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"Einfach mal lachen ist nicht mehr"

Barbara Schöneberger frustriert: LGBT-Infostände statt Champagner vom Fass

Deutschlands erfolgreichste Fernsehfrau beklagt sich im Interview mit der "Welt am Sonntag" über angebliche Zwänge durch "Political Correctness". Früher sei es lustiger gewesen.


Barbara Schöneberge hat sich als Fernsehmoderatorin, Entertainerin, Schauspielerin und Sängerin einen Namen gemacht (Bild: Benno Kraehahn)

Moderatorin Barbara Schöneberger beklagt angebliche Zwänge durch "Political Correctness". "Wenn Klischees jetzt auf den Index der persönlichen Verletzung fallen, jede Aussage überprüft wird, wird's schwierig", sagte Schöneberger im Interview mit der "Welt am Sonntag". Früher sei es lustiger gewesen.

Wenn sie früher Galas moderiert habe, hätte es Champagner vom Fass gegeben und alles sei in Privatjets oder S-Klassen eingeflogen worden. "Heute muss man schon im Opening sagen, übrigens, unsere Toilettenspülungen funktionieren mit Regenwasser, die LGBT-Community hat im Entrée einen Info-Tisch aufgebaut, die Tombola geht zugunsten unserer Afrika-Stiftung 'Mary's Meals' und vor der Tür stehen E-Golfs für den VIP-Shuttle bereit", sagte Schöneberger.

Erfolgreichste Frau im deutschen Fernsehen

Sie wolle nicht falsch verstanden werden, das alles "ist ja in Ordnung, aber bei uns dominiert inzwischen eine komplett andere Sensibilität den Humor: Einfach mal lachen ist nicht mehr".

Barbara Schöneberge gilt als erfolgreichste Frau im deutschen Fernsehen. Die in Berlin lebende 46-Jährige schaffte 2001 mit ihrer Talkshow "Blondes Gift" den Durchbruch, seit 2008 moderiert sie zusammen mit Hubertus Meyer-Burckhardt die "NDR Talk Show". Vor vier Jahren gründete sie die Barbara Schöneberger GmbH, zu der heute ein Magazin, ein Internetradio, Tourneen, Musik-CDs, eine Tapeten- und Kofferlinie zählen. (cw/AFP)



#1 mesonightAnonym
  • 23.11.2020, 07:21h
  • So gern ich Barbara Schöneberger mag, aber auch ihr scheint die Sensibilität zu fehlen, früher war es sicher nicht lustiger, es war rassistischer, sexistischer und homophober. Ich finde auch, dass "wir" uns immer noch zuviel gefallen lassen müssen.
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#2 maikAnonym
#3 ZenkimausAnonym
  • 23.11.2020, 07:50h
  • Kein Mensch ist frei von Vorurteilen und Klischees. Es ist so. Wie oft höre ich die Frage: Wer ist bei euch die Frau? Antwort. Der der oben liegt. Lacher. Recht hat sie. Wo sind die 90iger hin. Ich sag nur Friede Freude Eierkuchen.
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#4 ClubDerTotenKomikerAnonym
  • 23.11.2020, 07:56h
  • Antwort auf #2 von maik
  • Na, dann kann sie sich ja direkt der sexistisch-homofeindlichen "Wir machen ja nur Spaß" Fraktion rund um Michael Herbig und Dieter Nuhr anschließen. Hach, was waren das doch schöne Zeiten früher, wo man unwidersprochen und ganz selbstverständlich Minderheiten diskriminieren, die Umwelt zerstören (S-Klasse) und sich dabei auch noch mit literweise Champagner zusaufen konnte... Nicht!
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#5 OutAndProud
#6 OutAndProud
#7 JustbecauseAnonym
  • 23.11.2020, 08:11h
  • Erfolgreichste was?
    Die wird doch nicht etwa zur zweiten Eva Herrmann...wahrscheinlich schon zu viel Champus.
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#8 SchonAnonym
  • 23.11.2020, 08:18h
  • Die guten alten Zeiten. Da kann ich mich noch gut daran zurück erinnern. Mein Bruder kam am Wochenende von der Bundeswehr mit den neuesten Judenwitzen, in der Schule machte man sich über Schwule lustig und Frauen...Schamlippen Schamlappen, Schamluppen... hi hi hi. Wir kippten unser Altöl noch in den Gulli, die Amis waren die Guten und die Russen waren die Bösen. Ey, Ali, Kümmeltürke, komm mal her und mach das weg. Die Welt war so einfach. Und Witze machen war so leicht, Behindertenwitze, kein tabu. Es gab Witzkassetten von dritt- und viertklassigen Komödianten die sich eine Stunde über Minderheiten lustig machten. Gott waren wir froh, dass wir keine Minderheit waren, die sind ja so... seltsam. Heute ist alles viel komplizierter geworden. Da muss ein Comedy sich echt was überlegen. Ok, Frauenwitze und Witze über LGBT gehen immer noch ganz gut, wie unsere Spaßrakete AKK bewiesen hat. Ja, die Zeiten sind komplizierter geworden. Aber dafür ist man auch weniger Arschloch wie früher, dass muss man ja auch einmal sehen, und vielleicht leben wir heute näher an der Realität, und weniger in der Komfortzone einer rücksichtslosen, selbstverliebten Spaßgesellschaft.
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#9 anonAnonym
  • 23.11.2020, 08:35h
  • Wow, daran sieht man mal was für eine priviligierte Nuss das ist. "Früher sind wir in privatjet und sklassen angefahren", ja ist klar, der Kavier und das Goldbestückte 500 Steak ist dir wohl auf Dauer zu Kopf gestiegen, Barbara. Das ist so typisch reiche, weiße Frau, die nicht mit Diskriminierung zu kämpfen hat. Schön, wenns dir so gut geht, Barbara, aber hast du mal über deinen priviligierten Tellerrand geguckt?
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#10 WahrheitIstRelativAnonym
  • 23.11.2020, 08:56h
  • Man muss mal hinterleuchten, was Witze eigentlich sind. Da geht es schon sehr um Schadenfreude. Wenn Witze über Minderheiten gemacht werden, liegt das wohl daran, dass dann die Mehrheit (also besonders viele Menschen) darüber lachen können. Das ist geschmacklos und bei dem großen Angebot garnicht nötig. Wir können nämlich auch gut über Leute lachen, unter denen besonders viele Menschen zu leiden haben und denen gegenüber man da nicht son schlechtes Gewissen haben muss, wie bei Trump! Auch kann man gut über menschliche Eigenheiten lachen, sogar wenn es einen selber einschließt - das ist dann auch eher liebevoller Humor. Nicht zuletzt lacht man auch gerne über Mehrheiten und meint, gerade weil man sich darüber lustig macht, nicht dazu zu gehören - zB über Spießer! Lustig sind auch Leute, die sich für was besseres halten und damit auf die Nase fallen.
    Also ich find ja die Afd Urkomisch und find auch meinen Dixieklo Witz Klasse : Auf dem Dixieklo hab ich die Politik verstanden! Das Blaue Zeug ist dafür da, dass man nicht merkt, wie das Braune stinkt!
    :o) :o) :o) :o) :o) :o) :o) :o) :o) :o)
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