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Sticks & Stones Digital 2.0

Wie man trotz Pandemie queerfreundliche Arbeitgeber*innen findet

Am 21. November findet die LGBTI-Karrieremesse Sticks & Stones zum zweiten Mal rein online statt. Organisator Stuart Bruce Cameron erklärt im Interview, was die Besucher*innen erwartet.


Die Sticks & Stones kann man am Samstag, den 21. November 2020 erneut ganz gemütlich von zuhause aus besuchen

Coronabedingt mussten in diesem Jahr viele Veranstaltungen ausfallen und konnten nicht in ihrer gewohnten Form stattfinden. Neben Konzerten und einigen CSD-Paraden hat das auch Messen, wie etwa die LGBTI-Karrieremesse Sticks & Stones getroffen. Seit 2009 findet die queere Jobmesse jährlich mit über 100 Ausstellenden und mehr als 2.000 Besucher*innen statt. Dieses Jahr geht die UHLALA Group, die hinter der Messe steht, pandemiebedingt neue, digitale Wege. Im Interview erklärt Stuart Bruce Cameron, Gründer und CEO der UHLALA Group, was man bei der Sticks & Stones Digital 2.0 am 21. November erwarten kann.

Stuart, ihr veranstaltet kommenden Samstag, den 21. November, die Sticks & Stones zum zweiten Mal in einem digitalen Format. Was ist daran so besonders?

Ganz genau! Wir waren mit die ersten, die ihre Veranstaltung ins Digitale verlegt haben. Wir hatten schon länger mit der Idee einer digitalen oder hybriden Messe gespielt. Die Corona-Pandemie hat uns dann den letzten Ruck gegeben. Besonders ist an der digitalen Sticks & Stones vor allem, dass viel mehr LGBTI-Jobsuchende und Straight Allies teilnehmen können als bisher. Es ist nicht mehr nötig, für die Messe nach Berlin zu fahren. Die Sticks & Stones kann man jetzt ganz gemütlich von zuhause aus besuchen. Das senkt die Hürden deutlich ab und wir erreichen interessierte LGBTI in ganz Deutschland. Ein echter Gewinn für die Teilnehmenden, denn sie können so ganz hygienekonform und bequem mit vielen potentiellen Arbeitgeber*innen in Kontakt kommen und sich bei einem der vielen spannenden Vorträge Tipps und Inspiration holen.

Wo kann man sich denn informieren und wie kann man an der Messe teilnehmen?

Die Teilnahme an der Sticks & Stones Digital ist für alle Besucher*innen kostenlos. Registrieren kann man sich online unter diesem Link. Alle Infos zur Messe, zu Vorträgen und den Angeboten findet man auf der Homepage der Sticks & Stones.

Das Programm der Sticks & Stones Digital ist vielfältig und enthält ganz unterschiedliche Angebote für die Besucher*innen. Was sind die Highlights, auf die du dich kommenden Samstag ganz besonders freust?

Die Frage ist wirklich nicht leicht zu beantworten. Zum einen freue ich mich auf die über 20 Vorträge unserer Speaker*innen. In den Vorträgen geht es zum einen um queere Themen: Wie wirken sich liberale Strukturen auf LGBTI-Netzwerke aus? Warum sind positive LGBTI- Vorbilder in ländlichen Regionen abseits der Großstadt besonders wichtig? Andere Vorträge geben ganz konkrete Karrieretipps, zum Beispiel wie der Lebenslauf ansprechend und überzeugend gestaltet werden kann.

Und dann freue ich mich auf unsere Ausstellenden. Zum ersten Mal ist am 21. November beispielsweise Adidas, wayfair und Delivery Hero mit dabei. Daneben sind ganz viele Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen dabei – von SAP über Sony Music, Deutsche Welle und BASF bis hin zur Deutschen Post DHL Group.

Außerdem sind unsere Speedcoachings ein weiteres Highlight. Die Besucher*innen der Messe können sich zum Beispiel Tipps für ihr Auftreten beim Bewerbungsgespräch holen oder herausfinden wo ihre Stärken liegen.

Welche Tipps hast du außerdem für jobsuchende LGBTI und Straight Allies, damit ihr Messebesuch richtig rund läuft?

Am besten ist es, sich vor der Messe ein Profil auf unserer LGBTI Professional Community Proudr anzulegen. Es lohnt sich, sein Profil aussagekräftig zu gestalten und auf den neuesten Stand zu bringen. Denn unsere Aussteller*innen schauen sich in den Tagen vor der Messe ganz besonders auf Proudr um und halten Ausschau nach interessanten Bewerber*innen. Außerdem stellen sie ihre offenen Stellenangebote auf der Plattform ein, die man dann ganz bequem am Laptop oder auf dem Smartphone durchforsten kann.

So eine digitale Messe unterscheidet sich deutlich von einer üblichen Messe, auf der man durch die Messehallen von Stand zu Stand schlendert. Es ist hilfreich, sich vorher zu überlegen an welchen Stand man gehen möchte und welches Unternehmen für einen besonders interessant ist. Entsprechend sollten die Teilnehmenden im Voraus planen, welchen Stand sie besuchen und welchen Vortrag sie sich ansehen möchten.

Habt ihr euch für die Sticks & Stones nun ganz vom herkömmlichen Messeformat verabschiedet, oder wird sie auch wieder offline stattfinden?

Nein, das haben wir nicht. Aber wir werden auch über dieses Jahr hinaus an der digitalen Form festhalten. Für kommendes Jahr planen wir die Sticks & Stones als hybride Messe: mit einer physischen Präsenzveranstaltung in Berlin und einer zeitgleich stattfindenden digitalen Messe. Die Sticks & Stones 2021 wird am 19. Juni stattfinden und man kann sich schon jetzt hier dafür vorregistrieren. Zuerst freuen wir uns jetzt aber sehr auf die Messe am Samstag!



#1 Uwe_RAnonym
  • 17.11.2020, 08:11h
  • Schöner Marketingtext, aber eines wird digital nie ersetzen: Nämlich die echten Kontakte zwischen Menschen, was der Hauptanreiz einer Messe ist. Da kein Erfolg der letzten digitalen Ausgabe angepriesen wurde und der Veranstalter Gott sei Dank am Präsensformat festhalten will, weiß er das sehr genau :)
    Man kann einen Messebesuch planen wie mal will, es sind die zufälligen Kontakte, die das Salz ausmachen. Zufällige Kontakte zwischen Besucher und Aussteller, aber auch Besucher und Besucher. Eine digitale Jobmesse ist allenfalls die Jöbbörse der Arbeitsagentur mit hübscherer Webseite. Man erreicht digital wahrscheinlich ein paar andere Menschen, die sowieso nicht hingefahren wären, mehr aber auch nicht. Bleibt also nur warten, bis der Spuk vorbei ist...
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#2 chrissAnonym
  • 17.11.2020, 10:31h
  • Was sind denn bitte "Straight allies"?

    Ob ich solch eine Messe einmal besuchen werde, weiß ich noch nicht, allerdings bin ich auch noch nicht lange genug im Berufsleben und wusste gar nicht, dass es sowas überhaupt gibt. Ich weiß nicht, ob mein AG unbedingt "queerfreundlich" sein muss. Meiner ist eher konservativ ausgerichtet, aber wenn die Arbeit meinem Privatleben nicht gut tut und ich deswegen keine Zeit für meine Kinder hätte, dann wäre dieser AG für Heteros sicherlich genauso ungeeignet. Im Übrigen brauche ich ihm auch nicht auf die Nase zu binden, ob ich mit einem Mann oder einer Frau zusammen bin.
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#3 Uwe_RAnonym
  • 17.11.2020, 11:59h
  • Antwort auf #2 von chriss
  • Tja, es sagt sich immer so leicht, dass das Privatsache sei, ist es aber nicht. Der "Arbeitgeber" besteht ja nicht nur aus einem Chef, sondern je nach Betriebsgröße auch einem Mix an Kollegen, die das Betriebsklima und die Offenheit untereinander prägen. Und die Gespräche unter Kollegen beschränken sich - so zumindest meine Erfahrung - nicht ausschließlich auf berufliches. Willst Du also keinen Kollegen irgendwelche bunten Lügen erzählen oder alle privaten Fragen mit "Geht dich nix an" abblocken? Der erste Fall kostet auf Dauer viel Energie, mit dem Risiko sich doch irgendwann zu verraten. Der zweite Fall macht Dich alles andere als beliebt. Ode warum sollen alle anderen Ihren Partner/Partnerin zur Firmenweihnachtsfeier oder -sommerfest mitbringen können, aber Du nicht?

    Wenn Du als Person - und zwar ganz - in ein Unternehmen nicht reinpasst, dann wechsle.
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