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Suche nach Überresten von Stefan T.

Kannibalen-Mord: Berliner Polizei findet weiteres Leichenteil

Die Ermittlungen zum Mord an Stefan T. führte die Hauptstadtpolizei zu einem weiteren Körperteil des Opfers.


Die Polizei verdächtigt einen 41-jährigen Lehrer, Stefan T. getötet zu haben

  • 24. November 2020, 14:32h, noch kein Kommentar

Die Berliner Polizei hat am Montag ein weiteres Leichenteil des mutmaßlichen Kannibalismus-Opfers Stefan T. im Bezirk Pankow entdeckt. Noch am Abend durchgeführte rechtsmedizinische und kriminaltechnische Untersuchungen erbrachten den Nachweis, dass es sich bei dem Fund um sterbliche Überreste von T. handle, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei gemeinsam mit. Weitere Angaben zum Fund machten die Behörde nicht. Die Ermittlungen der Mordkommission des Landeskriminalamtes dauerten weiter an.

Stefan T., ein 44-jähriger Monteur, war bereits am 5. September spurlos verschwunden. Die Polizei bat dann die Öffentlichkeit mit einer Fotofahndung um Mithilfe. Dabei betonten die Behörden, dass der Vermisste verschiedene Dating-Plattformen nutze, um sich sowohl mit Frauen als auch mit Männern zu treffen (queer.de berichtete).

Schließlich entdeckten Jogger am 8. November im Ortsteil Buch menschliche Knochen, die dem Vermissten zugeordnet werden konnten (queer.de berichtete). Mit Hilfe von Leichenspürhunden kam die Polizei schließlich dem mutmaßlichen Täter auf die Spur, einem 41-jährigen Mathematiklehrer. Er soll sein Opfer laut "Spiegel" im Datingportal "Planet Romeo" getroffen haben. Gegen den Verdächtigen wurde am Donnerstag Haftbefehl wegen Verdachts auf Sexualmord aus niedrigen Beweggründen erlassen (queer.de berichtete).

Über den Fall berichtete auch die internationale Presse, etwa die Londoner Tageszeitung "The Guardian". Dabei erinnerten sie auch an den Fall des sogenannten Kannibalen von Rotenburg, der 2001 einen Mann mit dessen Einverständnis getötet und später teilweise gegessen hatte (queer.de berichtete). Täter Armin Meiwes sitzt derzeit eine lebenslange Haftstrafe ab. (cw)