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Erst wählen, dann feiern

Premiere in den USA: Gay Bar wird Wahllokal

In der Metropole Houston konnten Wählerinnen und Wähler in einer Szene-Kneipe abstimmen – und danach gleich einen Cocktail schlürfen.


So ein Wahllokal gab es in den USA zuvor noch nie (Bild: Facebook / Buddy's)
  • 4. November 2020, 12:18h, noch kein Kommentar

Das Buddy's im texanischen Houston – eine "modern gay bar" mit Cocktails, Billard und Karaoke – war die wohl erste queere Kneipe, die in der 244-jährigen US-Geschichte zu einem Wahllokal umfunktioniert wurde. Nach Angaben des Bezirks Harris County sind dort 14 Wahlkabinen aufgestellt worden. Wahlhelfer*innen würden vor Ort Englisch, Spanisch, Vietnamesisch, Chinesisch und Indonesisch sprechen, kündigte die Bar im Vorfeld der Wahl an.

Say "Hello" in English, Spanish, Vietnamese, Chinese or Indonesian. The friendly poll workers at BUDDY'S are happy to help you #vote.

Posted by BUDDY'S Houston on Tuesday, November 3, 2020
Facebook / BUDDY'S Houston

"Wir sind glücklich, dass wir die Möglichkeit haben, Geschichte zu schreiben als erste LGBTQ+-Bar, in der bei einer Präsidentschaftswahl gewählt werden kann", erklärte Barbesitzer Christopher Barry gegenüber dem Nachrichtensender CNN. Man sei stolz darauf, ein "sicherer Ort, in der unsere Community gehört werden kann", zu sein.

Auf seiner Facebookseite veröffentlichte das Buddy's ein Bild, das den Eingangsbereich der Bar zeigt. Darauf ist ein Schild zu sehen, auf dem steht: "Wählt vorne, feiert hinten."

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Die Bezirksverwaltung zeigte sich auf ihrer Twitter-Seite stolz über das neue Wahllokal: "Wir sind kein normaler Bezirk, wir sind ein cooler Bezirk", hieß es dort.

Twitter / HarrisVotes

Harris County gilt als Hochburg der Demokratischen Partei in Texas. Joe Biden konnte hier nach vorläufigen Zahlen 56 Prozent der Stimmen erreichen – und damit 13 Prozentpunkte mehr als sein Kontrahent Donald Trump. Trotzdem geht Texas wegen der überwältigenden Unterstützung für Trump in ländlichen Gebiete klar an den Amtsinhaber: Nach Auszählung der meisten Stimmen führt Trump im "Lone Star State" uneinholbar mit 52 zu 46 Prozent.

Parking lot party at BUDDY'S. ? DJ Melle Mel on the RedBull stage.? Jospeh, Julio and Rito in deck. ? https://fb.me/e/1OlO7XH6t

Posted by BUDDY'S Houston on Tuesday, November 3, 2020
Facebook / BUDDY'S Houston

Houston wurde zwischen 2010 und 2016 von einer offen lesbischen Oberbürgermeisterin regiert: Annise Parker gewann zwei Mal – mit 52 bzw. 57 Prozent der Stimmen – bei der "Mayoral election" in der größten Stadt von Texas. 2016 durfte sie wegen einer Amtszeitbegrenzung nicht erneut zur Wahl antreten (queer.de berichtete). (dk)