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Einzelkommentar zu:
Homophobie-Vorwürfe: Noch immer Streit um "Fairytale of New York"


#5 HyenadykeProfil
  • 24.11.2020, 12:04hKöln
  • Die Pogues sind schon sehr lange eine meiner Lieblingsbands. Und Queerfeindlich waren sie schon damals nicht, als es das Wort noch gar nicht gab - ganz im Gegenteil.
    Der geniale und leider verstarbene Phil Chevron war offen schwul, für die Band nicht nur kein Problem, sondern eine Selbstverständlichkeit.
    Die Lieder von Shane MacGowan waren immer aus der Sicht des Underdogs und erhielten oft Bezüge zu Homosexualität, Sexarbeit und ganz besonders Drogenkonsum und dem daraus folgendem Absturz. Darum wurden besitmmte Lieder auch von der BBC nicht gespielt und die Konservatilen schrien Zeter und Mordio.

    Die Lieder sind im Kontext ihrer Zeit und des Settings zu verstehen, wo sie durch die Wortwahl erst authentisch werden.
    So gesehen ist es in den alten Aufnahmen OK.
    Auch wenn in "The Old Main Drag" das Wort 'she-males' vorkommt :) oder eben im besagten Lied 'faggot' (Was im irischen Slang mal so was wie "Faulpelz' oder 'Nichtsnutz' bedeutet hat).
    Mehr Probleme hab ich mit 'House of the Gods', in dem der lyrische Autor als Pointe vor einer trans Prostituierten (in Thailand) schreiend davon läuft. Aber selbst da wird die Frau nicht vorgeführt oder beleidigt. Ich halte es sogar für sehr wahrscheinlich, dass es sich um ein wahres Erlebnis von Shane handelt ...

    Es stellt sich aber durchaus die berechtigte Frage, ob bei einer Neuinterpretation die alte Wortwahl unbedingt wiederholt werden muss oder ob es nicht sinnvoller (und authentischer) wäre, die Textzeilen der modernen Sprache anzupassen und bestimmte Beleidigungen wegzulassen.
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