Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=37398
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Islamistischer Terror in Dresden: Wird Homophobie als Motiv verschwiegen?


#1 KaiJAnonym
  • 27.10.2020, 17:34h
  • Gesamtgesellschaftlich muss das Schweigen gebrochen werden. Wie weit werden die Grundfeste der Demokratie geschützt. Hier wurde auf offener Strasse bestialisch gemordet. Und das wahrscheinlich, weil das Grund- und Menschenrecht homosexueller Liebe nicht respektiert wird. Wie weit ist die Gesellschaft, insbesondere auch der sich aufgeklärt gebende Teil, auch im Vergleich zu Frankreich, überhaupt schon bewusst da. Und absolutes Misstrauen ist besonders hier angebracht, wenn mensch an den NSU-Prozess denkt.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 AtreusProfil
  • 27.10.2020, 17:53hSÜW
  • Warum das Offensichtliche hinterfragen? Die Verschleierung fing bei der "Nichtkommentierung" der Polizei an und setzte sich in Teilen der Berichterstattung durch die Presse fort.

    Andernfalls müsste man ja auch eingestehen, dass trotz der, laut Statistik, aktuell höheren Gefahr durch Nazis, eine ebenso große Gefahr durch radikalisierte Moslems ausgeht, die man teilweise ohne Pass ins Land ließ, teilweise schon abgeurteilt, aber wieder auf freien Fuß ließ, da abschiebeunfähig oder man als BRD vollkommen unfähig ist, eine lückenlose Überwachung aller Gefährder im Land zu gewährleisten.

    Wichtig ist, dass ein Umdenken stattfindet und Hasskriminalität deutschlandweit erfasst wird und eben nicht nur in Berlin. Diese sollte bei gerichtlichen Urteilen zu einer signifikanten Erhöhung der Strafe führen. Und vor allem sollten es die Behörden der BRD nicht mehr zulassen, dass Personen ohne Pass, also unklärbarem Namen, Alter und Lebenslauf oder mit eindeutiger Aktenlage einreisen dürfen und dafür sorgen, dass gerichtlich verurteilte Gefährder konsequent abgeschoben werden. Falls dies nicht möglich ist, sollten sie solange in Sicherheitsverwahrung kommen, bis es wieder möglich ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 goddamn liberalAnonym
  • 27.10.2020, 17:57h
  • Antwort auf #1 von KaiJ
  • "Zur sexuellen Orientierung der Opfer äußern wir uns nicht", sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt vergangene Woche."

    Im sächsischen "Tal der Ahnunglosen" um Dresden lebt man eben in einer anderen Zeit.

    Homophobe Volksvertreter sind da landestypisch.

    Sie kommen aus der starken AFD oder aus der Regierungspartei wie Arnold Vaatz (CDU), der sich angesichts der Ehe für uns vor seinen Vorfahren schämte (was mögen die in Thüringen und Sachsen in den 30ern wohl politisch gedacht haben?).

    Tödliche homophobe Gewalt von noch gefährlicheren, eben muslimischen Reaktionären wird da gerne totgeschwiegen.

    Auch das ist homophob, aber auch irgendwie konsequent.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#4 Ralph
  • 27.10.2020, 18:03h
  • Ehe Kevin Kühnert andere belehrt, sollte er selbst endlich sein auffälliges Schweigen brechen. Und was Polizei und Staatsanwaltschaft angeht: Wieso werden Rassismus oder Antisemitismus als Motive von Gewalttätern öffentlich genannt, Schwulenhass aber nicht? "Der Spiegel" spricht in seiner aktuellen Printausgabe vom "ersten Mordanschlag eines Islamisten aus Hass auf Homosexuelle in Deutschland". Wieso ist das den Strafverfolgungsorganen keine Silbe wert? Hat das mit dem Tatort zu tun, der in einem traditionell homofeindlich regierten Bundesland liegt? Und warum wird das Motiv des Täters zur Privatangelegenheit der Opfer erklärt?
  • Antworten » | Direktlink »
#5 KaiJAnonym
  • 27.10.2020, 18:18h
  • Es vergeht kein Tag, an dem uns nicht nachgegangen wird. Und es sind an uns in der Republik auch Morde verübt, wohl auch politisch bewusst. Und hier fand eine wohlmöglich öffentliche Hinrichtung an uns statt, und die Gesellschaft schweigt.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 InteressantAnonym
  • 27.10.2020, 18:51h
  • Interessant finde ich, das ihr den "Islamisitschen Terror" betont, nur wo bleibt eure Betonung beim Angriff in Münster auf "Rechtsextremer Terror"?

    Oder seid ihr da so wie alle - auf dem Rechten Auge blind?

    Wenn man die einen benennt dann bitte auch die anderen. Zumal sich Islamisten und Faschisten ziemlich ähnlich sind. Erstere wollen eine Religiös-Fundamentalistische Diktatur, letztere eine Nationalistische Faschistische Diktatur.

    Das rechtsextremer meistens nicht als solcher benannt wird ist schon schlimm genug. Aber das ihr selbst die Faschistische Terrororganisation AfD noch immer als "Rechtspopulisten" verharmlost finde ich zum Kotzen!

    www.vice.com/de/article/zmpvmj/der-schwule-christopher-w-sol
    l-von-rechtsextremen-zu-tode-gefoltert-worden-sein


    Ich selbst spreche aus Erfahrung: Ich wurde in den Neunzigern mehrfach Opfer rechtsextremer Terroristen. Bis hin zum Mordversuch!

    Also, nennt die Dinge beim Namen und nehmt nicht an der Verharmlosung von Nazis teil!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 goddamn liberalAnonym
#8 Ralph
#9 KaiJAnonym
#10 FlorianJuengerProfil
  • 27.10.2020, 21:20hMünchen
  • Ich teile die Trauer um den getöteten und wünsche den Hinterbliebenen viel Kraft. Dem in mehrfacher Weise verletzten Partner wünsche ich eine gute medizinische und posttraumatische Behandlung sowie ein Netzwerk aus Verwandten und Freunden, das ihn auffängt.

    Ich finde es schrecklich, wenn körperliche und/oder psychische Gewalt ausgeübt wird. Und ja: als schwulen geht es mir nahe, wenn das Motiv vielleicht in der Homophobie des Täters und dessen Umfeld liegen könnte.

    Wird die Tat aber feiger, verwerflicher, niederträchtiger oder verachtenswerter wenn das Motiv in der homophobie des Täters läge? Gibt es ein Ranking der Geschädigten, das sich aus dem Motiv des Täters ergibt?

    Ein Mensch wurde getötet und einer verletzt, Angehörige, Freunde, Helfer und unbeteiligte wurden traumatisiert. Welchen Stellenwert hat demgegenüber das Motiv des Täters?

    Welchen Sinn macht es diesbezüglich von Polizei und Staatsanwaltschaft eine Mutmaßung über den Hintergrund der Tat - so naheliegend sie auch erscheinen mag - abzuverlangen?

    Hört auf uns für etwas besonderes zu halten. Wir sind Teil einer pluralistischen Gesellschaft und gegen den Teil unserer Gesellschaft, die uns akzeptiert war dieser Anschlag vielleicht gerichtet.
    Die geschädigten haben dafür einen hohen Preis bezahlt, ob in Paris oder Wolfshagen wo sie wegen ihres Engagements ermordet wurden ebenso wie in Dresden wo vielleicht ein Gegner dieser Werte ein Zeichen setzen wollte.

    Gebt unseren Ermittlungsbehörden die Unvoreingenommenheit, die Motive vorurteilsfrei herauszuarbeiten (ja, mir ist bewußt, dass wir uns das auch lange gewünscht haben und manchmal auch heute noch darum kämpfen müssen, aber es hilft ja nichts) und lasst dann die Gerichte zu einem Urteil kommen.

    Gegner sind nicht Polizei und Justiz. Gemeinsame Gegner sind die Täter, die in allen gesellschaftlichen Gruppierungen und Schichten zu finden sind. Unterstützt unseren Staat dabei seine Aufgaben so gut und so vorurteilsfrei wie möglich zu erfüllen. Wir alle sollten ein starkes Interesse daran haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#11 KaiJAnonym
#12 GronkelAnonym
  • 27.10.2020, 23:01h
  • Antwort auf #5 von KaiJ
  • "Es vergeht kein Tag, an dem uns nicht nachgegangen wird. Und es sind an uns in der Republik auch Morde verübt, wohl auch politisch bewusst. Und hier fand eine wohlmöglich öffentliche Hinrichtung an uns statt, und die Gesellschaft schweigt."

    Ja es gab eine öffentliche Hinrichtung von einem Schwulen durch einen Islamisten. Hier in Deutschland, genau wie im Iran Schwule am Kran hängen oder bei den Taliban gesteinigt werden.
    Doch sowohl das Opfer wie auch der Täter und sein Motiv werden kaum benannt. Da wurde sogar deutlich mehr aus Frankreich und dem Hingerichteten Lehrer berichtet. Und mehr politische Mitleidsbekundungen nach Frankreich geschickt als an die hiesigen Opfer.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#13 stvhhAnonym
#14 Ralph
#15 Ralph
  • 28.10.2020, 08:17h
  • Gestern abend ging es im RBB bei Thadeusz auch um den Dresdener Mordfall. Thadeusz selbst erwähnte ganz knapp, dass die Tat sich gegen Schwule richtete, seine Diskussionspartner(innen), lauter Journalisten, gingen darauf aber nicht ein. Der Kolumnist der FAZ vertrat die Meinung, Verbrecher seien stets Einzelpersonen und dürfen nicht einer Gruppe zugeordnet werden. Thadeusz' Vorhalt, warum das denn bei Nazis anders sei, wurde nicht beantwortet, im Gegenteil kam aus der FAZ-Ecke reflexartig die Warnung vor Flüchtlingsfeindlichkeit, während die anderen wenigstens einräumten, dass die Angst, Beifall von rechts zu bekommen, verhindere, dass sich Linke mit den Opfern islamistischer Gewalt solidarisieren. Thadeusz fasste zusammen, dass die Reaktion auf den Mord eine andere gewesen wäre, hätte ihn ein Nazi begangen. Dem stimmten die anderen zu.
  • Antworten » | Direktlink »
#16 FlorianJuengerProfil
  • 28.10.2020, 09:26hMünchen
  • Antwort auf #11 von KaiJ
  • Ich finde es ja auch gut, dass über den Anschlag berichtet wird und hierbei auch ein möglicher Zusammenhang mit der homophoben Einstellung von Islamisten (die jedoch nicht überraschen dürfte) thematisiert wird.

    Ich vertrete jedoch in meinem Kommentar die Auffassung, dass:
    1. Ein Mord - unabhängig vom Motiv - für die Geschädigten (und das ist nicht nur der Ermordete) ein fatales oder traumatisches Ereignis darstellt
    2. Die Ermittlungen des Staates zur aufarbeitung des Verbrechens unvoreingenommen zu erfolgen haben
    3. Ein rechtskräftiges Urteil in einem rechtsstaatlich "sauberen" Verfahren gefällt wird

    Wir (die Öffentlichkeit, die Medien, ...) dürfen mutmaßen, vom Staat erwarte ich jedoch vorurteilsfreies handeln, nicht nur in diesem Fall.
    Eine professionelles Vorgehen bei der Ermittlung, sichert die juristische Aufarbeitung ab. Darauf haben auch die Geschädigten ein Anrecht.
    Das staatliche Handeln in Zusammenhang mit diesem Fall bereits jetzt zu skandalisieren halte ich für den falschen Ansatz.
    Sich mit homophoben Tendenzen verschiedener Akteure auseinander zu setzen um im Vorfeld (also präventiv) die Gesellschaft weiter zu sensibilisieren und so mit dazu beizutragen potentielle Hassverbrecher möglichst bereits vor der Tat zu stoppen, das sollte uns leiten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#17 Felix-baerlinAnonym
  • 28.10.2020, 09:59h
  • Antwort auf #16 von Florian Jünger
  • Du holst hier ganz schön weit aus ...
    1. Wäre ein heterosexuelles Ehepaar betroffen gewesen, hätte man es auch in den Berichten als Angriff auf eine Ehepaar aus NRW so bezeichnet. Diese Berichte beziehen sich häufig auf die Formulierung in Polizeiberichten.
    2. Ein Staatsanwalt, der nicht in der Lage ist, auf eine journalistische Nachfrage zumindest professionell zu antworten: Ich kann bestätigen, dass die angegriffenen Männer in einer Lebenspartnerschaft eingetragen sind, disqualifiziert sich.
    3. Die Motivlage bei Morden ist immer relevant.
    4. Bei politischen Morden stellt sich immer die Frage, was in einer Gesellschaft getan werden muss. Das soll zukünftigen Zielen, also Opfern helfen.
    5. Wer die Motive politischer Morde verschweigt, hat meist unanständige eigene Motive. Die Morde an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht lassen grüßen.
    6. Wer das Leid der Opfer als privates bedauernswertes Schicksal darstellt, verhöhnt die Opfer. Wie ihr Leben hätte gerettet werden können, soll nicht thematisiert werden. Hier könnte sonst das Versagen von LKA, Geheimdiensten und Co. im Mittelpunkt stehen. Seit NSU wissen wir, dass solche Experten viele weiße Flecken haben. Sachsen zeichnet sich nicht damit aus, Kompetenz in Bezug auf homophobe Hasskriminalität oder Rechtsextremismus zu besitzen.
    7. Ist das nicht alles wie beim Attentat von Orlando? Wer die gezielten Opfer waren, wurde auch wiederholt geleugnet.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#18 Ralph
  • 28.10.2020, 11:40h
  • Antwort auf #17 von Felix-baerlin
  • Das kann ich nur dick unterstreichen. Übrigens: Im aktuellen "Spiegel" ist hinreichend Rechercheergebnis von Journalisten veröffentlicht, so dass von einer gezielt schwulenfeindlichen Tat begründet ausgegangen werden kann. Für die Staatsanwaltschaft ist das alles Privatangelegenheit der Opfer. Bemerkenswert. Werden Gewalttaten gegen Juden oder gegen PoC verübt, ist noch kein Polizeibeamter, kein Staatsanwalt, kein Politiker auf die Idee gekommen, den motivbildenden Hass der Täter auf Juden oder PoC als Privatangelegenheit der Opfer zu bezeichnen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#19 TimonAnonym
  • 28.10.2020, 12:14h
  • Natürlich wird Homohass als Tatmotiv verschwiegen.

    Aus denselben Gründen, weshalb auch Union und SPD schon seit Jahren eine bundesweite statistische Erfassung homo- und transphober Straftaten blockiert:

    Die Öffentlichkeit soll nicht erfahren, wie groß das Problem wirklich ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#20 gayflecktarnhoseProfil
  • 28.10.2020, 12:16hBremen
  • Hallo, solange dieser Fall nicht restlos aufgeklärt worden ist und man immer noch von einem
    islamistischen Hintergrund ausgeht, habe ich das Gefühl man will auch gar nicht Homophobie als
    Motiv ins Spiel bringen. In diesem Fall müßte man
    doch seitens der Untersuchungsbehörden zugeben
    das hier etwas verschwiegen werden soll was nicht
    sein darf.
    Es ist doch nicht der erste Fall dieser Art einer
    Verdrehung der tatsächlichen Ursachen.
    Homophobie und Gewalt gegen Homosexuelle will
    man doch möglichst nicht eingestehen, es passt
    nicht in den Rahmen der ach so heilen LGBTQI-
    Welt.
    Liebe Mitbürger wir werden uns noch wundern was
    noch alles auf uns zu kommt.
  • Antworten » | Direktlink »
#21 EulenspiegelAnonym
#22 gayflecktarnhoseProfil
#23 TimonAnonym
#24 Michael HLAnonym
#25 ManuAnonym
#26 ShrimekAnonym

» zurück zum Artikel