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Kommentare zu:
Umgang von Politik und Gesellschaft mit homophobem Terror "zutiefst verstörend"


#1 KaiJAnonym
  • 28.10.2020, 17:22h
  • Das Schweigen ist die eigentliche Gefahr.
    Mit der Tat wird eine Grundfeste eingerissen. Demokratie muss sich dem Terror stellen.
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#2 PeerAnonym
  • 28.10.2020, 17:59h
  • Wenn man eine Bundesregierung hat, die Deutschland ins Koma regiert, wird auch Gewalt und Mord nur noch achselzuckend hingenommen.
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#3 YunaBLNAnonym
  • 28.10.2020, 18:08h
  • Persönliche Meinung. Ich denke, es geht nicht um Homophobie. Ich glaube nicht, daß die bedauernswerten Opfer, Hand in Hand durch Dresden gelaufen sind. Durch Dresden, in Sachsen!!! Es waren Zufallsopfer und zufällig schwul und zufällig ein Paar. Es geht auch nicht um die Opfer vom Berliner Weihnachtsmarkt wo Merkel ein knappes Jahr brauchte, für eine Reaktion.
    Es geht um die Herkunft der Täter. Würde man Anteilnahme zeigen, für die Opfer, würde man, indirekt, zugeben daß, seit 2015, nicht alles richtig gelaufen ist. Und nein ich bin nicht rechts, ich bin nur stocksauer, denn daß es anders geht, Opfer zu ehren, zeigen die Franzosen.
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#4 dellbronx51069Anonym
#5 AthreusProfil
  • 28.10.2020, 19:21hSÜW
  • Antwort auf #1 von KaiJ
  • "Demokratie muss sich dem Terror stellen."

    Die Demokratie muss den Terror stellen. Die Demokratie sollte >sich< NICHT dem Terror stellen, da "sich stellen" das Synonym für "sich ausliefern" oder "sich ergeben" ist.

    PS: Mir ist klar was gemeint war, dennoch etwas unglücklich formuliert. Das wollte ich nur anmerken.
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#6 DeDeAnonym
  • 28.10.2020, 19:40h
  • Antwort auf #3 von YunaBLN
  • "Ich glaube nicht, daß die bedauernswerten Opfer, Hand in Hand durch Dresden gelaufen sind. Durch Dresden, in Sachsen!!!"

    Weil? Da bin ich mal gespannt...

    Kommt jetzt das typische sachsen-pegida-dresden-alles-rechts-oder-geduldet/ homophob bis ins mark-"Argument"?
    Sehe regelmäßig schwule Paare Hand in Hand durch die Stadt laufen.
    Die Behauptung ist einfach, Pardon, blödes Gequatsche. Was haben Sie für Vorstellungen was hier so normalerweise stattfindet?!?!
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#7 Felix-baerlinAnonym
  • 28.10.2020, 21:32h
  • Antwort auf #3 von YunaBLN
  • Was du alles so glaubst und meinst ist unerheblich. Nimm dich nicht so wichtig.
    Solche Sätze wie, ich bin nicht rechts oder Meine Meinung, trotzig dahin geschrieben, werden diesem traurigen Ereignis nicht gerecht. Weder zeigst du Mitgefühl, noch hast du Interesse an Aufklärung. Aber es scheint ja sowieso nur um dich und deine Meinung zu gehen.
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#8 goddamn liberalAnonym
#9 zenkimausAnonym
  • 29.10.2020, 09:27h
  • Antwort auf #3 von YunaBLN
  • Was soll das ? Ich laufe durch die Altstadt mit meinem Freund HAND IN HAND. Das ist sowas von normal. IN DRESDEN, IN SACHSEN. Auch wenn hier viele zuviele radikal wählen, interessieren tut es niemanden wenn hier. Ja das ist vielleicht ein Homophober Mord doch die wahren Brandstifter sitzen im Hintergrund. Widerlich das sie Dresden und seine Bewohner und auch alle LGBT beleidigen mit ihrer Aussage . Bei mir kommt es so an, das man doch Dresden nicht besuchen sollte oder dort wohnen könnte. Münster Berlin München etc dann auch nicht
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#10 Ralph
  • 29.10.2020, 10:19h
  • Antwort auf #3 von YunaBLN
  • Du legst zwei Ideen nah, von denen ich nicht weiß, welche die schlimmere ist. 1. rückst Du den Täter vom Islam weg und zum Rechtsextremismus hin, 2. erklärst Du, dass es halt nur zwei Provokateure erwischt hat. Entschuldige meine Reaktion darauf, die da lautet: Pfui Teufel.
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#11 goddamn liberalAnonym
  • 29.10.2020, 10:47h
  • Antwort auf #9 von zenkimaus
  • Das Hauptthema ist hier ein arabischer Terrorist, dessen mörderische Homophobie von den Behörden und den Medien verschleiert wird. Das ist nicht Sachsen-spezifisch, sondern hat mit struktureller Homophobie der Justiz und pseudo-linker Orientromantik der Medienleute zu tun.

    Allerdings wird nun mal seit ca. 100 Jahren im Gegensatz etwa zu Münster und Köln in weiten Teilen Sachsens gegen die Verfassung der jeweiligen Republik gewählt. Da wäre Selbstkritik eine ganz gute Idee.
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#12 Ralph
  • 29.10.2020, 11:01h
  • Die Toleranz gegenüber Gewalttaten an Schwulen hat Gründe. Erst mal ist es grade 51 Jahre her, dass Schwule unter der Zustimmung des größten Teils der Bevölkerung eingesperrt wurden, und es ist erst 26 Jahre her, dass es ein Sonderstrafrecht gegen Schwule gab, das reichlich restriktive Bestimmungen, insbesondere die damals "Jugendschutz" genannte staatliche Schwulenfeindschaft nach sich zog, auch unter Zustimmung sehr großer Teile der Bevölkerung. Die Geisteshaltung hinter solchen Gesetzen verschwindet nicht mit deren Aufhebung. Sie wird noch Generationen lang weitergegeben. Sie fließt in die Ausbildung von Juristen und Polizisten ein. Bis 1969 segelte der Schwulenhass unter der Flagge des gesunden sittlichen Empfindens des deutschen Volkes, bis 1994 dann unter der des Jugendschutzes, anschließend bis 2017 unter der des Schutzes von Ehe und Familie, und heute noch immer unter der von Meinungs- und Religionsfreiheit. In diesem Lande gibt es Religionsgesellschaften und Parteien,die offen schwulenfeindliche Hetze treiben, ohne dass das für sie irgendeine negative Konsequenz hätte. Schwulsein wird noch immer als Krankheit propagiert, deren vorgeblicher Therapierung inzwischen sogar ein rechtlicher Rahmen gegeben wurde. Es wird noch immer in die Nähe von Kriminalität, insbesondere von Kindesmissbrauch gerückt. Religiöse Fanatiker und rechtsextreme Politiker werden nicht müde, die angebliche Minderwertigkeit und Sozialschädlichkeit von Schwulen zu betonen, und sie missbrauchen dafür Ämter und Mandate innerhalb ihrer religiösen Gemeinden, innerhalb von Parteien, innerhalb von Regierungen, Parlamenten, Behörden und Gerichten. Menschen, die sich gerne öffentlich äußern und engagieren, wenn andere Minderheiten angegriffen werden, sehen weg, wenn es um Schwule geht. Gruppen, die die Interessen anderer Minderheiten vertreten, weigern sich, mit LSBTI-Initiativen, -Vereinen, -Projekten zusammenzuarbeiten. Die simpelsten Regeln des Sozialverhaltens gelten ihnen gegenüber nicht. Nein, Schwule sind nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Im Gegenteil: Bei jeder sich bietenden Gelegenheit werden sie gezwungen, ihr bloßes Vorhandensein zu rechtfertigen, und jede Gleichbehandlung wird ihnen als angebliches Privileg angekreidet. Und es ist auch nur kontraproduktiv, dass sich über Jahrzehnte hinweg Schwule gemüht haben, die alberne Vorstellung zu kultivieren, Schwule seien doch gar nicht anders, seien doch ganz "normal", seien doch genauso wie alle anderen, wollen angeblich einfach nur in der Gesamtbevölkerung aufgehen und als eigene soziale Gruppe verschwinden. Wer sogar selbst mit der eigenen Existenz fremdelt, darf sich nicht wundern, nur geringe Wertigkeit zugebilligt zu bekommen.

    Ich habe oben immer nur von Schwulen geredet, weil ich selbst nun mal schwul bin und gerne eigene Erfahrungen einbringe. Was ich oben beschreibe, habe ich alles selbst erlebt und erlebe ich noch heute. Natürlich betrifft dieser Missstand Lesben sehr ähnlich oder genauso, und Transmenschen, zwischengeschlechtliche und nichtbinbäre Menschen erleben zwar etwas anders geartete oder begründete, aber nicht minder einschneidende Diskriminierungen.

    Zuletzt möchte ich extrem privat werden. Ich lebe hier in einem Dorf von weniger als 1000 Einwohnern. In diesem Dorf am äußersten Rande der Bebauung. In der Nachbarschaft gibt es 11 bebaute und bewohnte Grundstücke. 3 Nachbarparteien verkehren mit uns, man unterhält sich auf der Straße und an der Grenze der Gärten. 1 weitere Partei grüßt immerhin, wenn man ihr mal auf der Straße begegnet. Die 7 anderen behandeln uns seit 33 Jahren (so lange wohnen wir gemeinsam hier) als nicht existent. Rhetorische Frage: warum wohl? Und noch eine rhetorische Frage: Wer seinen schwulen Nachbarn nicht mal Guten Tag sagt, was sollen den Gewalttaten gegen Schwule kümmern? Selbst macht man das natürlich nicht, man ist ja auf der richtigen Seite der Zivilisationsgrenze gelandet - aber wenn die Unzivilisierten zuschlagen oder zustechen, was soll's?
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#13 seb1983
  • 29.10.2020, 11:32h
  • Antwort auf #12 von Ralph
  • Man könnte auch amüsant spießbürgerlich kommentieren dass es dir ja offenbar wichtig ist dass die Nachbarn euch grüßen und es dich kränkt ignoriert zu werden, in Großstädten wäre das nicht mal aufgefallen.
    Die Gründe können übrigens vielfältig sein, unpassende Hausfarbe gewählt? Gedeihen die Geranien besser? Da kann in schlechten Nachbarschaften ganz anderes passieren wenn man sich nicht leiden kann, Sachbeschädigung, Handgreiflichkeiten, Gericht.

    Aber es zeigt eben auch den (berechtigten) schwulen Anspruch im Jahre 2020:
    In Ruhe gemeinsam leben reicht nicht, man will ja offenbar doch "dazugehören" und den hausgemachte Apfelkuchen den die Nachbarin Sonntags abwechselnd verteilt auch mal im eigenen schwulen Haushalt genießen.

    Zum Schluss dann ein fehlendes "Guten Tag" mit der Tolerierung von Mord gleichzusetzen ist mir zu schwules Drama.
    In Syrien geht es für Schwule übrigens um mehr als nur Apfelkuchen.
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#14 Ralph
#15 andreAnonym
  • 29.10.2020, 14:32h
  • Antwort auf #2 von Peer
  • Regierungssprecher Seibert, hat gerade, auf Twitter, die Meinung Merkels zum islamischen Terrorakt in Nizza wiedergegeben.
    "Ich bin tief erschüttert über die grausamen Morde in einer Kirche in #Nizza. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Ermordeten und bei den Verletzten. Der französischen Nation gilt in diesen schweren Stunden Deutschlands Solidarität.
    Gabs Ähnliches zu Dresden ? Vielleicht habe ich es verpaßt. Gehts noch jemandem so ?
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#16 KaiJAnonym
#17 AthreusProfil
  • 29.10.2020, 15:47hSÜW
  • Antwort auf #15 von andre
  • Ja, mir. Und nein, weder war sie bis jetzt in Dresden, noch hat sie sich dazu dergestalt geäußert. (Während Macron vor dem Sarg des Lehrers stand und heute schon kurze Zeit später in Nizza eintrifft.)

    Im Übrigen wurde von Cem Özdemir, Christian Lindner und Amtsträgern aller anderen demokratischen Parteien auch keine Mahnwache abgehalten, dafür heute schon übereinkommend eine vor der französischen Botschaft angemeldet (18 Uhr) und per Twitter zum Kommen aufgerufen.

    Und während bei Dresden erst geschwiegen und verschwiegen wurde, überschlagen sich heute die persönlichen Wortmeldungen und Beleidsbekunden, wie sich das bei Bürgern aus der I. Klasse gehört.
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#18 gayflecktarnhoseProfil
  • 29.10.2020, 16:44hBremen
  • Hallo,
    ob wir hier jemals erfahren das der Vorfall in Dresden evtl. einen homophoben Hintergrund hat
    da bin ich mir nicht sicher. Mit der Wahrheit tut man sich hier sehr schwer.
    Und wer glaubt das aus dem Bundestag von den
    Regierungsparteien dazu Kommentare abgegeben
    werden irrt, ausser einigen dummen Bemerkungen
    der AfD.
    Oh, etwas kam doch und das mit einer 20jährigen
    Verspätung als es um die diskriminierungen der
    Soldaten ging.
    Tenor: " Sage nie zuviel, sonst glauben die Menschen noch wir sind LGBTQI-freundlich ".
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#19 goddamn liberalAnonym
#20 KaiJAnonym
#21 AthreusProfil
  • 29.10.2020, 18:39hSÜW
  • Antwort auf #19 von goddamn liberal
  • So traurig es auch ist, aber das ist die Wahrheit. Wird von Jahr zu Jahr auch schlimmer, hab ich das Gefühl. Das der Artikel überhaupt als unproblematisch befunden und in die Veröffentlichung kam, ist ja eigtl. schon traurig genug, aber dass es dann noch eine Emcke braucht, um offen ersichtlichen Antisemitismus zu erklären, lässt tief blicken. Ist auch eine Zäsur, weil nicht wenige Politiker und Journalisten diesen Antisemitismus als Meinungsfreiheit etikettiert haben und mehr als deutlich wurde, dass die Grenzen unlängst verschoben wurden.

    Gleichzeitig lebt man das der Bevölkerung auch vor, indem man völkermordleugnende Schriftsteller abfeiert oder die Bayreuther Antisemiten-Festspiele alljährlich mit der kompletten Regierungsbank beehrt und in Bezug zum aktuellen Islamistischen Terror, kein einziges Wort darüber verliert, dass Erdogan syrische IS-Kämpfer nach Aserb... schickt, um denen beim Schlachten von Armeniern zu helfen. Auch hier wieder: Macron hat es getan.

    Im Fall des frz. Lehrers übrigens auch zwei verschiedene Welten: Macron stellt sich ab Sekunde Null hinter die Satire, Merkel verurteilt Böhmermann öffentlich und gibt Erdogan damit moralische Rückendeckung, für seine Klage.
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#22 dellbronx51069Anonym
  • 29.10.2020, 19:26h
  • Antwort auf #12 von Ralph
  • Vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag , den ich nur voll unterschreiben kann. Insbesondere Deine Erlebnisse am Rande des Ortes wo Du wohnst .Ich wohne ebenso Rande eines grossen Ortes und erlebe mit meinem Mann immer wieder das von Dir beschriebene.
    Am schlimmsten finde ich hier die Relativierungen von einigen, von wegen in Syrien ist ja Alles viel schlimmer. Wenn wir das als Maßstab nehmen können wir gleich einpacken.
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#23 goddamn liberalAnonym
  • 29.10.2020, 21:27h
  • Antwort auf #20 von KaiJ
  • Ja, bei der SZ verwundert das nicht.

    Da rumorte es schon immer, wenn Walser gegen Reich-Ranicki antisemitelte, wenn jüdische Unternehmer als hakennasige Kraken karikiert wurden, wenn man sich mit falschen Vorwürfen gegenüber Israel hinter Essayisten aus Afrika versteckte.

    Jetzt ist im Fall Levit die grünliche Maske endgültig gefallen.

    Was der 'echte Deutsche' darf, darf der 'Jude' mit seiner 'Opferanspruchsideologie' noch lange nicht.
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#24 goddamn liberalAnonym
  • 29.10.2020, 21:31h
  • Antwort auf #21 von Athreus
  • "dass es dann noch eine Emcke braucht, um offen ersichtlichen Antisemitismus zu erklären, lässt tief blicken."

    Ja, diese beinharte Hornhaut von Gefühllosigkeit, die sich hinter völlig unverbindlichen protestantisch durchsäuerten Schuldritualen verbirgt, ist in Deutschland immer wieder abstoßend.
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#25 LorenProfil
  • 30.10.2020, 01:17hGreifswald
  • Antwort auf #19 von goddamn liberal
  • Helmut Mauró hat sich mit seinem Geschwätz von einer vermeintlichen "Opferanspruchsideologie" von einem zivilisierten Diskurs disqualifiziert, Die SZ täte gut daran, ihn sofort vom Hof zu jagen. Von jüdischen Mitbürger*innen habe ich gelernt, allzeit wachsam zu sein und jeglicher Naivität abzuschwören, wenn es um die menschenrechtilche Verfassung der hiesigen Bevölkerung geht.
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#26 goddamn liberalAnonym
  • 30.10.2020, 09:33h
  • Antwort auf #25 von Loren
  • Recht hast Du!

    Das Schlimme ist aber, dass jeder Beitrag vor dem Druck eine Genehmigung der Redaktion braucht.

    Die fand dieses klassisch antisemitische Pamphlet nach dem Motto

    "Wenn der Jude schon deutsche klassische Musik spielen darf, dann soll er sich nicht noch dreist wehren, wenn Juden mit Spaten angegriffen werden"

    so in Ordnung.

    Wichtig ist immer wieder zu wissen: Die AFD allein ist nicht die Alleinerbin der Nazis.
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#27 LorenProfil
  • 30.10.2020, 10:35hGreifswald
  • Antwort auf #26 von goddamn liberal
  • Die Redaktion hatte ich gerade nicht auf dem Schirm, halte deine Auffassung für zutreffend.

    Menschenfeindlichkeit ist m.E. wahrlich kein Alleinstellungsmerkmal der AfD und findet sich auch in anderen Parteien (z.B. wenn Menschenrechte nicht als universal gültig anerkannt und stets verteidigt werden) und in der Breite der Bevölkerung (wenn z.B. auf Hassverbrechen unterschiedlich reagiert wird, je nachdem, wer das/die Opfer sind).
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#28 KaiJAnonym
  • 30.10.2020, 11:13h
  • Antwort auf #26 von goddamn liberal
  • Ich danke Dir für die konkreteren Analysen der SZ. Es gab Jahre der von mir da genauer gelesenen SZ, in der ich einen jeden von den extra vielen Artikeln zum Judentum dort als judenfeindlich interpretiert habe. Dieser Geist wird denn wohl auch in aktuelleren möglich sein, wie der thematisierte es deutlich widerspiegelt.
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#29 TheDadProfil
  • 30.10.2020, 11:50hHannover
  • Antwort auf #13 von seb1983
  • Es geht nicht um "schwulen apfelkuchen am gartenzaun" sondern um die Frage ob denn Schwule Paare, und alle anderen Nicht-Hetero-Paare überhaupt die andere Seite eines Gartenzaunes besitzen oder auch nur nutzen dürfen !

    Wenn man sich ansieht das immer noch Nicht-Heteros bei der Wohnungssuche "ausgesondert" werden, neben Alleinerziehenden, hier vor allem Frauen mit kleinen Kindern, und dann landauf, landab der Eindruck entsteht
    "so etwas können wir unseren anderen Mietern nicht zumuten",
    dann stellt sich dir Frage
    Was wissen diese Leute die sich für die "Spitze der Gesellschaft" eigentlich von dieser Gesellschaft ?

    Ob das denn der "stille Protest" gegen Schwule Mitbürger als Nachbarn ist, oder der öffentliche Protest gegen den nächsten Kindergarten, der dann aus "Gründen des Lärmschutzes" doch lieber im nächstem Gewerbegebiet gleich neben dem dort angesiedelten Altenheim liegen soll, von Unterkünften für Asylbewerber mal ganz zu schweigen, die man Teils wahlweise neben die Betriebshöfe der Abfallwirtschaft oder auf einen nicht genutzten Parkplatz an einem großem Friedhof gebaut hat,
    (ich schreibe hier von REALITÄTEN !)
    überall schickt sich diese "Gesellschaft" immer noch an ganze Gruppen auszuschließen, und das Nicht Erwähnen eines möglichen Motives für einen solchen terroristischen Angriff auf die BEVÖLKERUNG ist ein Teil des Problemes !

    ZU diesem Problem gehören dann leider auch "sprachliche Ausfälle" wie die des französischen Präsidenten, der sich Gestern nach dem erneutem Anschlag mit 3 Opfern dazu äußerte, diese Menschen "seien für ihr land gefallen"..

    Das ist eine Kriegsrhetorik die nicht dazu gehören darf..
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#30 Ralph
  • 30.10.2020, 11:51h
  • Antwort auf #22 von dellbronx51069
  • Du siehst ja, wie sich sogar manche Schwule mühen, nicht in der Homosexualität liegende Gründe für Ausgrenzung zu suchen, um die Wahrheit nicht sehen zu müssen, und wie sie Zivilisationsregeln wie das einfache Grüßen zwischen Nachbarn als spießiges Buhlen ums "Dazugehören" veralbern. Und ja, in der Tat, noch mal an die Adresse derjenigen, die das nicht wahrhaben wollen: Wenn ich Menschen schon in ihrer bloßen Existenz nicht wahrnehmen will, dann ist es mir auch egal, wenn sie totgeschlagen werden.
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#31 Ralph
  • 30.10.2020, 12:12h
  • Antwort auf #29 von TheDad
  • Na ja, Franzosen wählen in solchen Dingen oft mal Worte, die Deutschen eher fremd sind. Das hat vermutlich mit dem ungebrochenen Verhältnis der Franzosen zur Nation und zum Militär zu tun (ich rechtfertige das nicht, ich versuche es nur zu erklären). Es hat typisch französische Grandeur, Opfer solcher Terroranschläge als Menschen anzuerkennen, die in Wahrnehmung ihrer Grundrechte und im Rahmen der Werte der Republik ermordet wurden - und es verbreitet typisch deutschen Häkeldeckchen-und-röhrender-Hirsch-Bild-Mief, wenn Opfer auf gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit beruhender Gewalt als solche geleugnet und das staats- und gesellschaftsfeindliche Motiv von Tätern zur Privatsache der Opfer erklärt werden. Ehrlich gesagt: Da ist mir die französische Sitte lieber. Liegt vielleicht daran, dass Frankreich nur ein paar Kilometer von mir entfernt ist. In solchen Situationen denke ich immer wieder an Alfred Grosser, der sagte, solche Unterschiede seien für Deutsche und Franzosen typisch, werden in Frankreich wahrgenommen und führen dort zur Frage, ob Deutschland denn überhaupt eine Republik sei. Für Franzosen ist eine Republik nicht bloß die nichtmonarchische Staatsform, sondern ein Kanon gemeinsamer Werte der Bürger, den alle anerkennen und verteidigen. Was ein Franzose ist, wissen alle Franzosen: jemand, der Französisch spricht und die Werte der Republik teilt - aber was ist ein Deutscher?
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#32 TheDadProfil
  • 30.10.2020, 13:12hHannover
  • Antwort auf #31 von Ralph
  • ""Was ein Franzose ist, wissen alle Franzosen: jemand, der Französisch spricht und die Werte der Republik teilt - aber was ist ein Deutscher?""..

    Würden wir so verfahren und uns über die gemeinsame Sprache definieren wäre in Punkto Rassismus-Debatte schon einiges erledigt..
    Da ist noch viel Luft nach oben..

    Allerdings gipfelten die Äußerungen Macrons dann hier bei uns schon in Kommentaren wie der "absoluten säkularisation des französischen staates, ein Treppenwitz, wenn man die Rolle Frankreichs als "Mutter der katholischen Kirche" im Hinterkopf hat..

    Das der erneute Anschlag in einer Kirche stattfand ist ein Zeichen dafür auf welchem Feld dieser "Krieg" dann stattfindet, und ebenfalls ein Zeichen für die Dummheit der "französischen Attentäter", die sowohl in Fall des Lehrers als auch hier in Nizza in Frankreich geborene französisch sprechende Jugendliche waren..
    Es handelt sich dann damit doch wohl auch um eine Art "Bürgerkrieg", und damit um die "Vorherrschaft" in der Gesellschaft ?

    Da von "Gefallenen" und von "unseren Werten" zu sprechen hat ein Geschmäckle, denn es schließt eben auch diese Attentäter weiterhin aus dieser französischen Gesellschaft aus, in die man sie zuvor krampfhaft hat integrieren wollen..

    Und das zeigt erneut auf :
    Die Säkularisation ist nicht vollständig, die "Religionsfreiheit" insofern eine Farce, weil sie keine echte ist, keine anerkennende gegenüber allem was nicht "katholisch" ist, und man nimmt damit die eigenen "Soldaten" dann schon nicht mehr als "kriegsteilnehmende" und damit als AUCH das Problem verursachenden Fakt wahr..
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#33 Ralph
#34 goddamn liberalAnonym
  • 30.10.2020, 15:55h
  • Antwort auf #31 von Ralph
  • "es verbreitet typisch deutschen Häkeldeckchen-und-röhrender-Hirsch-Bild-Mief, wenn Opfer auf gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit beruhender Gewalt als solche geleugnet und das staats- und gesellschaftsfeindliche Motiv von Tätern zur Privatsache der Opfer erklärt werden."

    Super formuliert! Danke!

    Dazu gehört aber auch noch das unverbindliche zerknirschte Betroffenheitsritual, am besten protestantisch-durchsäuert im Trio von Merkel, Gauck und Göring-Eckart serviert.
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#35 antosProfil
#36 KaiJAnonym
  • 30.10.2020, 18:22h
  • In der heutigen SZ ist von einem angeblichen Fehler des BND die Rede, der eine Warnung zum Täter durch einen ausländischen Geheimdienst von schon vor über einem Jahr nicht weitergeleitet hätte. Es wird behauptet, die zusätzliche Warnung hätte aber an den Vorsichtsmassnahmen (zumindest) nichts mehr geändert.
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#37 KaiJAnonym
#38 KaiJAnonym
  • 31.10.2020, 00:46h
  • Antwort auf #36 von KaiJ
  • In der Sendung ,Phoenix der Tag' sagt ein Politik- und Islamwissenschaftler, der Dschihad versuche die Gesellschaft an einer schwachen Stelle zu treffen. Ich interpretiere dieses eigentlich Bekannte weiter. Dem BND wurde laut Berichten vor über einem Jahr durch einen ausländischen Geheimdienst mitgeteilt, dass der Dresdener Mörder ein Attentat plane. Da war dieser übrigends noch in Haft. Er schlägt bei Unsereins zu. Die Schwachstelle ist doppelt gross. Einerseits kann er uns im Alltag treffen und andererseits trifft er das Tabu Homosexualität, dass bisher jeglichen Solidarisierungseffekt von Gesellschaft und Politik mit uns missen lässt. Sogar Pau von der Linken und wohl auch ein Grüner Redner schaffen es nicht, von einen Anschlag auf uns zu sprechen. Zumindest wird der Anschlag im Bundestag, nun aufgeschreckt durch die gestrige Zeitungsmeldung, als ein islamistischer und vielleicht aufgerollt. Dass das Ziel uns galt, die wir Liebe und Sexualität frei leben und damit das Sinnbild einer liberalen Gesellschaft darstellen, für diese Erkenntnis bräuchte es dann nicht viele Gehirnzellen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#39 TheDadProfil
  • 31.10.2020, 11:20hHannover
  • Antwort auf #33 von Ralph
  • ""Also aus meiner Sicht schließen sich solche Mörder ganz von selbst aus der Gesellschaft aus.""..

    Unbestritten..
    Doch es geht nicht nur um die "aktuellen Täter", sondern um die Gruppen denen die angehören, und damit um das Potential aus welchen die Radikalen, die Terroristen ihre "nächsten Attentäter" rekrutieren werden, was denkbar leichter sein wird, so lange man diese Menschen über die Nicht-Anerkenntnis ihres "Glaubens" und über die Nicht-Anerkenntnis ihres Französisch-seins weiterhin aus der Gesellschaft ausschließt, denn bei Licht betrachtet habe sich diese Täter nicht erst durch die Tat selbst ausgeschlossen, sie waren es schon vorher, und das ohne jeden Grund..

    Was hindert mich als Atheisten diese "Gläubigen" als "vollwertige Bürger" anzuerkennen ?
    Nichts..
    Denn die sind genauso "bekloppt" wie die "Christen"..
    Was hindert den "Christen" an der Anerkenntnis ?
    Sein "Lemming-Verhalten" bezüglich des Alleinvertretungsanspruches, und damit verbunden sein Nicht-Wissen davon, das es auch noch Anderes geben kann..
    Damit sind dem Rassismus und der Xenophobie gegenüber dieser Gruppe von Mitbürgern* Tor&Tor geöffnet, was zu all den Verwerfungen führt die Radikalisierung zur Folge hat..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#40 TheDadProfil
  • 31.10.2020, 11:23hHannover
  • Antwort auf #35 von antos
  • Danke für die Infos..
    Das war mir in diesem Zusammenhang nicht bewußt..

    Ändert leider nichts an der Praxis der "Mehrheitsgesellschaften" Minderheiten aus nichtigen Gründen auszuschließen, und damit selbst zur Radikalisierung beizutragen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »

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