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Wirtschaft

Schwuler Unternehmer ist neuer Gesamtmetall-Chef

Mehr queere Sichtbarkeit in der deutschen Wirtschaft: Stefan Wolf wurde am Donnerstag zum Präsidenten des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall gewählt. Erst im Frühjahr hatte er sich geoutet.


Stefan Wolf leitet mit dem Automobilzulieferer Elring-Klinger ein börsennotiertes Unternehmen mit rund 10.000 Mitarbeiter*innen und 1,7 Milliarden Euro Umsatz (Bild: Südwestmetall)

Der schwule Unternehmer Stefan Wolf ist neuer Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall. Auf einer Mitgliederversammlung am Donnerstag wurde er einstimmig für zwei Jahre zum Nachfolger des bisherigen Präsidenten Rainer Dulger gewählt. Der 59-jährige Wolf leitete zuvor acht Jahre lang den Regionalverband Südwestmetall. Der promovierte Jurist ist zugleich Vorstandsvorsitzender des Automobilzulieferers Elring-Klinger aus Baden-Württemberg.

Wolf, der 33 Jahre mit einer Frau verheiratet war, hatte sich erst Anfang des Jahres als schwul geoutet: Kurz nach seiner Scheidung machte er im Februar seine Beziehung mit dem Musicalstar Kevin Tarte öffentlich.

Posted by Stefan Wolf on Friday, May 1, 2020
Facebook / Stefan | Stefan Wolf zeigt sein Liebesglück auf Facebook
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Den vier Jahre älteren US-amerikanischen Sänger, der seit 1988 in Deutschland und Österreich arbeitet, hatte er bei einer Geburtstagsparty kennengelernt. Das Paar tritt seitdem gemeinsam in der Öffentlichkeit auf. Wolf teilt auf Facebook immer wieder Bilder mit seiner neuen Liebe, Tarte sprach im März mit den "Stuttgarter Nachrichten" über die Beziehung zu dem Unternehmer.

Wolf im SWR: "Warum sollen wir uns verstecken?"

"Ich denke, wenn man so eine Beziehung hat, dann muss man sie auch leben, das gehört dazu", sagte Stefan Wolf in einem Interview mit der SWR-Landesschau Baden-Württemberg. "Warum sollen wir uns verstecken? Ich meine: Es ist wie es ist, und es ist gut so. Und ich glaube, man kann damit auch anderen Menschen Mut machen, die in ähnlichen Situationen sind und sich das bislang nicht getraut haben."

Direktlink | Stefan Wolf spricht in der SWR-Landesschau Baden-Württemberg u.a. über sein Coming-out
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Sein Coming-out habe er zu keinem Zeitpunkt bereut, sagte der neue Gesamtmetall-Präsident: "Ich habe sehr viele positive Reaktionen erhalten, und aufgrund der vielen positiven Reaktionen muss ich sagen, war es natürlich absolut richtig, das zu tun, und ich kann es jedem anderen nur empfehlen." Auch von seiner Ex-Frau und seiner Adoptivtochter habe er Unterstützung erhalten.

Gesamtmetall vertritt fast 26.700 Unternehmen

Der Verband Gesamtmetall vertritt die Interessen der Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie mit fast 26.700 Unternehmen und rund vier Millionen Beschäftigten. Derzeit stehen Tarifverhandlungen mit der IG Metall an. "Wir haben eine schwierige Tarifrunde vor uns", betonte Wolf in seiner Rede nach der Wahl. "Die wirtschaftliche Lage ist weiterhin sehr ernst, und die Herausforderungen sind gewaltig. Die werden wir mit dem Tarifpartner nur bewältigen, wenn wir gemeinsam anpacken." (cw/dpa)



#1 FliegenAnonym
  • 27.11.2020, 10:14h
  • ...GLÜCKWUNSCH!!! UND DIE MENSCHLICHKEIT IN DIESEM AMT NICHT VERGESSEN!!! SCHWABENPOWER ;-)
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#2 saltgay_nlProfil
  • 27.11.2020, 19:26hZutphen
  • Nur mal so als Nebenbemerkung für die Jubler hier. Der Herr Dulger hat sich bereits im Deutschlandfunk dahingehend geäußert, dass er die Lohnnebenkosten deckeln will, weil sie für den Wirtschaftsstandort Deutschland eine zu große Belastung wären. Wobei die Lohnkosten (incl. Lohnnebenkosten) immer niedriger werden durch die hohe Produktivität und weit unter 25% liegen.

    Das wird alle armen Schwulen bestimmt trösten. Die Leiharbeiter, Niedriglöhner, alles die, welche durch Corona in Existenznöte gebracht wurden. Eine schöne Weihnachtsbotschaft voller gayler Hoffnung. Wissen Sie doch jetzt, dass es "Einer von Uns" ist, der dafür sorgt, dass sie weiterhin die Verlierer sein werden und sich später mit Mickerrenten oder gar nur der Hilfe zum Lebensunterhalt ein Dasein an der Armutsgrenze leisten werden können.

    Das sind doch tolle Aussichten - oder? Merke: auch ein schwuler Spitzenmanager des BDA ist deshalb kein besserer Mensch weil er schwul ist, sondern er bleibt ein mieser Ausbeuter.

    Die rosa Brilla darf jetzt abgesetzt werden.
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#3 total anonymAnonym
  • 27.11.2020, 21:53h
  • Wenn ich das lese, was hier oder auf der Facebook-Site von Queer so erzählt wird. Als ob Gesamtmetall an Armut und Ausbeutung schuld wäre. Also mal ehrlich, wenn jemand arm ist, dann sind die Chancen schlecht, dass er/sie Mitarbeiter|in eines Unternehmens ist, der/die vom Gesamtmetall-Chef vertreten werden. Die zahlen schließlich normalerweise Metall-Tarif und das ist ja einer der höchsten Tarife, die wir hier in Deutschland haben.
    Anstatt sich zu freuen, dass man nun eine Person mehr hat, die im Rampenlicht steht und ganz öffentlich auch zu seiner Homosexualität steht, wird gleich gemosert.
    Wir brauchen Rolemodels, damit auch die jungen und unsicheren Schwulen und Lesben während ihres Coming Outs sehen, dass man in dieser Gesellschaft auch als homosexueller Mensch selbst in solche Prestigeämter gewählt wird.
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#4 Dont_talk_aboutProfil
  • 28.11.2020, 01:03hFrankfurt
  • Lieber ein heterosexueller Chef, wenn er dafür was gegen den Klimawandel unternehmen würde. Da sind wir uns doch hoffentlich einig.
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#5 ClarissaAnonym
  • 28.11.2020, 01:51h
  • Gegen Klimaschutz, neoliberal, unsozial, aber egal, Hauptsache schwul.

    Identität statt Ideen gibt es also nicht nur links, das gibts auch rechts. Wie beruhigend. Danke für die Aufklärung.
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#6 Wo dennAnonym
#7 So issesAnonym
  • 28.11.2020, 08:01h
  • Antwort auf #2 von saltgay_nl
  • Wie peinlich ist das denn: Anstatt sich zu freuen dass Einer von uns eine Schlüsselposition besetzt wird gleich wieder die Ausbeuter-Keule geschwungen. Hör auf dich zu bejammern, Krempel die Ärmel hoch und ändere aktiv was an deiner Situation. Dann belegst du vielleicht bald eine Schlüsselposition und kannst was ändern. Das Jammern im Netz hilft niemand.
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#8 ZenkimausAnonym
  • 28.11.2020, 09:07h
  • An alle jubelierer und Fähnchenschwienger . Er ist und bleibt der Cheflobbyist und neoliberal. Er will die sozialen Errungenschaften weiter beschneiden. Es ist mir total egal wer mit wem ins Bett geht, er ist und bleibt ein Kapitalist mit Ideen von gestern.
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#9 zundermxeAnonym
  • 28.11.2020, 09:09h
  • Antwort auf #7 von So isses
  • Wie peinlich ist das denn:...

    Gibst du hier vollkommen un- oder ganz absichtlich den Verstehnix und Ignorierfix?
    Um dann noch eben jenes neoliberale Geschwätz abzuspulen, dass vor dir schon wer als abstrakten Kampfbegriff verkommentiert hatte?!

    Mir persönlich gefällt es, dass ein offen schwuler Mann jenseits von Politik und Unterhaltung einen prominenten Posten hat. Insbesondere für den Menschen, der hinter der öffentlichen Person steckt.
    Das sollte mMn aber weder dazu führen, dass wir wen in Gänze einfach nur kritiklos toll finden oder ihn vorab pauschal abstrafen.
    Dieses Verhalten der frühen Kindheit haben hoffentlich die meisten von uns auf dem Schulhof gelassen.
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#10 Taemin
  • 28.11.2020, 12:55h
  • Es geht doch hier nicht um inhaltliche Positionen dieses Mannes, sondern ausschließlich um die Tatsache, dass einer der großen Industrieverbände in Deutschland kein Problem mehr damit hat, einen offen schwul lebenden Unternehmer an die Spitze zu wählen. Aus dem selben Grunde ist es sehr erfreulich, dass Jens Spahn Minister ist und Klaus Wowereit Regierender Bürgermeister war. Schwulsein ist nicht mehr der Karrierekiller schlechthin und nicht mehr der perfekte Skandalaufhänger, so wie das früher war und viele von uns es noch miterlebt haben. Darum und nur darum geht es hier. Die Vorstellung, dass ein Schwuler nur dann in einer Führungsposition akzeptabel sei, wenn er in Personalunion bester Mensch auf Erden ist - das ist doch Unfug.
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