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Einzelkommentar zu:
Eine beispiellose Hetzjagd gegen Schwule in der jungen BRD


#4 Homonklin_NZAnonym
  • 15.11.2020, 14:02h
  • Danke für den herausragenden, ausführenden Artikel. Leider führt der Link zu :
    ""(...)allerdings weiterhin online verfügbar mit O-Tönen von Lauinger aus dem Film.""

    hier ins Leere. Das Video sei angeblich privat. Kann nun sein, das ist vom Ausland nicht zu erreichen oder irgend so ein komisches Youtube-US-Bigotten-Regulationsproblem.

    Dass man Herrn Lauinger nie eine Entschädigung für jene Monate Untersuchungshaft und die Auswirkungen dieser Erfahrung zu geben bereit war, war etwas, was wohl letztendlich mehr als nur sein Vertrauen in diesen Rechtstaat zerbrochen hat.

    Dieser Verfolgungsdruck resultierend aus §175 und die damit vertäute Idee, Menschen aufgrund ihrer Sexualität und natürlicher Bedürfnisse zu verteufeln, hatte neben der Zerstörung von Leben und Erfolg, Hoffnungen, Lebenseinrichtung eine nachhaltige Stigmatisierung.
    Auch wenn das vergleichsweise schwach ist, als Junge zu lernen, eine bestimmte Berufswahl wird unmöglich bleiben, weil du dich in andere Männer vergucken konntest. Was mag das für Männer bedeutet haben, die einen Polizisten, Richter oder Staatsanwalt liebten? In dieser knallharten Zeit...Die Leben vieler Verfolgter wurden zerstört oder in für sie nachteilige Bahnen gezwängt, ohne Rücksicht auf Verluste. Die korrigierte Zahl der Suizide mindert die Schwere des Leids nicht.

    Das mit dem Rechtstaat habe ich zwar immer als ständige Baustelle oder Versuchskonzept gesehen, und die Erzählungen früher alter Verwandter und derer Freunde über die angesprochene Kontinuität von der NS-Zeit zeichneten einen scharfen Kontrast in Sachen Vertrauen vs. Rechtstaat, ehe man überhaupt alt genug wurde, um solche Dinge zu verstehen anzufangen.

    Der Umgang mit erkannten Fehlern lässt zu wünschen übrig. Wie sich das in die Jahre zieht, kennt nur einen wenig rühmlichen Vergleich - Veränderungen etwa in der katholischen Kirche, da dauert das ähnlich lang.
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