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Unterfinanzierung

Grüne verlangen mehr Förderung für queere Stiftungen

Die Magnus-Hirschfeld-Stiftung und die Hirschfeld-Eddy-Stiftung könnten ihre weitreichenden Aufgaben mit der augenblicklich knapp bemessenen Finanzierung nicht erfüllen.


Kai Gehring ist bereits seit 2005 Mitglied des Bundestages (Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde)

Die Grünen im Bundestag haben am Dienstag erklärt, dass mehr Fördermittel des Bundes für die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und die Hirschfeld-Eddy-Stiftung notwendig seien. Laut Regierungsentwurf sind im Etat des Justizministeriums von Christine Lambrecht (SPD) für die beiden Stiftungen 600.000 Euro bzw. 200.000 Euro vorgesehen.

Der Grünenpolitiker und Menschenrechtsexperte Kai Gehring hält das bei weitem nicht für ausreichend: "Die beiden Stiftungen bekommen seit Jahren neue Aufgaben aus der Bundespolitik, das muss sich endlich auch in der Unterstützung niederschlagen", betonte der 42-Jährige. Nach den Plänen der Grünen soll die Magnus-Hirschfeld-Stiftung 200.000 Euro zusätzlich erhalten, die Hirschfeld-Eddy-Stiftung 100.000 Euro.

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"Es bedarf noch Überzeugungsarbeit bei Union und SPD"

"Der Kampf gegen Diskriminierung von LGBTI in Deutschland und weltweit ist längst nicht gewonnen", so Gehring. Die wichtige Arbeit der beiden Stiftungen werde eher mehr als weniger. "Ich höre viel Sympathie für meinen Vorschlag, aber es bedarf noch Überzeugungsarbeit bei Union und SPD. Die lange Nacht der Bereinigungssitzung am 26. November wird Klarheit bringen, ob beide Stiftungen tatsächlich gestärkt werden."

Wenn das zusätzliche Geld bewilligt würde, könnte die Hirschfeld-Eddy-Stiftung laut Gehring ihre Arbeit zum Schutz der Menschenrechte von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten im Ausland verstärken. Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld wolle mit der zusätzlichen Förderung unter anderem die Vernetzung von und für queere Geflüchtete ausbauen und Workshops zu Bildung auf den Weg bringen.

Außerdem sollten zusätzliche Mittel in die Befragung von queeren Opfern von Verfolgung, Repression und Diskriminierung seit den Fünfzigerjahren fließen, die über ihre Erfahrungen in Videointerviews für Bildung und Forschung berichten. Das Projekt finanziere die Bundesstiftung derzeit ausschließlich über Spenden und Drittmittel. Es sei inzwischen zu einer "Warteschlange" an hochbetagten Seniorinnen und Senioren gekommen, die sich bereiterklärt hatten, über die Auswirkungen des Paragrafen 175 zu erzählen. Gehring erklärte, dass Deutschland wegen seiner Geschichte, seines Grundgesetzes und der Universalität der Menschenrechte in diesem Bereich mehr Verantwortung tragen müsse. (pm/cw)



#1 KaiJAnonym
  • 24.11.2020, 17:14h
  • Genau. Deutschland steht wegen Geschichte, Grundgesetz und Menschenrechten in Verantwortung.
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#2 YannickAnonym
  • 25.11.2020, 08:26h
  • Berechtigte Forderung; gerade im Land des rosa Winkels.

    Aber auch diese Forderung wird bei unserer Bundesregierung ungehört verhallen. Das wird Union und SPD nicht interessieren, ob solche wichtigen Stiftungen unterfinanziert sind.
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#3 KaiJAnonym