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Kommentare zu:
"Wir müssen uns mit dem radikalen Islamismus beschäftigen"


#1 Ralph
  • 09.11.2020, 15:13h
  • Ich glaube, es ist gut 20 Jahre her, da wurde auf dem Frankfurter CSD die Frage aufgeworfen: "Wir tolerieren den Islam - wo ist die Toleranz im Islam für uns?" Sie wurde bis heute nicht beantwortet.
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#2 The MoochAnonym
  • 09.11.2020, 15:50h
  • "Auch, dass ich zu Anfang Hemmungen hatte, auf bestimmte Personen zuzugehen, zum Beispiel in der trans Community."

    Na Hauptsache, man hatte keine "Hemmungen" auf jemanden wie Richard Grenell zuzugehen und sich auch noch in lockerer Kumpelrunde in privatem Ambiente öffentlich zu herzen. Da bestand zumindest Konsens gegenüber der trans Community. Alles eine Frage der persönlichen Prioritäten und gemeinsamer Ressentiments.

    www.queer.de/detail.php?article_id=31637
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#3 TimonAnonym
  • 09.11.2020, 16:11h
  • Das ist längst überfällig und wurde viel zu lange ignoriert, weil manche wohl Angst haben, dann als rechts abgestempelt zu werden.

    Aber jede Art von Fanatismus und Gewaltbereitschaft muss mit aller Kraft bekämpft werden. Egal von wem das kommt.
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#4 geffiederersteAnonym
  • 09.11.2020, 22:28h
  • Es war irgendwann um 2006 herum, da gab es in Berlin den Versuch, von lsbti Seite aus mit den islamischen Verbänden in Kontakt zu kommen. Es gab dann auch mal freundliche Einladungen in diese Moschee am Tempelhofer Feld, die freudig angenommen und mit viel Jubel von der lokalen Presse als Durchbruch der Annäherung beschrieben wurde. Bis dann langsam deutlich wurde, dass die islamischen Würdenträger keinen Zentimeter von ihren Positionen abrücken würde, die Verdammung der Homosexualität blieb, nun aber mit einem freundlichen Lächeln und der EInladung an die armen Sünder, auf den richtigen Weg zu kommen. Einer der Höhepunkte war dann, als ein junger Iman dieser Moschee bei einer Podiumsdiskussion im Moviemento in tiefsten linken Kreuzberg ebenso freundlich lächelnd seine stockkonservativen Sprüche vom Stapel ließ. Hach was waren die Berliner Politschwulen vorher aufgeregt, dass sich so ein charismatischer, junger Würdenträger mit ihnen auf eine Bühne setzte. Das Ende war dann ernüchternd.
    Es wurde dann bald sehr still um die große Annäherung, man sie ad acta gelegt, ohne diesen Vorgang nochmal zu reflektieren, sondern sich eher still und heimlich aus der unangenehmen Affäre gezogen und fortan alles als islamophob gegeißelt, was nur leiseste Kritik wagte.

    Heutzutage gibt es unter dem Namen "Intersektionalität" einen erneuten Aufguss. Mir ist das unterdessen zu blöd.

    Ich bin unterdessen der Meinung, dass der Islam nicht reformierbar ist, denn die Nichtreformierbarkeit ist Teil des Wesenskerns. Es wäre höchstens zu wünschen, dass die Religion weniger eine Rolle spielt, das wäre dann aber keine Reform sondern ein Verblassen. Und danach sieht es ja bei Gott momentan nicht aus.
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#5 LarsAnonym
  • 10.11.2020, 06:54h
  • Antwort auf #4 von geffiedererste
  • Es hat nach der ersten Annäherung einen Wechsel in der Besetzung des Vorstandes dieser Moschee gegeben. Sie ist auf DItiB-Kurs gebracht worden.

    Bei jungen, gebildeten Muslimen gibt es schon eine sehr moderne, wissenschaftsbasierte und tolerante bis akzeptierende Sichtweise auf Homosexualität, bis hin in religiöse Foren, die homophob hetzen findet sich Widerspruch auch von Seiten der von Muslimen gegenüber Homophobie und es ist klar, dass das Thema auch von den konservativen nicht umgangen werden kann. Die theologische Sprachregelung hinkt aber meilenweit zurück.

    Es braucht unbedingt mehr persönliche Kontakte, um zunächst einmal abseits ideologischer Sprachbarrieren ein realistisches Bild der diversen religiösen Lebenswelten zu bekommen, um sowohl positive Entwicklungen als auch politische Radikalisierung und Abkapselungen klarer erfassen zu können.

    Man muss auch zuhören, was von Seiten der Muslime kommt. Insbesondere die gebildeten Frauen sind hier wichtig.

    Insgesamt ein langer Weg und oft auch auch eine Zumutung, die nicht jeder auf sich nehmen kann. Dagegen ist die Auseinandersetzung mit dem katholischen religiösen Konservatismus ein Kaffeekränzchen.
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#6 Ralph
  • 10.11.2020, 11:37h
  • Antwort auf #5 von Lars
  • Ich kann nachvollziehen, was Du meinst. Aber das kann nicht unsere Position sein, und das müsssen und sollen wir nicht akzeptieren. Es gibt Menschenwürde und Grundrechte, und die haben alle anzuerkennen, verdammt, und zwar jetzt, nicht in tausend Jahren. Wer das nicht tut oder glaubt, dafür Millionen Trippelschrittchen zu brauchen, ist draußen und gehört nicht zur zivilisierten Gesellschaft Europas, ob das Katholiken, Muslime, Evangelikale oder Nazis sind, spielt keine Rolle.
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#7 audeasAnonym
#8 dgfgAnonym
#9 goddamn liberalAnonym
#10 antosProfil

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