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Bangladesch

"Hijras sind auch ein Teil der Schöpfung Allahs"

In Bangladeschs Hauptstadt Dhaka hat die erste Islam-Schule für trans Frauen eröffnet. Ziel des kostenlosen Unterrichts ist die bessere Integration der Schülerinnen in die konservative Gesellschaft.


Hijras in Bangladesch (Bild: USAID / wikipedia)

Bangladesch eröffnet seine erste Islam-Schule für Transgender-Frauen jeden Alters. Die Schule solle ihren Schülerinnen helfen, besser in die Gesellschaft im mehrheitlich muslimischen und konservativen Land integriert zu werden, sagte Schulgründer Abdur Rahman Azad bei der Eröffnung in der Hauptstadt Dhaka am Freitag.

In Bangladesch und anderen Ländern Südasiens werden trans Frauen Hijras genannt. Sie sind offiziell als "drittes Geschlecht" anerkannt, leben aber am Rande der Gesellschaft. Ihre Familien verstoßen sie oft, sie erhalten seltener Bildung und können meist nur wenige Jobs ausüben – etwa als Tänzerin bei Junggesellinnenabschieden, als Prostituierte oder als Bettlerin.

Die Schule ist für die Schülerinnen kostenlos

Die Geschichte der Hijras in der Region ist lang. Vor einigen Hundert Jahren wurden Hijras im Mogulreich zum Schutz von Harems eingesetzt, weil man annahm, dass sie von Frauen nicht sexuell angezogen würden.

In der Islam-Schule werden die Schülerinnen den Koran lesen und über den Islam lernen. Auch Bengalisch, Englisch und Mathe stehen auf dem Stundenplan. Zudem sollen sie eine Berufsbildung erhalten. Einer der zehn Lehrer der Schule, Abdul Aziz Hossaini, sagt: "Hijras sind auch ein Teil der Schöpfung Allahs, und wir haben eine moralische Pflicht, sie zu bilden." Die Schule wird für die Schülerinnen kostenlos sein. (cw/dpa)



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#1 RebeccaProfil
#2 FredinbkkProfil
  • 07.11.2020, 16:12hBangkok
  • Hijras sind auch ein Teil der

    EVULOTION.......das wuerde ich bejahen.

    Das mit Frau oder Herrn Allah darf ich bezweifeln.
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#3 Girlygirl
  • 07.11.2020, 17:33h
  • Es ist wichtig anzumerken, dass Hijras nicht direkt Teil der muslimischen Kultur sind, sondern generell ihren Ursprung auf dem indischen Subkontinent haben. Die meisten Hijras gibt es in Indien und sie sind meist Hindus. Außerdem ist es schwierig sie in das westliche Geschlechterkonstrukt einzubeziehen. Hijras gelten nicht als Trans Frauen, auch wenn viele es sind. Oft können sie sich eine hormonelle Geschlechtsangleichung nicht leisten. Reiche Trans Frauen (die es eher in Indien gibt), die sich eine körperliche Geschlechtsangleichung leisten können, sehen sich meist nicht als Hijras.
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