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Australien

Sydney Mardi Gras zieht 2021 wegen Corona in Cricket-Stadium

Auch im nächsten Jahr bringt Corona den CSD-Kalender durcheinander: Nun haben die Organisatior*innen des Mardi Gras in Sydney ihre Pläne für die Parade am 6. März präsentiert.


2021 werden die australischen CSD-Besucher wohl nicht ganz so eng und kuschelig beisammen stehen (Bild: Eva Rinaldi / flickr)
  • 5. November 2020, 10:20h, noch kein Kommentar

Die weltberühmte Mardi-Gras-Parade in Sydney wird im kommenden Jahr wegen der Corona-Pandemie in stark verkleinerter Form stattfinden. Die bunte Demonstration für LGBTI-Rechte wird traditionell in der Faschingszeit im australischen Spätsommer abgehalten. Dieses Jahr werde man nicht wie üblich durch die Straßen der Metropole ziehen, sondern in ein kleines Cricket-Stadium mit gerade einmal 23.000 Plätzen verlegt, teilten die Organisator*innen am Donnerstag mit. Normalerweise marschieren Tausende Teilnehmer in fantasievollen Kostümen bei dem größten jährlichen Event in der Stadt mit, bis zu 300.000 Menschen säumten zuletzt die Straßen.

Die "Sydney Gay and Lesbian Mardi Gras" (SGLMG) auf der Oxford Street gilt als eine der größten und spektakulärsten Pride-Festivals der Welt. "Die Parade 2021 mag anders aussehen als in der Vergangenheit, aber wir sind sehr glücklich, dass wir den Menschen in diesen Zeiten diese Gelegenheit geben können", hieß es. Die Parade am 6. März im Sydney Cricket Stadium werde trotz des eingeschränkten Formats eine "extravagante Show von Stolz und Leidenschaft", versprechen die Veranstalter*innen. Das gesamte Event soll auf SBS übertragen werden, einem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender.

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Unterstützung erhält der CSD-Verein auch von der Stadt: "Sydney ist stolz darauf, den Mardi Gras schon seit langer Zeit zu unterstützen und ich kann nur Lob dafür aussprechen, wie die Veranstalter mit den Herausforderungen durch Covid-19 umgehen", erklärte die parteilose Bürgermeisterin Clover Moore. Sie erinnerte daran, dass der Mardi Gras dieses Jahr das letzte Großevent vor dem Corona-Lockdown gewesen sei.

Der "Sydney Gay and Lesbian Mardi Gras" gehört zu den größten CSDs der Welt und bringt allein dem Bundesstaat jährlich Steuermehreinnahmen in Höhe von über 30 Millionen Dollar ein. Am Anfang war die Demonstration im damals äußerst homophoben Land aber noch sehr umstritten: Als das Event 1978 an den Start ging, schlug die Polizei die Demonstration nieder und outete viele der Teilnehmer*innen. 2016 entschuldigte sich das Landesparlament formal für die homophobe Aktion (queer.de berichtete).

2023 soll Sydney den WorldPride austragen (queer.de berichtete). (dpa/dk)