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Evangelische Kirche
Homo-Gurke für die Landeskirche Schaumburg-Lippe
Die letzte Landeskirche ringt sich zur zweitklassigen Segnung von Lesben und Schwulen durch, während heterosexuelle Paare getraut werden. Das ist drei Jahre nach Öffnung der Ehe nur noch peinlich!

Symbolbild: Mit 31 Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen stimmte die Landeskirche Schaumburg-Lippe für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare (Bild: dp photography)
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22. November 2020, 04:15h 2 Min.
Die Landeskirche Schaumburg-Lippe lobt sich dafür, dass sie Lesben und Schwule weiterhin diskriminiert: Am Samstag stimmte die Synode, das Kirchenparlament, mit großer Mehrheit dafür, künftig auch gleichgeschlechtliche Paare zu segnen – als allerletzte der 20 evangelischen Landeskirchen in Deutschland. Ein echter Traugottesdienst, wie ihn heterosexuelle Paare bekommen, bleibt jedoch tabu, auch dürfen homofeindliche Pfarrer*innen die Segnung von Lesben und Schwulen ablehnen.
"Wir haben trotz unterschiedlicher Überzeugungen zueinander gefunden", freute sich Landesbischof Karl-Hinrich Manzke laut Pressemeldung über den faulen Kompromiss. "Neben der hohen Wertschätzung der ehelichen Gemeinschaft von Mann und Frau und der Familie ist es wichtig, dass wir auch ein gottesdienstliches Angebot zur Segnung gleichgeschlechtlicher Ehepaare haben."
Homofeindlichkeit in der Landeskirche tief verankert
Der Bückeburger Murks, der auf der Synode "als eine durch den Geist Christi gewirkte Übereinkunft" gefeiert wurde, ist nicht etwa ein Schnellschuss: Dem Beschluss ging eine sechsjährige (!) Diskussion voraus – mit Arbeitsgruppe, Studientag und öffentlicher Anhörung. Eine Farce, die jedoch auch zeigt, wie tief Homofeindlichkeit in der Landeskirche verankert ist.
Der Umgang mit Lesben und Schwulen hatte in Schaumburg-Lippe immer wieder etwas Boshaftes. So erlaubte die Kirche in der früheren Regelung zwar die Segnung homosexueller Paare im persönlichen Rahmen, legte jedoch ausdrücklich fest, dass dabei keine Glocken läuten dürfen. Insbesondere Landesbischof Manzke wetterte immer wieder lautstark gegen eine rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen, verglich gar die Ehe für alle mit Waffenexporten.
Eine heuchlerische Entschuldigung
Nun entschuldigte sich Präsidentin Daniela Röhler auf der Synode zwar ausdrücklich "bei allen Menschen, die wegen ihrer Homosexualität mit unserer Kirche schmerzhafte Erfahrungen machen mussten". Doch auch dieses heuchlerische Bedauern verletzt Lesben und Schwule, da die "schmerzhaften Erfahrungen" ja weitergehen, nur ein bisschen abgemildert werden. Auch den vermeintlich queerfreundlichen Christ*innen in Bückeburg ging es nie wirklich darum, Diskriminierungen zu beenden. Für die Einmütigkeit ihrer Kirche scheuten sie den notwendigen Bruch mit Homo-Hasser*innen – auf Kosten von Lesben und Schwulen.
Der Beschluss zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare kommt nicht nur viele, viele Jahre zu spät, sondern ist drei Jahre nach Öffnung der Ehe nun wirklich komplett aus der Zeit gefallen, beleidigend und einfach nur noch peinlich. Während die Trauung für alle in der Mehrheit der evangelischen Landeskirchen längst Realität ist, setzt die Landeskirche Schaumburg-Lippe weiterhin auf Ausgrenzung. Dafür verliehen wir ihr die Homo-Gurke!















He Leute, wir sind im 21. Jahrhundert, nicht mehr in den Fünfzigern des letzten Jahrhunderts. Fragt Euch mal, warum Eure Landeskirche die EINZIGE ist, die damit noch ein Problem hat?
Und fragt Euch bei der Gelegenheit auch, was Euer Religionsgründer Jesus wohl zu Eurem Verhalten sagen würde?