett.

    Die religiös-fundamentalistische Richterin wird Jahrzehnte wirken.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Ralph
#5 56James35Anonym
#6 TheDadProfil
  • 24.10.2020, 13:48hHannover
  • Antwort auf #4 von Ralph
  • Ich weiß gerade gar nicht so recht was eigentlich schlimmer ist ?

    Das eine solche Juristin als Mitglied des SC berufen werden könnte, oder das es Schulen gibt in denen sie in ihrem "privatem Umfeld" Menschen danach beurteilt ob sie "nach Gottes Plan" erschaffen wurden, oder sich gegen diese "Plan" verhielten ?

    Was Leute wie diese Amy Coney Barrett nie auf dem Schirm haben :
    Wenn es solche Menschen gibt die sie erst diskriminieren muß um sie überhaupt wahrzunehmen, dann muß auch "ihr Gott" diese Menschen erschaffen haben, denn alles andere spricht gegen den Absolutheitsanspruch der "göttlichen Schöpfung"..

    Sie vergeht sich also gegen diese "göttliche Schöpfung" und "denkt" dabei immer noch, sie sei auf dem "richtigen Weg" ?

    Was man dazu dann noch wissen muß :
    Wenn dieser "Gott" dann "diese Menschen" auch mit erschaffen hat, dann war er entweder nicht perfekt, oder er selbst wollte gar keine "perfekte Gesellschaft" so wie sich Leute wie Amy Coney Barrett das so in ihrem kleinem Kopf vorstellen..

    Sie handelt also auf jeden Fall gegen einen solchen "Gottes-Plan", denn es ist einfach nicht vorstellbar das ein "Gott" einer Frau wie Amy Coney Barrett ein Hass-Objekt an die Seite stellt, nur damit sie in ihrem belanglosem Leben etwas zu tun hätte..
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