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"Eindeutig Diebstahl"

Klage wegen Verwendung von "YMCA" bei Trump-Auftritten

Im Wahlkampf tanzte Donald Trump gerne zur von Schwulenhymne "YMCA". Das hat jetzt ein juristisches Nachspiel.


US-Präsident Donald Trump zeigt seine Dance Moves

Wegen des Abspielens des Disco-Hits "YMCA" bei Wahlkampfauftritten von US-Präsident Donald Trump wollen die Inhaber der Urheberrechte Klage einreichen. Dies kündigte am Donnerstag in Paris der Anwalt Richard Malka an, der die Eigentümer der Rechte an dem Hit der Band Village People aus dem Jahr 1978 vertritt. Der Song war auch für Wahlkampfwerbung Trumps verwendet worden.

Die Verwendung des Lieds für die Trump-Kampagne stelle "eindeutig einen Diebstahl des Eigentums Anderer" dar, sagte Malka. Dass der Song für politische Zwecke des US-Präsidenten eingesetzt wird, hätten die Rechte-Inhaber bei entsprechender Anfrage "niemals akzeptiert".

Twitter / realDonaldTrump

Nach Angaben des Anwalts soll die Klage in den kommenden Tagen sowohl in den USA als auch in Frankreich eingereicht werden. Zu den Rechte-Inhabern gehört das französische Musiklabel Scorpio Music.

"YMCA" war von den Franzosen Jacques Morali und Henri Belolo zusammen mit dem US-Sänger Victor Willis von den Village People komponiert worden. Morali, ein offen schwuler Mann, starb 1991 an den Folgen von Aids. Der heterosexuelle Melolo starb vergangenes Jahr im Alter von 82 Jahren (queer.de berichtete). Beide komponierten viele überaus erfolgreiche Songs der Band, die allesamt Kultstatus in der Gay Community haben. Dazu gehören unter anderem auch "In the Navy", "Go West" und "Macho Man", das ebenfalls auf Trump-Wahlkampfveranstaltungen gespielt wurde. Die Village People, die heute in größtenteils neuer Besetzung nach wie vor auftreten, hatten sogar Anfang des Jahres ihr Okay für das Abspielen ihrer Songs durch Trump gegeben, was in der LGBTI-Community zu Unmut führte.

TO OUR FANS: We have received numerous requests demanding that we prevent or ban President Donald Trump?s use of our...

Posted by Village People on Monday, February 24, 2020
Facebook / Village People

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Video - BEAUTIFUL DESTINATION MALTA

Die Nutzung des Songs durch den US-Präsidenten stieß bei vielen auf Unverständnis, da LGBTI-Organisationen der Trump-Regierung vorwerfen, queere Rechte mit Füßen zu treten (queer.de berichtete). Beispiele für diese queerfeindliche Politik seien etwa die Wiedereinführung des Trans-Verbots im US-Militär oder die von der Regierung im Namen der "Religionsfreiheit" geförderte Aufweichung des LGBTI-Diskriminierungsschutzes. Trump selbst hat sich dagegen für seine Politik gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten wiederholt selbst gelobt (queer.de berichtete).

Für Late-Night-Comedians erwiesen sich die teils unbeholfenen Trump-Tanzbewegungen als Goldgrube, etwa in der CBS-"Late Show" mit Stephen Colbert.

Viele Künstler*innen hatten Trump während des Wahlkampfes die Nutzung ihrer Songs untersagt, weil sie nicht mit der politischen Haltung des Präsidenten zufrieden waren. Laut Medienberichten sollen etwa Rihanna, Steven Tyler und Pharrell Williams anwaltliche Unterlassungsaufforderungen an das Trump-Team geschickt haben. Offen gegen die Verwendung ausgesprochen haben sich unter anderem Elton John, Adele und Dee Snider. (AFP/dk)



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#1 Rabauke76Anonym
  • 06.11.2020, 11:23h
  • Ein dickes " Daumen hoch" an all die Künstlerinnen und Künstler, die sich gegen Trump verwehren,nicht " benutzen" lassen! Dieser President ist der schlimmste TOTALSCHADEN der amerikanischen Geschichte. Davor steht nur noch der verachtliche, schlimme Vietnamkrieg.
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#2 andreAnonym
  • 06.11.2020, 13:24h
  • Vermutlich sicher nicht Trump persönlich sondern sein Wahlkampfteam oder der jeweilige Veranstalte. Meine ich mal so.
    Ricky Rebell, ein in den USA, offenbar sehr bekannter schwuler Sänger Entertainer (Wikipedia) und Trump Anhänger, hat sogar den Text verändert. Schaun wir mal.

    www.youtube.com/watch?v=NnzPEyTpByU
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#3 swimniAnonym
#4 stromboliProfil
#5 DramaQueen24Profil
  • 08.11.2020, 06:26hBerlin
  • Diese Klage ist einer der geringsten Sorgen von Donny. Wenn er seinen Job los ist (you're fired, Donald), sieht er sich ner Menge wirklich wichtiger Klagen entgegen: Steuerhinterziehung, Steuerbetrug, Bankenbetrug, und die Vergewaltigungsvorwürfe sind auch nicht vom Tisch! Vielleicht begnadigt Donny sich bevor er sein Amt verlässt, aber würde er das tun, würde alle Welt sehen, was für ein Feigling und LOSER er in Wirklichkeit ist!
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#6 stromboliProfil
#7 Ralph
  • 08.11.2020, 10:17h
  • Ist doch schön. So machte the United States greatest President ever seine Unterstützung von LSBTI deutlich. (Ironiemodus aus)

    Gestern abend hab ich auf CNN Bilder von Siegesfeiern für Biden in vielen Städten der USA gesehen. Bemerkenswert, dass nirgends die Regenbogenfarben fehlten, auf T-Shirts, auf Hüten, als Fahnen, sogar auf Straßen gemalt.
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#8 stromboliProfil
  • 08.11.2020, 15:36hberlin
  • Antwort auf #5 von DramaQueen24
  • gerade einen interessanten artikel auf politico.com gelesen der deine these der begnadigung weiterspinnt und den schwarzen peter Biden zuschiebt im tausch für eine geräuschlose transition sprich geschäftsübergabe der regierungsgewalt einzuleiten.
    Der deal: trump anerkennt schnell den sieg bidens und wird dafür nach inauguration von selben begnadigt..
    Auch der spiegel schielt schon in diese richtung... ; womöglich die gleiche quelle.
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#9 Hailaender
  • 10.11.2020, 23:46h
  • Antwort auf #1 von Rabauke76
  • Vergiß' aber nicht, daß der Clown nur ans Ruder gekommen ist, weil er dahin gewählt wurde... Sonst hätte er seine Allüren in seinen Towers aufführen müssen.

    Ich denke, nicht er ist das eigentliche Problem (- eher ein Symptom), sondern der Zustand eines Landes, in dem ungefähr die Hälfte der Bürger so einen Psychopaten als Präsidenten wählt.
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