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Kommentare zu:
Die Ufa verspricht mehr LGBTI in Film und Fernsehen


#1 Petra Weitzel dgtiAnonym
  • 26.11.2020, 07:55h
  • So lange Rollen von trans Charakteren fast ausschließlich mit cis Personen besetzt werden und Hauptrollen, die nur in zweiter Linie etwas mit trans* zu tun haben, d. h. Durchschnittsjob aber trans*Hintergrund, im Mainstream nich nicht aufgetaucht sind, wird sich bei 0.6% Bevölkerungsanteil nichts ändern.
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#2 Taemin
  • 26.11.2020, 10:13h
  • 25% Migrationshintergrund erreicht man aber nur, wenn man in Deutschland geborene Deutsche mit deutscher Muttersprache mitzählt, bloß weil ein Elternteil im Ausland geboren ist. Danach sind meine fünf Enkelkinder alle Menschen mit Migrationshintergrund (drei mit australischer Mutter, zwei mit madagassischem Vater). Alles im Lande geborene Muttersprachler. Mag ja statistisch darstellbar sein, entspricht aber nicht der Lebenswirklichkeit. Idiotisch, wenn in der Schule geforscht wird, wie die in die deutsche Gesellschaft integriert sind und wie gut sie die deutsche Sprache beherrschen.
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#3 audeasAnonym
#4 TheDadProfil
  • 28.11.2020, 15:07hHannover
  • Antwort auf #1 von Petra Weitzel dgti
  • Im Artikel heißt es :
    "" "Im Genderbereich streben wir 50 Prozent an, bei Menschen mit Migrationshintergrund 25 Prozent, wie es ihrem Anteil an der Bevölkerung entspricht" ""..

    Wenn man nun anfängt alle Rollen mit Darstellenden zu besetzen die sie auch in ihrem wahrem Leben einnehmen..

    Inwiefern würde sich dann der von Dir angesprochene Anteil von "0.6% Bevölkerungsanteil" verändern ?

    Bei der Fülle der Produktionen die es allein hier in der BRD gibt würde wohl nach der Idee der UFA bald jeder Zehnte Trans*Mensch irgendeine Rolle in irgendeiner Produktion erhalten..
    Zumindest was dann die UFA angeht..
    Dagegen ist dann auch gar nicht einzuwenden..

    Doch damit änderte sich was die Gesellschaft betrifft GAR NICHTS..
    Weder der Bevölkerungsanteil würde ansteigen, noch würde sich irgendetwas anderes ändern..

    Du kannst dann Deinen Satz bitte noch mal konkretisieren, denn so wie er dort steht führt er ganz sicher zu Missverständnissen..
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#5 TheDadProfil
  • 28.11.2020, 15:22hHannover
  • Antwort auf #2 von Taemin
  • Muttersprache hat mit Migrationshintergrund nichts zu tun..
    Völlig anders als das vermeintliche "Vaterland", welches dann auch "Identitätsstiftende" Wirkungen entfaltet, und bisweilen absurde Stilblüten zeitigt..

    Denn wenn dir so wie mir Menschen begegnen die man landläufig als
    "menschen der dritten oder vierten generation"
    bezeichnet, die dir dann offenbaren, sie empfänden sich als "im Exil" lebend, und das obwohl man weiß, schon deren Groß- oder Urgroßeltern sind freiwillig in die BRD eingewandert, dann fragt man sich in welchem Film der Candid Camera man gerade zum Darsteller degradiert wird..

    "Migrationshintergrund" ist ein negativ konnotierter Begriff den die Politik schon vor langer Zeit okkupiert hat, und überwiegend zur Spaltung der Gesellschaft nutzt..
    Mir ist vollständig egal woher jemand stammt, oder wer seine Vorfahren sind, selbst die Ideen, die sich mit einem solchem "Leben in der Diaspora" verbinden sind zumeist einfach irrelevant..

    Wenn Schule nachschaut wer die vorherrschende Amtssprache hier beherrscht, dann hat das vor allem damit zu tun was man tun muß um Defizite zu vermeiden, oder wie sie bestenfalls auszugleichen sind..
    So soll es jedenfalls sein..
    Doch die Erfahrungen die man damit machen kann sind immer noch andere, da gebe ich Dir Recht..
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#6 Homonklin_NZAnonym
  • 28.11.2020, 21:39h
  • Antwort auf #5 von TheDad
  • Dazu hätte mich mal interessiert, ab welcher Generation oder welchem spezifischen Ereignis Jemand in D eigentlich als "Mensch deutscher Nationalität" anerkannt wird.
    Nicht nur in meiner Ahnengalerie gab es "andere Stammanteile" zur Zeit der Ur-Urgroßeltern.

    Geht man etwas weiter zurück, stammen die meisten Vorfahren von Völkern ab, deren Spuren sich in den mittel- und südrussischen Steppen verlieren. Die Zusammensetzung des genetischen Mischverhältnisses variiert etwas, aber es gibt kaum Menschen, die nach der Out-of-Africa-Migration recenter Homo sapiens praktisch immer auf D-Gebiet beheimatet waren.

    Warum ist das in D eigentlich so irre bedeutsam?

    Mir hat man mal gesagt, sobald Jemand eine deutsche I.D. führt, was in etwa Permanent Resident nahe gereichen müsste, sei man auch ein Deutscher. Mit Migrationshintergrund müsste man das dann doch ebengleich sein, sobald man Personalausweis führt(?)

    Und im Film müssten es Personen mit Migrationshintergrund einfacher haben, weil die ganz oft einen höheren kreativen Quotienten mitbringen. Aufgefallen ist das bei euch immer an Musikschaffenden, sogar in früheren deutschen Chanson-Bereich etwa.
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#7 RichtigstellungAnonym
#8 TheDadProfil
  • 30.11.2020, 12:06hHannover
  • Antwort auf #6 von Homonklin_NZ
  • ""Dazu hätte mich mal interessiert, ab welcher Generation oder welchem spezifischen Ereignis Jemand in D eigentlich als "Mensch deutscher Nationalität" anerkannt wird.""..

    Dazu gibt es je nach Landkreis oder Bundesland ganz sicher unterschiedliche Auffassungen, denn in manchen Gegenden dauert es Jahrhunderte bis die "Zu´grasten" als Einheimische angesehen werden, und eine "generelle Ansicht der BRD" läßt sich hier ebenso wenig greifen und fassen wie das Gegenteil..

    Wer Menschen als Menschen sieht den interessieren Herkunft und Wurzeln als Detail, als interessante Geschichten aus dem Leben des Nachbarn und Mitmenschen, aber nicht als "Charakter-Merkmal" mit denen man sie in Schubladen steckt, und mit diesen Schubladen Zugänge zu Ressourcen wie Bildung und Teilhabe verteilt, frei nach dem Gusto so Mancher die dann sagen
    "mein gymnasium ist migrationsfrei",
    um eine vermeintliche Bildung im Sinne von Schaffen und Erhalten von Eliten bloß nicht zu stören..

    Hier in Hannover gibt es ein solches Gymnasium
    (in vielen anderen Städten sicher auch)
    auf dem man "migrationshintergrund" nur als Kennzeichen von Diplomatenkindern oder dem Nachwuchs von Professoren oder Wirtschaftsbossen wahrnehmen kann, der Nachwuchs von "Ali Kümmeltürke"
    (um mal ein Bild eines Songs von Boots zu verwenden)
    findet dort nicht statt..
    So sieht dann der Rassismus der Bourgeoisie aus, der wie selbstverständlich im Reformhaus einkauft, die Fairtrade-Produkte im Jutebeutel in den Kofferraum des SUV verstaut, und sich für den Gipfel der Evolution erachtet..

    ""Mir hat man mal gesagt, sobald Jemand eine deutsche I.D. führt, was in etwa Permanent Resident nahe gereichen müsste, sei man auch ein Deutscher.""..

    Das GG sagt dazu
    "deutscher ist wer hier ständig wohnt"..
    Das Abstammungsrecht schränkt dort deutlicher ein, denn dort ist automatisch Deutscher wer einen "Deutschen Vater" hat, wer aber nur eine "Deutsche Mutter" aufzuweisen hat ist schon deutlich der Gearschte..

    Faktisch ist auch jede*r ersteinmal Deutsch wer hier geboren wurde, unabhängig von der Herkunft der Eltern..
    Doch diese Menschen müssen sich dann je nach Herkunft auch eines Tages für die Eine oder Andere Staatsangehörigkeit entscheiden, so etwa Nachkommen deren direkte Vorfahren aus der Türkei stammen, denn erst bei den Enkeln hört dieser Unfug dann auf wenn die Kinder sich aktiv zu "Deutsch-Sein" entschieden haben..

    ""Mit Migrationshintergrund müsste man das dann doch ebengleich sein, sobald man Personalausweis führt(?)""..

    Nöö..
    Denn "Migrationshintergrund" hört ja nicht mit der Annahme oder Änderung von Papieren einfach so auf..
    Er bleibt für immer Teil des Lebens..

    Aber er ist eben kein Teil welcher irgendwen dazu berechtigte jemanden aufgrund diese "Hintergrundes" mit einem Makel oder gar Stigma zu belegen und entsprechend diskriminierend zu behandeln..

    Bloß das kapiert diese Gesellschaft, die sich in großen Teilen von der Sprache der "AFD" und anderen Ideologen beeindrucken läßt bis Heute nicht, denn sie hat sich im Grunde genommen von der Herrenmenschen-Ideologie der Nazis nicht wirklich weit entfernt, und denkt immer noch absurden Unfug, und läßt diesen sogar im Parlament unwidersprochen stehen..
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