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Aidshilfe sucht nach positiven Interview-Partner*innen

Wie geht es Menschen mit HIV in Deutschland? In der zweiten Phase der umfangreichen Studie "positive stimmen 2.0", die u.a. Diskriminierungen beenden soll, will die Deutsche Aidshilfe bis Ende des Jahres ausführliche persönliche Gespräche führen.


Mit "positive stimmen 2.0" will die DAH und das IDZ herausfinden, inwieweit HIV-Positive noch immer diskriminiert werden (Bild: NIAID / flickr)

  • 13. November 2020, 12:45h, noch kein Kommentar

Bereits im Sommer startete das großangelegte Projekt "positive stimmen 2.0". In einer ersten Phase wollten die Deutsche Aidshilfe (DAH) und das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in einer Online-Umfrage erfahren, wie HIV-Positive in Deutschland leben und welche Diskriminierungen sie erfahren (queer.de berichtete). Die allgemeine Befragung ist inzwischen beendet. Die Aidshilfe plant jedoch noch weitere persönliche Interviews – und bittet HIV-positive Menschen ab 16 Jahren, sich per E-Mail an positive-stimmen@dah.aidshilfe.de für ein ausführliches Gespräch zur Verfügung zu stellen.

Aufgrund der Corona-Pandemie können die Interviews auf Wunsch bequem von zu Hause aus per Video geführt werden. Auch persönliche Gespräche sind möglich – freilich unter Einhaltung der aktuellen Abstandsregeln. Dabei kann man sich beispielsweise im Garten oder einer ruhigen Ecke im Park treffen. Natürlich stehen auch in den Räumlichkeiten der örtlichen Aidshilfe zur Verfügung. Die Interviews können auf Deutsch, Englisch oder Russisch durchgeführt werden.

Auf der Website der Aidshilfe stellen sich einige der 33 Interviewer*innen aus der ganzen Republik persönlich vor (Link). Mit ihnen kann man auch direkt Kontakt aufnehmen.

Die Onlineumfrage von positive stimmen 2.0 ist beendet. Ganz herzlichen Dank an alle, die sich daran beteiligt haben!...

Posted by positive stimmen on Tuesday, November 3, 2020
Facebook / positive stimmen

Hat sich die Situation im vergangenen Jahrzehnt  verbessert?

Mit "positive stimmen 2.0" knüpft die Deutsche Aidshilfe an eine erste Befragung aus dem Jahr 2011 an. Damals gaben mehr als drei Viertel der Teilnehmenden an, in den letzten zwölf Monaten Diskriminierung erfahren zu haben – von verbaler Abwertung über Benachteiligung im Gesundheitswesen oder Arbeitsleben bis hin zu Gewalt. Diese Befragung zeigte auf, dass derartige Diskriminierungserfahrungen die Lebensqualität stark beeinträchtigen und der psychischen Gesundheit Schaden zufügen können (queer.de berichtete).

Jetzt wollen die Forscher*innen der Aidshilfe herausfinden, ob und wie sich die Situation im letzten Jahrzehnt geändert hat. Die Ergebnisse sollen die Grundlage vieler Projekte der Antidiskriminierungsarbeit und der Selbsthilfe liefern. (cw)