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Einzelkommentar zu:
Eine beispiellose Hetzjagd gegen Schwule in der jungen BRD


#1 Taemin
  • 15.11.2020, 10:34h
  • Es ist die große Lebenslüge der Bundesrepublik Deutschland gegenüber den Schwulen, dass ein Rechtsstaat kein Unrecht tun könne. Es mag dahinstehen, ob die Bundesrepublik ein Rechtsstaat war und/oder ist. Der Verlauf zahlreicher Prozesse um die Gleichberechtigung von Lebenspartnerschaften gibt Anlass zu Zweifeln, die allgemeine Ungleichbehandlung von Schwulen und Lesben in vielen Lebensbereichen sowieso. Dass die Bundesrepublik Nazis in Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten sich weiter austoben ließ, ist auch nicht Zeichen von Rechtsstaatlichkeit. Wieso diese Verbrecher seit dem 8.5.1945 plötzlich nicht mehr NS-Täter, sondern Organe der Rechtspflege gewesen sein wollen, vermag niemand zu beantworten. Ich freue mich sehr, dass dieser Artikel zumindest ein paar Täter namentlich anführt. Besonders die fehlende Sichtbarkeit der Verbrecher hat mich schon immer empört. So ist zwar immer wieder vom Schandurteildes Bundesverfassungsverfassungsgerichts von 1957 die Rede, aber in diesem Zusammenhang herrscht die typisch deutsche Anschauung, dass Gerichte ein anonymes Etwas seien, eine gottgegebene Institution, von Menschen weder gemacht noch mit Menschen besetzt. Man sieht es aktuell wieder beim Sächsischen OVG. Keine(r) der Richter(innen),die die Riesen-Coronaparty zu verantworten haben, wird öffentlich genannt. Richter/innen bleiben in Deutschland von jeder Verantwortlichkeit für ihr Handeln frei, selbst wenn sie Verbrecher sind und selbst wenn sie NS-Unrecht vollstrecken wie jene damaligen Verfassungsrichter. Da gibt es noch viel auszugraben an Informationen. Wer waren diese Leute, was war ihre Vergangenheit im NS-Gefüge? Was waren ihre parteipolitischen Hintergründe in der Bundesrepublik und vorher im Dritten Reich? Wie kommt es, dass das Bundesverfassungsgericht diese grauslichen Typen noch heute als Hüter des Rechts ehrt und nicht wenigstens Fotos abhängt und Anmerkungen in Kurzbiographien macht? Soll es wirklich genügen, dass der vorige Gerichtspräsident im Fernsehen gesagt hat, man dürfe sich für diese Verbrecher (nicht mal zu dieser Qualifikation jener Leute konnte er sich aufraffen) "ein bisschen schämen"? Reicht das, sich "ein bisschen schämen" für von deutschen Richtern noch nach 1945 begangenen NS-Verbrechen?
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