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Kommentare zu:
Die erste trans Bundeswehr-Kommandeurin: Ein Abschied, der schwer fällt


#1 JasminAnonym
  • 23.10.2020, 12:08h
  • Bin mal gespannt, wie lange es noch dauert, bis Frau Biefang nicht mehr "trans Frau" sondern nur noch "Frau" ist. Zwar ist "trans" als Adjektiv eigentlich ein Zeichen dafür, dass es sich nicht um eine Wesenseigenheit eines Menschen handelt, sondern um eine Phase der Transition - aber die ist ja in der Regel nach einer gewissen Zeit mehr oder weniger abgeschlossen, wenn derjenige "angekommen" ist. Der Artikel macht das eigentlich deutlich - warum aber dann noch das andauernde "trans"? Besonders brisant ist das, weil in einem anderen Beitrag von queer bei facebook TERFs Frauen mit trans-Biografie absprachen, "echte" Frauen zu sein, sondern eben nur "Männer, die sich als Frauen fühlen"...
    Und vielleicht "Transfrauen". Link zum Beitrag:

    www.facebook.com/lgbtgermany/posts/10158545962924178

    Aber eben mehr nicht. Das hängt m.E. auch daran, dass die Insider-Medienberichte dauernd diese Wortkombinationen haben und so den Eindruck erwecken, es seien keine "richtigen" Frauen.
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#2 Prima4Anonym
#3 JasminAnonym
#4 Alexander_FAnonym
  • 23.10.2020, 15:23h
  • Antwort auf #2 von Prima4
  • "Weil der Titel sonst "Frau als Bundeswehr-Kommandeurin" wäre und das schlichtweg keine Neuigkeit ist...."

    Kommt drauf an. Es ist eine Weile her, dass ich bei Y-Tours ein unfreiwilliges Praktikum gemacht habe (2006-2007), aber damals tat man sich da mit dem Vorhandensein von Frauen in der Truppe überhaupt noch sehr schwer.
    Posten wie der von OTL Biefang erfordern wiederum eine gewisse Dienstzeit, und die Offizieranwärterinnen von damals sind überwiegend noch nicht so weit, sie bekleiden zu können. Es ist deshalb davon auszugehen, dass auch Cis-Frauen in solchen Dienststellungen immer noch eher eine Seltenheit sind.
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#5 Prima4Anonym
  • 23.10.2020, 16:12h
  • Antwort auf #4 von Alexander_F
  • Yo, sicher, dennoch aber nicht so eine Seltenheit das allein die Tatsache das eine Frau diese Position innehat es eine Nachricht wäre...

    Die Tatsache das es sich hierbei um eine , zudem hier die erste, Transfrau handelt ist die News, der hook-up...

    Und klar könnte man trans weglassen und nur Frau schreiben... Aber das würde sicher nicht als "fortschrittliche Berichterstattung" kommentiert werden sondern das trans nicht mal mehr auf einem lbgtqi Portal berücksichtigt werden, fehlende Sichtbarkeit, Ignoranz...
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#6 so issesAnonym
#7 gayflecktarnhoseProfil
  • 23.10.2020, 17:18hBremen
  • Hallo,
    ich bin der Meinung das man das Gerede ob
    Transfrau oder nicht einfach lassen sollte.
    Frau OTL Anastasia Biefang ist seit etwa 26 Jahren
    bei der Bundeswehr und es ist ihr sehr hoch
    anzurechnen das sie sich seinerzeit geoutet hat
    und gesagt hat, damals noch Herr OTL und Stabsoffizier,ich bin Transgender und fühle mich als Frau.
    Das alles das mit grossen Schwierigkeiten und evtl.
    Problemen verbunden war bei der Bundeswehr
    hat er in kauf genommen.
    Dass das keine leichte Zeit war versteht sich von
    selbst. Es gab auch genügend Stimmen die davon
    abgeraten haben bei der Bundeswehr zu bleiben.
    Aber ( jetzt ) Frau OTL hat bewiesen das sie in der
    Lage ist alles zu überstehen, sie hatte den Mut.
    Für solche Menschen kann man nur Hochachtung
    haben.
    Viele hätten es wahrscheinlich nicht durchgestanden.
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#8 MinuschAnonym
  • 23.10.2020, 21:56h
  • Antwort auf #1 von Jasmin
  • Ich würde schon sagen, dass "trans*" zwar keine Wesenseigenschaft, aber doch eine EIgenschaft einer Person ist. So wie "cis*" oder die Sexualität.

    Eine übliche Definition von "trans*" lautet ja, dass eine Person trans* ist, der bei der Geburt ein Geschlecht zugewiesen wurde, das nicht ihrer Geschlechtsidentität entspricht.
    In dem Fall ändert daran auch eine abgeschlossene Transition (was immer das auch ist für die jeweilige trans* Person bedeutet) nichts. Ihr Geschlecht (=Geschlechtsidentität ), hatte die Person ja trotzdem schon immer.
    Das scheitn mir sogar ein wesentlicher Punkt zu sein, denn sonst würde man ja trans* Personen, die keine Transition anfangen (können), ihr Geschlecht absprechen.

    Natürlich kann man auch einfach nur von "Frau Biefang" berichten. Wird auch sicher in Zukunft immer mehr gemacht werden.

    Was ich mich aber frage: Was ist so schlimm daran zu erwähnen, dass sie eine Frau ist, die trans* ist (wohlgemerkt: nicht "die eine Transfrau ist")?
    Natürlich gibt es transfeindliche Menschen, für die trans Frauen keine "echten" Frauen sind und die jede Erwähnung eines Unterschieds zu cis* Frauen als Bestätigung ihrer Weltanschauung sehen.
    Aber wollen wir diese Ansichten füttern?

    Da erscheint es mir viel sinnvoller und erfolgsversprechender, wenn wir ALLE daran arbeiten, dass mehr Menschen verstehen, dass binäre trans* Menschen genauso "echte Frauen" oder "echte Männer" sind wie cis* Frauen und Männer. Also für mehr Inklusivität plädieren, anstatt Transidentität unsichtbar zu machen.
    Am Trans-sein ist doch auch nichts negatives dran - warum es also nicht erwähnen, wenn es eine passende(!) Info ist?
    So wie ich das sehe, ist das zielführender, als wenn versucht wird, Transidentität unwichtig zu machen.
    Denn dass wir dadurch von der Mehrheitsgesellschaft mehr akzeptiert werden, ist meiner Ansicht nach ein großer Trugschluss.

    Ich finde es also nicht schlimm, wenn erwähnt wird, dass Frau Biefang die erste trans Bundeswehr-Kommandeurin ist. Denn das ist sie ja und ich vermute, darauf ist sie auch ein wenig stolz. Oder zumindest glücklich damit. :)
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#9 TheDadProfil
  • 24.10.2020, 13:25hHannover
  • Antwort auf #1 von Jasmin
  • ""Bin mal gespannt, wie lange es noch dauert, bis Frau Biefang nicht mehr "trans Frau" sondern nur noch "Frau" ist. Zwar ist "trans" als Adjektiv eigentlich ein Zeichen dafür, dass es sich nicht um eine Wesenseigenheit eines Menschen handelt, sondern um eine Phase der Transition - aber die ist ja in der Regel nach einer gewissen Zeit mehr oder weniger abgeschlossen, wenn derjenige "angekommen" ist.""..

    Das Ende eines Lebensabschnittes macht das Vorleben nicht einfach "abwesend", so das er nicht mehr erwähnt werden müsste !

    Bei Anastasia Biefang kommt dazu, sie ist inzwischen bundesweit bekannt, und damit eine Art "Aushängeschild" für die Trans*Community, da tritt man auch nicht einfach mal so zurück in die Zweite Reihe, oder taucht ab in eine "neue Form der Anonymität"..

    Mithin ein Problem in der Wahrnehmung in den Communitys..

    Wer einmal Out ist, der geht nicht wieder zurück in den Schrank !

    Denn nimmt man mal Deine Idee und führt sie zu Ende, dann "lösten sich" quasi mit jedem "Generations-Wechsel" die Trans*Community auf, weil ja Lebensabschnitte beendet wären, und müßten dann jedes Mal von Neuem aufgebaut werden..
    Welchen Zweck hätte dies denn ?

    Sichtbarkeit die man hergestellt hat gibt man nicht wieder auf..

    Wenn Du selbst das nicht so handhaben willst wie es Anastasia Biefang lebt, dann mach es nicht, es zwingt Dich niemand dazu..
    Aber rate bitte Niemandem Anderem dazu etwas zu lassen, nur weil es Dir "unangenehm" wäre..
    Das steht Dir nicht zu..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#10 TheDadProfil
  • 24.10.2020, 13:32hHannover
  • Antwort auf #3 von Jasmin
  • ""Solange so ein Text in diesem Portal veröffentlich wird, ist damit alleine schon klar, dass es einen Kontext LGBT gibt.""..

    Es gibt hier auch diverse Artikel über Nicht-Queeres, etwa aus dem Bereich Kultur und Musik..

    Es gehört zur Journalistischen Sorgfaltspflicht Artikel über Menschen wie Anastasia Biefang mit ALLEN Fakten auszustatten die dafür notwendig sind..
    Da etwa den Fakt "Trans*" einfach mal so wegzulassen, egal ob man das googlen könnte, oder man es für vernachlässigbar hielte, ist da keine gute Idee..

    Zumal es einfach nicht vorstellbar ist welche Gründe es geben könnte die Geschlechts-Identität einfach mal so zu verschweigen !

    Wie war das noch ?

    Silence = Death

    Das gilt auch in diesem Zusammenhang..
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#11 DramaQueen24Profil
  • 25.10.2020, 05:17hBerlin
  • Antwort auf #9 von TheDad
  • Wenn es in meinem Leben diesbezüglich von anderen Fragen oder (bissige) Kommentare gibt, antworte ich für gewöhnlich, dass ich eine Frau mit transsexueller Vergangenheit bin, und überlasse es meinem Gegenüber, wie er oder sie damit umgeht,
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#12 raz0rsedgeAnonym

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