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"Seine Regiearbeiten jonglieren mit Realität und Wirklichkeitsverlust"

Axel Ranisch erhält Hofer Filmpreis

Hohe Ehre für den offen schwulen Regisseur, Autoren, Komponisten, Schauspieler und Produzenten: Axel Ranisch tritt in die Fußstapfen von Wim Wenders und Rosa von Praunheim.


Axel Ranisch ist eine Auszeichnung reicher (Bild: Queryzo / wikipedia)

  • 23. Oktober 2020, 16:05h, noch kein Kommentar

Der 37-jährige Axel Ranisch ist am Donnerstag mit dem Filmpreis der Stadt Hof ausgezeichnet worden. "Seine schauspielerischen Darbietungen zeigen Vielseitigkeit, stecken voller Überraschungen und seine Regiearbeiten jonglieren mit Realität und Wirklichkeitsverlust", so begründen die Internationalen Hofer Filmtage die Auszeichnung in einer Mitteilung.

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Posted by Internationale Hofer Filmtage – Hof International Film Festival on Thursday, October 22, 2020
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Mit dem undotierten Preis würdigt die fränkische Metropole seit 1986 Größen der deutschen Filmbranche – er gilt inzwischen als eine der wichtigsten deutschen Auszeichnungen in diesem Bereich. In den letzten Jahrzehnten waren Legenden wie Doris Dörrie, Wim Wenders oder Tom Tykwer prämiert worden. Rosa von Praunheim erhielt die Auszeichnung 2008. Im letzten Jahr durfte sich Schauspieler Max Riemelt ("Kopfplatzen", "Sense8", "Freier Fall") über den Preis freuen.

Ranisch, geboren 1983 in Berlin, ist bereits seit 2002 im deutschen Filmgeschäft aktiv. Damals realisierte er seinen ersten Kurzfilm noch vor seinem Abitur. Ranisch war auch verantwortlich für viele Filme mit queerem Inhalt – sein origineller Low-Budget-Film "Dicke Mädchen" wurde von Zuschauern und Kritikern ebenso hoch gelobt wie sein schwuler Schlagerfilm "Ich fühl mich Disco". 2012 drehte er auch zusammen mit den Regisseuren Tom Tykwer, Chris Kraus, Robert Thalheim und Julia von Heinz den Dokumentarfilm "Rosakinder", der von der Beziehung zu ihrem gemeinsamen "Filmvater" und Mentor Rosa von Praunheim handelt.

2016 hatte sich Ranisch mit seinem langjährigen Freund verpartnert (queer.de berichtete). (cw)