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Heimkino

Die schwule Furcht vor Intimität

Jetzt auf DVD: In Simon Amstells musikdurchfluteter Komödie "Benjamin" begegnet ein junger Filmemacher seiner großen Liebe – und unternimmt fast alles, um die Beziehung vor die Wand zu fahren.


Inmitten einer künstlerischer Krise verliebt sich Benjamin in den jungen französischen Musiker Noah (Bild: Edition Salzgeber)

Sieben Jahre hat Benjamin an seinem zweiten Spielfilm gearbeitet: einem autobiografischen Drama über Liebe und Einsamkeit, in dem er selbst die Hauptrolle spielt. Am Vorabend der Premiere lernt er in einer Bar den charismatischen französischen Sänger Noah kennen und fühlt sich wie magisch zu ihm hingezogen. Doch ist Benjamin gerade jetzt, wo seine Karriere auf der Kippe steht, bereit für die wahre Liebe?

In der musikdurchfluteten Komödie "Benjamin" des britischen Comedian Simon Amstell glänzen Colin Morgan ("Merlin", "Humans") und Phénix Brossard ("Departure") als junges schwules Liebespaar. Doch die Angst, zu verletzen und verletzt zu werden, hemmt Benjamin so sehr, dass er es erst gar nicht zu versuchen wagt, glücklich zu werden.

Die Angst des Künstlers vor echter Nähe


Die Edition Salzgeber hat "Benjamin" mit deutschen Untertiteln auf DVD veröffentlicht

Die Komödie ist nicht nur Amstells Spielfilmdebüt, sie hat auch zahlreiche autobiografische Bezüge. "'Benjamin' wurde von meinen eigenen schmerzlichen Versuchen inspiriert, Liebe zu finden", erklärte der 1979 geborene Regisseur zum Film. "Diese führten dazu, dass ich seit dem 13. Lebensjahr meine Karriere wichtiger genommen habe als alles andere."

"Benjamin" sei "eine Erkundung dessen, was es bedarf, einen Menschen aus Einsamkeit und Depression, seinem sorgfältig errichteten 'Selbst', zu befreien", so Amstell. "Ich habe gelernt, dass ich genau wie Benjamin die Liebe des Publikums gesucht habe, als es vielmehr darauf ankam, echte Nähe zu finden."

Amstell schrieb u.a. die BBC-Serie "Grandma's House"

In Großbritannien ist Simon Amstell als Fernsehmoderator, Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler einem großen Publikum bekannt. Für seine Comedy-Show "Never Mind the Buzzcocks" wurde er mit zwei British Comedy Awards und mit einem Royal Television Society Award ausgezeichnet. 2009 beauftragte ihn BBC2 damit, die Serie "Grandma's House" zu schreiben und zugleich die Hauptrolle zu übernehmen. Amstells Stand-up-Programm "Do Nothing", mit dem er auf internationale Tournee ging, wurde von BBC2 ausgestrahlt; sein ebenfalls international aufgeführtes Programm "Numb" lief auf Netflix. (cw/pm)

Direktlink | Deutscher Trailer zum Film

Infos zum Film

Benjamin. Komödie. Großbritannien 2018. Regie: Simon Amstell. Darsteller*innen: Colin Morgan, Phénix Brossard, Joel Fry, Jack Rowan, Jessica Raine. Laufzeit: 85 Minuten. Sprache: englische Originalfassung. Untertitel: Deutsch (optional). FSK 12. Edition Salzgeber.


#1 AthreusProfil
  • 21.11.2020, 19:54hSÜW
  • Ganz großes Kino! Mein persönliches Highlight in diesem Jahr, noch weit vor "Als wir tanzten". Keine Abziehbilder, sondern Charaktere mit Brüchen, die gerade deshalb wirklichkeitsnah wirken und trotz aller geistigen Stolpersteine zu ihrem Happy End finden. Wer kann: unbedingt anschauen. Das Geld ist gut investiert.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 YannickAnonym