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Bergisch Gladbach

"Schwule Sau": Homophober Spahn-Pöbler soll 2.800 Euro Strafe zahlen

Ein 39-Jähriger hatte den einzigen offen schwulen Bundesminister bei einem Wahlkampfauftritt in der Nähe von Köln homophob beschimpft. Jetzt soll er nach dem Willen der Staatsanwaltschaft dafür büßen.


Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) lässt sich homophobe Pöbeleien nicht gefallen (Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde)

Die Staatsanwaltschaft Köln hat laut dem Westdeutschen Rundfunk einen Strafbefehl gegen einen 39-Jährigen beim Amtsgericht Bergisch Gladbach beantragt, weil dieser Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) homophob beleidigt haben soll. Laut dem Strafbefehl soll der mutmaßliche Täter 2.800 Euro zahlen (70 Tagessätze à 40 Euro). Akzeptiert der Mann die Strafe, ist die Sache damit erledigt. Akzeptiert er sie nicht, kommt es zu einer mündlichen Verhandlung vor dem Amtsgericht.

Der beschuldigte Bergisch Gladbacher beging die Tat in seiner Heimatstadt bei einem Auftritt Spahns während des NRW-Kommunalwahlkampfes am 29. August in einer Gruppe von mehreren Dutzend Gegendemonstrant*innen. Als der CDU-Politiker mit diesen Menschen sprechen wollte, kam es zu lautstarken Zwischenrufen. Der 39-Jährige soll dabei "Hau ab, du Wichser, du schwule Sau" gerufen haben (queer.de berichtete). Die homophobe Beleidigung ist sogar widerholt auf Videos zu hören. Spahn brach dann den Dialogversuch ab und erklärte später im Interview, dass er nur mit Menschen diskutieren könne, "wenn beide Seiten bereit sind zuzuhören".

Twitter / DanielC_BILDde

Die Kölner Staatsanwaltschaft bestätigte bereits im September, dass Spahn den homophoben Zwischenrufer angezeigt habe (queer.de berichtete). Der Christdemokrat selbst sagte, er sei aus dieser Gruppe heraus auch bespuckt worden.

Spahn ist derzeit der einzige offen schwule Bundesminister im Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel. Er steht aktuell besonders wegen der Corona-Politik im Mittelpunkt des Interesses. Vor zwei Wochen wurde bekannt, dass er und sein Ehemann positiv auf das Virus getestet worden sind (queer.de berichtete). Spahn erklärte, er wisse nicht, wie und wo er sich angesteckt habe. Inzwischen hat er die Erkrankung überstanden und warnt wieder auf Bundespressekonferenzen vor einer weiteren Ausweitung der Corona-Krise. (dk)

Twitter / BMG_Bund



#1 Carsten ACAnonym
  • 05.11.2020, 10:13h
  • Richtig so.

    Das hätte gerne auch doppelt so viel sein dürfen.

    Es kann nicht sein, dass Hetzer meinen, im rechtsfreien Raum zu agieren und die Stimmung vergiften zu müssen.
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#2 Prima4Anonym
  • 05.11.2020, 11:05h
  • meinem Kumpel wurde die Nase gebrochen und da gab's 1.300 Schmerzensgeld.... Ich wage zu bezweifeln das die Strafe auch nur annähernd so hoch wäre wenn das hier kein bekannter Politiker gelesen wäre.... oder jemand nicht weißes.... oO
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#3 GronkelAnonym
  • 05.11.2020, 11:20h
  • Antwort auf #1 von Carsten AC
  • "Es kann nicht sein, dass Hetzer meinen, im rechtsfreien Raum zu agieren und die Stimmung vergiften zu müssen."

    Welcher rechtsfreie Raum? Immerhin wurde die Tat angezeigt und zur Strafe, und die nicht zu knapp, gebracht.
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#4 SpahnerAnonym
  • 05.11.2020, 12:01h
  • Natürlich ist die Strafe hoch, Spahn ist bekannt und reich. Der kann sich die besten Anwälte leisten. Beim schwulen Arbeitslosen von nebenan wäre die Strafe niemals so hoch gewesen.
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#5 GladbachAnonym
#6 Rabauke76Anonym
  • 05.11.2020, 12:05h
  • Schließe mich dem ersten Kommentar an! Solche Typen, die "meinen" nicht. Solche Hetzer begehen geistige Brandstiftung. Bin kein Politikfan. Mal ehrlich: Ich finde, Jens Spahn macht einen guten Job.
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#7 MarkAnonym
  • 05.11.2020, 12:06h
  • Antwort auf #2 von Prima4
  • Doch, das hat nichts mit seiner Arbeit als Minister zu tun. Wir wurden vor einiger Zeit auch als schwule Säue tituliert - von einem Nachbarn. Da hat, nach einer Anzeige gegen ihn, direkt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen.
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#8 Ach jaAnonym
  • 05.11.2020, 12:24h
  • Antwort auf #2 von Prima4
  • Schmerzensgeld hat nichts mit der Höhe der Strafe zu tun.
    Letztere richtet sich bei Geldstrafen Dank der Tagessätze am Einkommen des Verurteilten aus.
    Da haben auch die Anwälte von Herrn Spahn wenig Einfluss.
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#9 Prima4Anonym
  • 05.11.2020, 12:27h
  • Antwort auf #7 von Mark
  • Weißer, schwuler, deutscherPolitiker wird beleidigt.... EUR 2.800,-

    Arabischstämmiger, deutscher Gärtner wird angegriffen.... EUR 1.300,-

    Kommt mir nicht korrekt von, nope....
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#10 audeasAnonym