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Schwule und Lesben "degeneriert"

Homophober Abgeordneter Kay Nerstheimer in NPD eingetreten

Für die AfD eroberte Kay Nerstheimer ein Direktmandat in Lichtenberg, jetzt ist er der einzige NPD-Vertreter im Berliner Abgeordnetenhaus.


Kay Nerstheimer ist einer von 160 Abgeordneten im Berliner Landesparlament (Bild: Sandro Halank, Wikimedia Commons / wikipedia)

Der homophobste Abgeordnete des Berliner Abgeordnetenhauses, der ehemalige AfD-Politiker Kay Nerstheimer, ist in die rechtsextreme NPD eingetreten. Das teilte er am Mittwoch in einem Video auf der Facebook-Seite der NPD mit. Damit hat die rechtsextreme Partei wieder ein Mandat in einem deutschen Landesparlament errungen. Zuletzt hatten die Neonazis 2016 in einem Landtag Abgeordnete gestellt, damals Mecklenburg-Vorpommern.

Nerstheimer erzielte bei der Abgeordnetenhauswahl 2016 im Bezirk Lichtenberg 26 Prozent der Stimmen und gewann damit ein Direktmandat für die AfD, verzichtete anschließend aber auf eine Mitgliedschaft in der Fraktion. Anfang 2020 schloss die AfD ihn aus der Partei aus (queer.de berichtete).

Zuvor war Nerstheimer wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 5.000 Euro verurteilt worden (queer.de berichtete). Er hatte laut Gericht auf Facebook Homosexuelle beschimpft und verächtlich gemacht. Im Dezember 2014 hatte er bei drei Einträgen im Rahmen einer Diskussion auf Facebook Homosexuelle unter anderem als "genetisch degeneriert", "widernatürlich" und "unnormal" umschrieben (queer.de berichtete). Zudem hatte im sozialen Netzwerk auch mit rassistischen Äußerungen gegen syrische Flüchtlinge ("einfach widerliches Gewürm") polemisiert und dunkelhäutige Menschen als "Bimbos" bezeichnet.

Umstritten war der Politiker in der AfD auch wegen einer früheren Mitgliedschaft in der vom Bremer Verfassungsschutz 2014 als rechtsextrem und islamfeindlich eingestuften Organisation "German Defence League". Im Internet trat er als "Division Leader" der Rechtsaußen-Truppe auf. Bereits vor der Wahl 2016 wusste die AfD-Spitze von den Aktivitäten ihres Kandidaten – der damalige Landeschef Georg Pazderski behauptete aber, Nerstheimer habe "sich glaubhaft vor seiner früheren Mitgliedschaft distanziert". (dpa/dk)



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#1 Ralph
  • 12.11.2020, 09:46h
  • Auch wenn man es englisch sagt (Division Leader) - Gruppenführer bleibt Gruppenführer und das ist ein Dienstgrad der SS. Was soll man da noch kommentieren.
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#2 AthreusProfil
  • 12.11.2020, 09:59hSÜW
  • Nerstheimer liefert damit das vll. anschaulichste Sinnbild für die Mitgliederschaft innerhalb der AfD. Mangelnde Konsequenz kann man ihm jedenfalls nicht vorwerfen. Für wen dieser Schritt jetzt eine Überraschung darstellen soll, frage ich mich allerdings schon. Für mich jedenfalls, war die AfD seit jeher nur ein Feigenblatt für Holocaust- und Hitlerromantiker, die entweder keine Chance sahen, im braunen Original (NPD) an die Macht zu kommen oder dachten, die Bevölkerung sei so dumm und glaubte die Mär der blauen, bürgerlichen Besorgnispartei. Wenn die AfD ihre Extremisten, Nazis, Rassisten, Queerhasser, Diktatorenfanboys und vorbestraften Mitglieder wirklich aussortieren wollte, wäre die Parteiauflösung unausweichlich. Wer AfD wählt, ist für mich all das, was ich oben aufgezählt habe und hat, sei es Familienmitglied oder Freund, keinen Platz mehr in meinem Leben. Dasselbe gilt für Kirchenmitglieder. (Nicht Gläubige, wohlgemerkt!)
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#3 WahrheitIstRelativAnonym
#4 Anonymer NameAnonym
  • 12.11.2020, 14:52h
  • Da fehlen einem doch die Worte dass so ein Amt nicht juristisch verboten ist bei diesen Äusserungen. Sogar Facebook hätte das schon gelöscht. Und damit eine politische Funktion auszuüben ... das geht gar nicht.
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#5 IsaakAnonym
  • 12.11.2020, 18:11h
  • Antwort auf #4 von Anonymer Name
  • Was für ein Amt? Der Mann hat kein Amt, sondern ein Mandat inne - das ist etwas vollkommen anderes. Er ist direkt gewählter Abgeordneter und damit lediglich seinem Gewissen verpflichtet. Unabhängig von der Widerlichkeit seiner Aussagen (für die er ja gerade stehen musste).
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#6 easykeyProfil
#7 Homonklin_NZAnonym
  • 12.11.2020, 23:03h
  • Das hat mich nun bei der Type so gar nicht gewundert. Immer, wenn ich den sah oder etwas über ihn las, dachte ich, er ist der lebende Beweis dafür, dass Cryogenie funktioniert. 1933 eingefroren, vor nicht allzulanger Zeit wieder aufgetaut. Tja guckt n bissel merkwürdig in den Tag, aber sonst alles noch das Gleiche!
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