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Mit 76 Jahren

Udo Walz ist tot

Der Star-Frisör ist zwei Wochen nach einem Diabetesschock gestorben.


Udo Walz war der bekannteste Haarkünstler Deutschlands (Bild: Philipp von Ostau / wikipedia)

Der Prominentencoiffeur Udo Walz ist tot. Walz starb am Freitag im Alter von 76 Jahren in Berlin, wie sein Lebenspartner Carsten Thamm-Walz der "Bild"-Zeitung sagte. "Udo ist friedlich um zwölf Uhr eingeschlafen", sagte Thamm-Walz dem Blatt. Vor zwei Wochen habe Walz einen Diabetesschock erlitten, danach sei er ins Koma gefallen.

Der Tod des Friseurs wurde aus seinem Umfeld am Nachmittag auch der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Walz hatte seit rund 30 Jahren an Diabetes gelitten. Erst vor knapp zwei Monaten wurde bekannt, dass Walz seit einer Fuß-Operation auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

Der in Waiblingen bei Stuttgart geborene Walz galt als einer der bekanntesten Frisöre in Deutschland. Zu seinen Kundinnen zählte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), für die er auch im Wahlkampf 2013 warb (queer.de berichtete). Nach der Friseurlehre in Stuttgart arbeitete Walz zunächst in der Schweiz und schnitt Stars wie Marlene Dietrich oder Romy Schneider die Haare, ehe er in den 1960ern nach Berlin zog. Dort betrieb er zuletzt drei Salons – zusätzlich zu einem in Potsdam und einen auf Mallorca.

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Walz hatte Gastauftritte in Serien wie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" und "Notruf Hafenkante", sprach im Film "Mein wunderbares West-Berlin" über die Hauptstadtszene, war Gast in zahlreichen TV-Shows und beliebter Interview-Partner. Mit seinen Äußerungen zur gleichgeschlechtlichen Ehe hatte Walz zugleich immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. 2004 sagte er etwa in einer Fernsehsendung: "Auch wenn ich mir jetzt Feinde schaffe: Ich finde, zwei Männer können nicht heiraten. Heiraten hat ja auch mit Kindern und mit Fortpflanzung zu tun" (queer.de berichtete). Vergangenes Jahr wiederholte er diese Aussage: "Ich finde, dass nur ein Mann und eine Frau heiraten sollten, wenn sie eine Familie gründen wollen", so Walz damals gegenüber "Bild" (queer.de berichtete).

Privat lebte Walz seit einem Vierteljahrhundert mit Carsten Thamm-Walz zusammen. Er hatte sich mit seinem 26 Jahre jüngeren Freund 2008 verpartnert (queer.de berichtete).

Walz' letzter Facebook-Eintrag vor sechs Tagen lautete: "Bleibt gesund & happy Weekend". (AFP/cw)

Bleibt gesund & happy Weekend ?? #stayhealthy #staysafe

Posted by Udo Walz on Saturday, November 14, 2020
Facebook / Udo Walz



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#1 Tunte scandalösAnonym
  • 20.11.2020, 19:13h
  • Der Herr von "einmal waschen und legen" sagte:
    Ich bin gegen die Ehe von zwei Männern. Heiraten hat auch mit Kinder und Fortpflanzung zu tun. Er hat überhaupt nicht überlegt, dass einige Hetero-Eheleute heiraten und keine Kinder haben wollen, und keine Kinder bekommen können.Selbst war er verpartnert. Welch ein Widerspruch zu seiner Aussage. Von seinen veröffentlichen vielen Bildern finde ich ihn im Bayern-Look am zutreffenden. Es gab auch ein Herr Sedlmayer,er zeigte sich oft im Bayern-Look, ganz intim ließ er sich in einem zugebundenen Sack verprügeln.
    Die Wirklichkeit sieht meist anders aus als wie sie dargestellt wird.
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#2 LarsAnonym
  • 20.11.2020, 21:39h
  • Antwort auf #1 von Tunte scandalös
  • Das ist kein Widerspruch. Das deutsche Recht kennt heute nur Ehe oder Nicht-Ehe. Herrn Walz hätte eine Partnerschaft genügt. Wie er zum Adoptionsrecht stand, weiß ich nicht. Ginge es ihm um die Rechte, oder den Namen der Partnerschaft? Man muss aber sagen, dass er 7 Patenkinder hatte.
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#3 SaftlarsAnonym
#4 LarsAnonym
  • 21.11.2020, 07:24h
  • Antwort auf #3 von Saftlars
  • Ich finde die Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften richtig, und der gemeinsame Begriff "Ehe" dafür ist auch o.K., aber ich sehe, dass der Begriff "Ehe" die Komplexität von Familien (Kinderlose Familien, Kinderlose mit Pflegekindern , Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien, Familien mit leiblichen Kindern, Pflegekindern, Adoptivkindern) natürlich nicht abbildet. Das gilt auch für Heteros.

    Nachdem der Ehebegriff definiert ist, werden diese Fragen uns im Rahmen des Familienrechts weiter beschäftigen.
    Es wird spannend sein, wie die Gesellschaft damit umgeht.
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#5 MichaelTh
  • 21.11.2020, 07:34h
  • Antwort auf #1 von Tunte scandalös
  • Was Du da über Sedlmayr verbreitest ist erstens falsch und zweitens üble Nachrede. Angebliche Neigungen Sedlmayrs zu sadomasochistischen Sexualpraktiken wurden vom Leiter der Münchner Mordkommission Josef Wilfling bestritten. Das war alles eine Inszenierung seiner Mörder, die von den wahren Motiven - Habgier - ablenken wollten.
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#6 verstehenichtganzAnonym
#7 BookwyrmAnonym
  • 21.11.2020, 09:37h
  • Antwort auf #4 von Lars
  • "Nachdem der Ehebegriff definiert ist, werden diese Fragen uns im Rahmen des Familienrechts weiter beschäftigen."

    Nur wenn Leute wie du, denen das was in irgendwelchen Büchern steht wichtiger ist als das Wohl der Menschen, diese elendige Diskussion weiter am Leben halten. Definitionen sind DESKRIPTIV nicht PRÄSKRIPTIV und zwar auch wenn das bedeudet, dass dein absolutes Lieblingsbuch hundert mal im Jahr deswegen geändert werden muss! ERST kommt die Lebenswirklichkeit, DANN kommen unsere frei erdachten, immer unvollkommenen Beschreibungen dazu, die wir dann versuchen in Worte zu fassen und in Büchern niederzulegen. Leute wie du versuchen aber permanent weiter die Welt auf den Kopf zu stellen, indem ihr behauptet, die Realität müsse Büchertexten folgen, dann aber bitte auch noch euren Lieblingsbüchern. Unser Familienrecht ist jederzeit änderbar, um es der Lebenswirklichkeit anzupassen. Einzig und allein, weil Leute wie du meinen, es gäbe so etwas wie "heilige Texte", die unveränderbar seien, ist der Glaube an "erst das Gesetz, alles andere danach" immer noch so weit verbreitet. Der Prozess von Gesetzesänderungen zum Wohl aller Menschen bleibt dadurch quälend langsam und ist permanet reaktionären Bestrebungen ausgesetzt. Was ist der wahr Grund hierfür? Sicher gibt es viele und ein ganz großer ist INTELLEKTUELLE FAULHEIT!
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#8 KumpelAnonym
  • 21.11.2020, 10:27h
  • Antwort auf #5 von MichaelTh
  • Genauso war es damals geschehen. Vertuschung um das Opfer noch nach den gewaltsamen Tod in aller Öffentlichkeit bloßzustellen. Dem Udo will ich nichts schlechtes nachsagen. Möge er in Frieden Ruhen.
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#9 Ralph
#10 gifiAnonym
  • 21.11.2020, 11:46h
  • Antwort auf #6 von verstehenichtganz
  • Daran ist nichts für sich genommen ehrenrührig, aber wenn die Mörder es explizit verbreitet haben mit dem Ziel, Sedlmayr unmöglich zu machen, muss man es doch nicht übernehmen. Ich hätte auch keine Lust, nach meinem Tod fälschlich als "Der Natursekt-Trinker" bekannt zu werden, auch wenn an so einer Sexualpraktik moralisch nichts verwerflich ist.
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