Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?37549

Erste Verleihung

BVG-Chefin erhält LGBT-Diversity-Preis

Hohe Ehre für Eva Kreienkamp, die Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe: Das "Wirtschaftsweib" erhält den ersten "German Diversity Award" in der Kategorie LGBT+.


Eva Kreienkamp, die erst seit sechs Wochen an der Spitze der BVG steht, freut sich über die Auszeichnung (Bild: BeyondGenderAgenda)

Die Vielfalts-Initiative BeyondGenderAgenda hat am Mittwoch die Gewinner*innen des "German Diversity Award 2020" im Rahmen einer digitalen Preisverleihung bekanntgegeben. In acht Kategorien wurden Persönlichkeiten und Unternehmen für ihr herausragendes Engagement für Diversity Management ausgezeichnet. In der Kategorie LGBT+ gewann Eva Kreienkamp, die Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), den erstmals vergebenen Preis.

"Ich hab vor über 20 Jahren mit dem Thema Diversity und Inclusion angefangen und wusste nicht, was für eine lange Reise das werden würde", sagte sie bei der digitalen Preisverleihung. Auch wenn die BVG schon viel getan habe, sei es an der Zeit, die Anstrengungen noch zu verstärken. Der Sponsor des LGBTI-Preises ist die Münchner Unternehmensberatung Roland Berger.

- Werbung -
Video - BEAUTIFUL DESTINATION MALTA

Kreienkamp war "Top Out Executive"

Kreienkamp ist in der Community keine Unbekannte: Sie führte letztes Jahr die Liste der "Top 100 Out Executives" an (queer.de berichtete). Die 58-Jährige ist eine der Gründerinnen der Wirtschaftsweiber, einem Netzwerk lesbischer Unternehmerinnen, und arbeitete unter anderem für die Allianz-Versicherung und die Mainzer Verkehrsgesellschaft. Seit Oktober diesen Jahres ist sie BVG-Chefin (queer.de berichtete).

In den beiden Königsdisziplinen des "German Diversity Awards" sind von BeyondGenderAgenda zwei Telekommunikationsanbieter ausgezeichnet worden: "Personality of the Year" ist Timotheus Höttges, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG. "Company of the Year" darf sich ab sofort das britische Unternehmen Vodafone nennen.

Twitter / BGA_Initiative

Zusätzlich hat BeyondGenderAgenda den Ehrenpreis an Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) verliehen, weil sie sich "persönlich und öffentlichkeitswirksam für Diversität und gegen Diskriminierung" einsetze. Als Beispiel nannte Beyondgenderagenda ihren Austritt aus der Ludwig-Erhard-Stiftung aus Protest gegen deren Vorsitzenden Roland Tichy, der wegen sexistischer Texte in seinem Magazin "Tichys Einblick" in der Kritik gestanden hatte.

Twitter / BGA_Initiative

Preisträger*innen sollen Vorbilder sein und inspirieren

Victoria Wagner, die Gründerin von BeyondGenderAgenda, sieht die erste Verleihung des "Diversity Awards" wegen "Anzahl und Qualität der Nominierungen als auch der hohen Resonanz auf den Award" als Erfolg an. "Ich bin davon überzeugt, dass wir neun würdige Preisträgerinnen und Preisträger auszeichnen konnten, die als Vorbild inspirieren und einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, Diversität als wirtschaftlichen Erfolgsfaktor in Deutschland weiter zu etablieren", so Wagner.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn unterstützt den neuen Award: "Wichtiger als die Frage, wo wir herkommen ist, wo wir gemeinsam hinwollen. Wenn alle Bürgerinnen und Bürger ihre Talente einbringen, sind wir gemeinsam erfolgreich. Hautfarbe, Geschlecht oder Alter dürfen dafür kein Hindernis sein", erklärte der CDU-Politiker angesichts der Preisverleihung. "Zusammen anpacken im Unternehmen und in der Gesellschaft, das macht uns stark. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass BeyondGenderAgenda mit dem German Diversity Award den Fokus auf die Chancen von Vielfalt richtet. Unser Land und unsere Unternehmen haben ein enormes Potenzial. Für den gemeinsamen Erfolg in den Zwanzigerjahren müssen wir es noch besser nutzen."

BeyondGenderAgenda ist Anfang des Jahres mit dem Ziel gegründet worden, die Chancengleichheit von Führungskräften anderen Geschlechts, Alters, kultureller Herkunft, sexueller Orientierung sowie Geschlechteridentität zu fördern und dadurch einen kulturellen Wandel in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik herbeizuführen. Bereits im September veröffentlichte die Organisation mit dem "German Diversity Monitor" ihre erste Studie (queer.de berichtete). (pm/dk)



#1 PetterAnonym
  • 18.11.2020, 15:57h
  • Herzlichen Glückwunsch.

    So sollte das überall sein. Denn Vielfalt macht Unternehmen stärker und nützt auch wirtschaftlich, wenn viele verschiedene Biographien, Erfahrungen und Perspektiven zusammenkommen.

    Das ist nicht nur eine Frage der Menschenrechte, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.
  • Antworten » | Direktlink »