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"Happiest Season"

Kristen Stewart: Auch Heteras können Lesben spielen

Für die "Twilight"-Schauspielerin ist es kein Problem, wenn heterosexuelle Kolleginnen und Kollegen in homosexuelle Rollen schlüpfen – sofern diese keine "Arschlöcher" sind.


Harper (Mackenzie Davis, li.) und Abby (Kristen Stewart) feiern Weihnachten zusammen (Bild: Sony Pictures)

Die lesbische US-Weihnachtskomödie "Happiest Season" ("Die glücklichste Jahreszeit") wirft Fragen nach Repräsentation in der Filmindustrie auf: Hauptdarstellerin Kristen Stewart, die auch privat mit einer Frau liiert ist, sieht es nicht als Problem an, dass ihre kanadische Filmpartnerin Mackenzie Davis nicht lesbisch ist, wie die 30-Jährige im Interview mit dem Magazin "Variety" erklärte, das am Montag veröffentlicht wurde. Sie halte es grundsätzlich für möglich, dass auch heterosexuelle Schauspieler queere Figuren verkörperten, wenn sie besonders zu der Rolle passten.

"Es ist eine Grauzone. [...] Wenn du eine Geschichte über eine Community erzählst und sie dich nicht willkommen heißt, dann solltest du es verdammt nochmal lassen. Aber wenn dies nicht der Fall ist und du eine Verbündete wirst und eine Perspektive mitbringst, die sich lohnen könnte, ist nichts falsch daran, voneinander zu lernen." Sie selbst hätte den Film mit keiner anderen Kollegin drehen wollen, sagte Stewart weiter. Im Streit darüber, ob heterosexuelle Schauspieler*innen homosexuelle Figuren spielen sollen, laute ihr Rat: "Denk verdammt nochmal drüber nach, was du tust. Und sei kein Arschloch."

Erst im Sommer hatte die heterosexuelle Darstellerin Julianne Moore erklärt, sie würde wohl nicht mehr wie vor zehn Jahren in "The Kids Are Alright" eine lesbische Frau spielen (queer.de berichtete). Schauspieler*innen aus der LGBTI-Community sollten queere Rollen übernehmen. Aber auch andersrum gibt es Vorbehalte: Vor zwei Wochen erklärte der als Hauptdarsteller der Actionserie "Prison Break" bekanntgewordene schwule Schauspieler Wentworth Miller, er wolle keine Hetero-Rollen mehr spielen (queer.de berichtete).

Queere Weihnachten

In "Happiest Season" geht es um Abby (Kristen Stewart), die an Weihnachten endlich die Familie ihrer Freundin Harper (Mackenzie Davis) kennenlernt. Dort muss sie allerdings feststellen, dass sich Harper noch gar nicht vor ihren konservativen Eltern als lesbisch geoutet hat. Schauspielerin Kristen Stewart nennt den Film "bemerkenswert": "Einen solchen Film gab es vor ein paar Jahren noch gar nicht", sagte die gebürtige Kalifornierin. Stewart, die als 18-Jährige nach ihrem "Twilight"-Erfolg plötzlich im Rampenlicht stand, spielte zuletzt in vielen Independent-Filmen mit, darunter "Certain Women" und "Jean Seberg – Against all Enemies". Seit 2019 ist sie mit der Drehbuchautorin Dylan Meyer zusammen.

Ursprünglich sollte "Happiest Season" am 25. November im Verleih von Sony Pictures in die amerikanischen Kinos kommen. Aufgrund der Coronakrise wird die romantische Komödie nun jedoch am selben Tag exklusiv auf dem Streamingdienst Hulu starten, der gegenwärtig in Europa nicht verfügbar ist. Wann und wo der Film hierzulande laufen wird, steht bislang noch nicht fest. (dpa/cw)



#1 PetterAnonym
  • 24.11.2020, 13:56h
  • Das sehe ich genauso.

    Deshalb sind das Schauspieler. Die spielen ja auch Mörder, Aliens, Polizisten, etc. ohne das selbst zu sein.

    Was ich nicht gut fände, wäre wenn ein Homohasser oder Transhasser so eine Rolle spielt, aber ansonsten habe ich kein Problem.

    Und wir können auch nicht kritisieren, dass LGBTI immer auf LGBTI-Rollen beschränkt werden und fordern, dass die auch Hetero-Rollen spielen dürfen, aber dann gleichzeitig umgekehrt Heteros dieses Recht verwehren. Denn wie gesagt: das sind SchauSPIELER - es ist deren Job, etwas zu spielen, was man vielleicht selbst nicht ist.
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