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Bündnis gegen Homophobie

Nominierungen für den Respektpreis 2020

Ein Museums-Förderverein, eine Gruppe religiöser Queers, ein queeres Zentrum und ein Sportverein können sich in diesem Jahr Hoffnung auf den Berliner Respektpreis machen.


Wer gewinnt den Respektpreis? Am 3. Dezember wissen wir mehr (Bild: LSVD Berlin-Brandenburg)

  • 23. Oktober 2020, 11:25h, noch kein Kommentar

Das Berliner Bündnis gegen Homophobie hat am Freitag seine Nominierungen für den Respektpreis bekannt gegeben. Demnach können sich der Förderverein Gutshaus Mahlsdorf mit dem Gründerzeitmuseum, Keshet Deutschland, das SchwuZ und der Sportverein Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 Hoffnung auf die Auszeichnung machen, die dieses Jahr am 3. Dezember vergeben wird. Seit 2010 wird mit dem Preis "herausragender Einsatz für die Akzeptanz von homosexuellen und transgeschlechtlichen Menschen" gewürdigt.

Die vier Nominierten waren von einer sechsköpfigen Jury aus zahlreichen Vorschlägen ausgewählt worden. Die Jury bestand aus Jenan Mouhamed Ali (Coca-Cola), Dr. Ahi Sema Issever (Charité), Hendrik Kosche (Jüdische Gemeinde zu Berlin), Lydia Malmedie (Landesstelle für Gleichbehandlung), Petra Rosenberg (Landesverband Deutscher Sinti und Roma), Stefanie Wall (LSVD Berlin-Brandenburg) und Bernd Wegner (BVG). Sie tagte beim Bündnismitglied Mercure Hotel Berlin City, das zusammen mit den anderen 124 Bündnismitgliedern nun darüber abstimmt, wer den Respektpreis 2020 gewinnt.

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Das sind die Nominierten:

Der Förderverein Gutshaus Mahlsdorf wartet, pflegt und präsentiert seit 1997 das Gutshaus Mahlsdorf mit der Gründerzeitsammlung und hält so das Andenken an dessen Gründerin und langjährige Leiterin Charlotte von Mahlsdorf (1928-2002) wach. Der Verein leiste "einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarkeit und Akzeptanz von LSBTI* in der Mehrheitsgesellschaft", so die Jury.

Keshet Deutschland ist eine Ende 2018 gegründete Plattform für LGBTI-Jüdinnen und -Juden. Sie setze sich laut Jury dafür ein, "queer-jüdisches Leben in Deutschland nachhaltig zu gestalten". Für das Engagement wurde Keshet Deutschland bereits vor mehreren Monaten mit der Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW (jetzt Queeres Netzwerk NRW) ausgezeichnet (queer.de berichtete).

Das in den Siebzigerjahren gegründete SchwuZ (kurz für SchwulenZentrum) ist mit regulär mehr als 260 Veranstaltungen im Jahr Deutschlands ältester queerer Club und größte queere Kulturinstitution. Auch in der Corona-Pandemie engagierten sich die Betreiber, lobte die Jury: "Sowohl im Normalbetrieb als auch in Ausnahmezeiten bewährt sich das SchwuZ als elementarer Bestandteil der Berliner LSBTI*-Community und generiert mit seinem stadtbekannten Wirken eine gesellschaftliche Außenwirkung hin zu Inklusion, Offenheit und einer festen Verankerung von LSBTI* in der Mehrheitsgesellschaft."

Der Sportvereins Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 biete seit zwölf Jahren ein "dauerhaft erweiterndes Sportangebot für Menschen jeden Alters unabhängig von Herkunft, Glauben, geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung", lobte die Jury. Der Sportclub nehme sich selbst "in die Pflicht, das gesamtgesellschaftliche Problem der LSBTI*-Feindlichkeit zu bekämpfen und sich für die Anerkennung und das Respektieren queerer Lebens- und Liebensweisen stark zu machen".

Für den Respektpreis 2020 des BÜNDNIS GEGEN HOMOPHOBIE sind der Förderverein Gutshaus Mahlsdorf mit dem...

Posted by Bündnis gegen Homophobie on Friday, October 23, 2020
Facebook / Bündnis gegen Homophobie

Das 2009 gegründete "Bündnis gegen Homophobie" wird vom LSVD-Landesverband im Rahmen der Initiative "Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt" (IGSV) umgesetzt. Dabei engagiert sich die Berliner Zivilgesellschaft für die Anerkennung von LGBTI-Lebensweisen – seit 2010 ist einer der zentralen Aufgaben die jährliche Vergabe des Respektpreises. Insgesamt gehören dem Bündnis 125 Verbände, Vereine und Firmen als Mitglieder an, darunter Coca-Cola, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Evangelische Kirche.

Im vergangenen Jahr war der Türkische Bund mit dem Respektpreis ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). (dk)