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Einzelkommentar zu:
Bushido: "Für mich war schon immer klar, dass ich selbst nicht homophob bin"


#16 BiedermannAnonym
  • 05.11.2020, 21:46h
  • Antwort auf #9 von remixbeb
  • "Und da würde auch niemand anfangen, einen Autor fertig zu machen, weil seine Figur im Roman Menschlich daneben ist."

    Ich sehe da ein paar Unterschiede. Romanautoren stellen ihre Kunstfiguren nicht selbst auf Bühnen dar. Sie greifen einander nicht als "Kunstfiguren" an. Sie werden selten von ihren Fans mit ihren Kunstfiguren verwechselt oder gleichgesetzt. Sie lassen nicht als Regelfall allzu bereitwillig zu, dass man sie auch privat mit ihrer Kunstfigur identifiziert oder fördern das auch noch.

    Wenn ein Autor anhand einer menschenverachtenden Kunstfigur ein abschreckendes Beispiel geben möchte, dann ist er in der Regel in der Lage, das auch so zu kommunizieren und sich von der Menschenverachtung in seinem Werk als Autor zu distanzieren.

    Und würde sich irgendwann ein ganzes Literatur-GENRE ausschließlich um "Kunstfiguren" herum bilden, die einander mit antisemitischen, homophoben und frauenverachtenden Äußerungen übertreffen, dann würde man auch irgendwann die Frage stellen, was das eigentlich mit den Fans dieses Genres, mit den betreffenden Autoren und mit der politischen Kultur im Allgemeinen zu tun hat. Man kann doch bitte nicht so tun, als würde das alles (weil "Kunst" - augenroll) ganz abstrakt in einem leeren Raum stattfinden und hätte nichts mit irgendeiner realen Lebenswelt zu tun.
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