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Pride Month

Melania Trump wollte Weißes Haus in Regenbogenfarben erstrahlen lassen

Angeblich wollte die First Lady zur CSD-Saison ein Zeichen setzen. Dies wurde vom homophoben Stabschef ihres Ehemannes verhindert.


Melania Trump wollte angeblich etwas für die LGBTI-Community tun, setzte sich aber nicht durch (Bild: Carmen Rodriguez / flickr)

Melania Trump, die gegenwärtige Ehefrau des scheidenden US-Präsidenten, wollte dieses Jahr nach einem Exklusivbericht des LGBTI-Magazins "Washington Blade" das Weiße Haus anlässlich des Pride-Monats Juni in Regenbogenfarben anstrahlen lassen. Dies hätten "zwei republikanische Informanten, die vertraut mit ihren Plänen sind", bestätigt.

Das Vorhaben sei aber am Widerstand von Mark Meadows gescheitert, der seit Ende März 2020 Stabschef von Präsident Donald Trump ist. Meadows ist als Gegner von LGBTI-Rechten bekannt. Der 61-Jährige behauptete etwa als Kongressabgeordneter, die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben würde zu einer Verfassungskrise führen. Außerdem drohte er nach dem Amtsantritt Donald Trumps damit, dem Finanzierungsgesetz für das Militär nicht zuzustimmen, sollte der neue Präsident trans Menschen den Dienst an der Waffe weiterhin erlauben – Trump sprach daraufhin im Sommer 2017 ein derartiges Trans-Verbot aus (queer.de berichtete).


Mark Meadows war von 2013 bis März 2020 Abgeordneter im Repräsentantenhaus und arbeitet seither als "Chief of Staff" für Präsident Trump (Bild: US Congress)

Die Präsidentengattin hatte sich während der ersten Amtszeit ihres Mannes bis vor wenigen Wochen nie öffentlich zu LGBTI-Rechten geäußert. Erst Ende Oktober wurde ein Wahlkampfvideo veröffentlicht, in dem die 50-Jährige in der Community für die Wiederwahl ihres Mannes warb (queer.de berichtete). Der dreiminütige Spot richtete sich nur an Schwulen und Lesben, nicht aber an trans Personen. Melania Trump behauptete darin, dass sich ihr Ehemann wie kaum ein anderer für die Rechte sexueller Minderheiten einsetze und der politische Feind homosexuelle Konservative "mobben" würde.

Trump-Regierung ignorierte CSD-Saison

Nach Meadows' Veto äußerte sich das Weiße Haus dieses Jahr überhaupt nicht zur CSD-Saison. 2019 hatte Donald Trump in einem Tweet anlässlich des Pride Month behauptet, er kämpfe weltweit für Homosexuellenrechte (queer.de berichtete). Wenige Tage später wurde aber bekannt, dass er US-Botschaften im Ausland das Hissen von Regenbogenfahnen untersagte (queer.de berichtete).


Diesen Tweet hatte Donald Trump 2019 abgesetzt

Zuletzt hatte das Weiße Haus 2015 in Regenbogenfarben erstrahlt – damals noch unter Präsident Barack Obama (queer.de berichtete). Damit feierte die damalige Regierung die von dem Supreme Court angeordnete landesweite Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben (queer.de berichtete).


So sah das Weiße Haus unter Präsident Barack Obama aus (Bild: White House / wikipedia)

Nach dem Wahlsieg von Joe Biden läuft Donald Trumps Amtszeit am 20. Januar 2021 aus. (dk)



#1 Ralph
  • 25.11.2020, 16:42h
  • Von dem Bild des in den Regenbogenfarben angestrahlten Weißen Hauses wurden mit einem Hinweis auf die Eheöffnung versehene Postkarten hergestellt. Eine größere Anzahl davon verteilten damals die am CSD teilnehmenden Mitarbeiter/innen des US-Generalkonsulats Frankfurt. Mein Exemplar lächelt mich aus einem rahmenlosen Bildhalter an.
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#2 LeashAnonym
  • 26.11.2020, 15:42h
  • Die Trumps versuchen jetzt noch schnell ihren Arsch zu retten, ist doch klar, da wird jetzt noch alles rausgeholt und geschönt was geht.
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 26.11.2020, 21:44h
  • Antwort auf #1 von Ralph
  • "Mein Exemplar lächelt mich aus einem rahmenlosen Bildhalter an."

    Kann ich verstehen.

    Wenn man von der alles entscheidenden sozialen Frage absieht, waren die USA immer die große Gleichheitsmaschine. Neben dem ebenfalls bürgerlich-revolutionären Frankreich.
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