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Exit Poll

28 Prozent der LGBTI-Wähler*innen stimmten für Trump

Unter sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten hat Donald Trump offenbar weit besser abgeschnitten als vor vier Jahren.


US-Präsident Donald Trump fühlt sich – wie könnte es anders sein – nach den vorläufigen Ergebnissen bereits als Sieger (Bild: Screenshot C-SPAN)

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat laut der sogenannten Exit Poll, einer traditionellen US-Wahltagsbefragung, 28 Prozent der Stimmen von Schwulen, Lesben und Bisexuellen und trans Menschen erhalten. 60 Prozent der queeren Wähler*innen votierten demnach für den Oppositionskandidaten Joe Biden von den Demokraten. Insgesamt machten die LGBT-Wähler*innen sieben Prozent der Gesamtwählerschaft aus.


(Bild: cnn.com)

Zwar holte Trump nur einen Bruchteil der queeren Stimmen, allerdings war er scheinbar weit erfolgreicher als vor vier Jahren, als die (unterlegene) demokratische Kandidatin Hillary Clinton noch viel besser abgeschnitten hatte: Die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton holte damals 78 Prozent der LGBT-Stimmen. Für Trump hatten sich 2016 nur 16 Prozent der queeren Wähler*innen entschieden (queer.de berichtete).

Republikaner warben um schwule und lesbische Stimmen

Damit hat der US-Präsident seine Stimmen unter queeren Wähler*innen im Vergleich zu 2016 fast verdoppelt. Das relativ gute Abschneiden Trumps, das die knappe Wahl am Ende sogar entscheiden könnte, könnte das Ergebnis von Wahlwerbung sein, in der sich die Republikaner direkt an Schwule und Lesben (weniger an trans Menschen) wendeten. So warben First Lady Melania Trump und Ex-Botschafter Richard Grenell gezielt mit Videos um die Stimmen der Gay-Community.

Vor einem Monat hatte die LGBTI-Organisation GLAAD noch eine Umfrage veröffentlicht, nach der nur 18 Prozent der queeren Wähler*innen für den amtierenden Präsidenten stimmen wollten (queer.de berichtete).

Derzeit liefern sich Biden und Trump ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Laut CNN führt Biden nach derzeitigen Auszählungsstand zwar mit exakt 50,0 Prozent der Stimmen vor Trump, der es auf 48,4 Prozent bringt. Biden hat derzeit 224 Wahlmänner hinter sich, Trump 213. Allerdings scheint Trump in Swingstates wie North Carolina, Georgia, Wisconsin, Michigan und Pennsylvania vorne zu liegen. Weitere Auszählungen vor allem von Briefwahlen können die Lage noch verändern.

Die Exit Poll wird seit rund 20 Jahren von der renommieren Firma Edison Research für eine Vielzahl von Medien durchgeführt. Zu dem Medienkonsortium gehören nicht nur amerikanische Newsorganisationen wie CBS News oder AP, sondern auch ausländische Anbieter wie die deutsche ARD. (dk)



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#1 PetterAnonym
  • 04.11.2020, 11:28h
  • Nur die dümmsten Kälber wähl'n den Schlachter selber.

    Da sieht man wieder mal, wohin die amerikanische Popcorn-"Kultur" führt.
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#2 audeasAnonym
  • 04.11.2020, 11:36h
  • Das zeigt mal wieder, von wie viel Selbsthass und/oder Rassismus bzw. Antisemitismus manche Menschen zerfressen sind.
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#3 SchlachterinAnonym
#4 PetterAnonym
#5 Prima4Anonym
  • 04.11.2020, 12:46h
  • Antwort auf #1 von Petter
  • ? Die werden vermutlich großteils wohl schlicht zu den einkommensstarken Part der Bevölkerung gehören, da sorgt der "Schlächter" halt doch für nen noch pralleren Geldbeutel.... Und mit Geld lässt sichs auch (und gerade) unter Trump gut leben!
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#6 TeekesselprüfsiegelAnonym
  • 04.11.2020, 12:53h
  • Ich lehne mich mal aus dem Fenster und vermute, dass Transphobie bei dieser Wählergruppe eine Rolle gespielt hat. Es ist erschreckend wie Diskussionen zum Thema streckenweise ausfallen.
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#7 SeufzAnonym
#8 stephan
  • 04.11.2020, 13:08h
  • "Der amerikanische Präsident Donald Trump hat laut der sogenannten Exit Poll, einer traditionellen US-Wahltagsbefragung, 28 Prozent der Stimmen von Schwulen, Lesben und Bisexuellen und trans Menschen erhalten."

    Bei so viel Dummheit und Ignoranz wird mir wirklich schlecht! Aber man muss sich wohl mit der Dreistigkeit der Lügen, denen viele Menschen offenbar glauben, abfinden. Das ist der (un-)geistige Zustand der Welt, die mangelnde Bildung, die Empathielosigkeit, die Verachtung von Argumenten und allem, was einmal zählte! Es ist eine Mischung von Dummheit und Verbrechen!
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#9 Ach jaAnonym
#10 Prima4Anonym
  • 04.11.2020, 13:32h
  • Antwort auf #9 von Ach ja
  • Ich kenn deren lebensrealität nicht, kein plan, aber woher kommt die Vorstellung das queere Menschen anders ticken wenns ums geld geht?.... die Politik von Trump schädigt die unteren Einkommensklassen, wer Geld hat bekommt die Auswirkungen doch im eigenen Leben nicht mit...

    Ich halte von Trump auch nichts, aber am Ende wählt immer jeder nach den eigenen Prioritäten, nicht nach den Prioritäten anderer oder im Sinne "des großen Ganzen"...

    Du magst das egoistisch und dumm halten, ich habs bis jetzt noch nie irgendwo was anderes erlebt....
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