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Polizeibericht

Im Imbiss angespuckt, beleidigt und mit Schlägen bedroht

In einer Imbissbude in Berlin-Wedding wurde ein 29-Jähriger am Sonntagabend von einem 50-Jährigen schwulenfeindlich beschimpft und aggressiv eingeschüchtert – der Staatschutz ermittelt.


Symboldbild. Der Vorfall ereignete sich in einer Imbissbude in der Berliner Seestraße (Bild: dumdidu / unsplash)

Im Berliner Stadtteil Wedding hat am Sonntagabend ein 50-Jähriger an einem Imbiss erst Gäste beleidigt und bedroht und das Ganze dann auch noch gegenüber alarmierten Polizeikräften wiederholt. Dies meldete die Polizei am Montag.

Nach derzeitigen Erkenntnissen wollte ein 29-Jähriger gegen 20.45 Uhr Essen in dem Imbiss in der Seestraße bestellen und gab an, dass ein ihm unbekannter Mann plötzlich von hinten über seine Schulter gespuckt habe. Der Mann, ein 50-Jähriger, sowie dessen 47 Jahre alter Begleiter sollen den 29-Jährigen dann schwulenfeindlich beleidigt haben. Der 50-Jährige soll dem 29-Jährigen zudem Schläge angedroht haben.

Der 50-Jährige beschimpfte auch die alarmierten Polizisten

Im Rahmen der wenig später durch alarmierte Polizeikräfte erfolgten Sachverhaltsaufnahme meldeten sich noch weitere Gäste, die angaben, durch den 50-Jährigen beleidigt worden zu sein. Auch den beiden Polizeibeamten gegenüber zeigte sich insbesondere der 50-Jährige äußerst aggressiv, beleidigte und bedrohte sie. Die Beamten leiteten Strafermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Bedrohung in mehreren Fällen ein. Der für Hasskriminalität zuständige Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt. Nähere Angaben zu den Pöblern wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Die Hauptstadt-Polizei macht – anders als die Behörden in den meisten anderen Bundesländern – mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in Polizeimeldungen publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Berlin haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm/cw)