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USA

Löst Buttigieg Homo-Hasser Ben Carson im Kabinett ab?

US-Medien sind sich sicher, dass der offen schwule Ex-Präsidentschaftskandidat Pete Buttigieg einen Posten im Kabinett des designierten Präsidenten Joe Biden erhält. Noch ist aber unsicher welchen.


Pete Buttigieg warb in den letzten Monaten in vielen Interviews – auch in konservativen TV-Sendern – für seine Demokratische Partei und den Kandidaten Joe Biden (Bild: Screenshot Fox News Channel)

Noch vor Weihnachten dürfte Joe Biden die Zusammenstellung seines Kabinett bekanntgeben – und es gilt laut Beobachter*innen als sehr wahrscheinlich, dass Pete Buttigieg einen Posten erhält. Bereits letzte Woche hatte es das Politportal Axios als "so gut wie sicher" bezeichnet, dass der 38-Jährige einen Ministerposten erhält.

Unklar ist nur noch, welches Ressort Buttigieg erhalten wird. Besonders oft werden die Posten für das Kriegsveteranenministerium und das Stadtentwicklungsministerium genannt. Grund ist, dass Buttigieg als einer von nur zwei Präsidentschaftskandidat*innen selbst ein Veteran ist – er war 2014 sieben Monate lang in Afghanistan im Kriegseinsatz. Außerdem beschäftigte er sich später als Bürgermeister intensiv mit Stadtentwicklung, etwa wie Innenstädte durch bessere Fußgängerwege belebt werden können.

Das Stadtentwicklungsministerium wurde in den letzten vier Jahren ausgerechnet von Ben Carson angeführt, einem erklärten Homo-Hasser. Der 69-Jährige setzte etwa in der Vergangenheit Homosexualität mit sexuellem Missbrauch von Tieren oder Kindern gleich und verhöhnte trans Frauen als "große haarige Männer" (queer.de berichtete). Die Ernennung Buttigiegs hätte daher einen hohen symbolischen Wert über Veränderungen im Weißen Haus.

Ein offen schwuler Ex-Soldat im Kriegsveteranenministerium wäre ebenfalls ein großer symbolischer Schritt: Immerhin dürfen offen homosexuellen Menschen erst seit 2011 im amerikanischen Militär dienen (queer.de berichtete).

Weitere mögliche Posten

Als weiterer möglicher Posten für Buttigieg wird auch oft der Vorsitz im Amt für Verwaltung und Haushaltswesen genannt. Dabei handelt es sich um die größte, dem Präsidenten unterstellte Behörde, die das Weiße Haus über die Aktivitäten der Bundesbehörden auf dem laufenden hält. Der Chefposten hat Kabinettsrang.

Außerdem gilt er als ein aussichtsreicher Kandidat als US-Botschafter bei den Vereinten Nationen. Allerdings zitierte die "Washington Post" am Wochenende Gerüchte, wonach wohl Ex-Außenministerin und Ex-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton diesen Posten übernehmen werde, die als sehr LGBTI-freundlich gilt (queer.de berichtete).

Twitter / PeteButtigieg | Auf Twitter freut sich Buttigieg mit Clinton über den Wahlsieg Joe Bidens

Offen schwule Bundesminister sind in den USA bislang eine Seltenheit: 2016 setzte der damalige US-Präsident Barack Obama den offen schwulen Eric Fanning als Heeresminister ein; der Posten hat allerdings nur den Rang eines Staatssekretärs (queer.de berichtete). Außerdem machte Donald Trump im Februar diesen Jahres den offen schwulen Diplomaten Richard Grenell zu seinem kommissarischen Geheimdienstchef – ein Posten mit Kabinettsrang (queer.de berichtete). Diesen Posten hatte der Trump gegenüber sehr loyale Republikaner aber nur 96 Tage inne.

Buttigieg, ein ehemaliger Bürgermeister der 100.000 Einwohner zählenden Stadt South Bend in Indiana, hatte bereits als erster offen schwuler Präsidentschaftskandidat der Demokraten Geschichte geschrieben. Seine Kandidatur wurde zunächst belächelt, allerdings gewann er Anfang Februar die erste innerparteiliche Vorwahl in Iowa, der spätere Sieger Joe Biden wurde nur Vierter (queer.de berichtete). Nachdem er aber in den folgenden Vorwahlen schlechter abschnitt, zog Buttigieg Anfang März seine Kandidatur zurück – und stellte sich sofort hinter Biden (queer.de berichtete). Seither machte er für den 77-Jährigen Wahlkampf – in unzähligen TV-Interviews sowie bei Veranstaltungen in umkämpften Bundesstaaten. Ihm werden Ambitionen für eine weitere Präsidentschaftskandidatur nachgesagt. (dk)

Twitter / LogoTV | Mitteilung von Pete Buttigieg und seinem Ehemann Chasten zum Coming-out-Tag am 11. Oktober



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#1 PetterAnonym
#2 LudwigIXAnonym
#3 BlödsinnAnonym
  • 17.11.2020, 10:48h
  • Antwort auf #2 von LudwigIX
  • Der hat als Bürgermeister viel bewegt und viel dazu beigetragen, dass viele Menschen anders über LGBTI danken.

    Wieso soll der ein Opportunist sein?

    Nur weil er jetzt ein Amt annimmt, in dem er noch mehr bewegen könnte?

    Ist doch wohl besser als ein Trump, ein Carson oder ähnliche Gestalten...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 LudwigIXAnonym
#5 PetterAnonym
  • 17.11.2020, 12:41h
  • Antwort auf #4 von LudwigIX
  • Das mag alles sein, aber wie oft haben andere gelogen? Z.B. der aktuelle Präsident?

    Und dass man in der Politik auch mal kompromissbereit sein muss, um seine langfristigen Ziele zu erreichen, ist auch klar.
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#6 ButtlebutAnonym
#7 audeasAnonym