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Kommentare zu:
Mehr Geld für die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld


#1 FinnAnonym
  • 27.11.2020, 09:38h
  • Schön und gut, aber diese rein symbolische Geste, die noch dazu bezogen auf den Gesamthaushalt (oder auch bezogen auf die Staatsleistungen, mit denen der Staat zusätzlich (!) zur Kirchensteuer und auch mit Steuern von Leuten, die dort gar nicht Mitglied sind, die Kirchen finanziert) eher in die Kategorie "Portokasse" fällt, ändert nichts an der alltäglichen Situation von LGBTI:

    Das ändert nichts an der täglichen Diskriminierung, den täglich irgendwo in Deutschland stattfindenden Gewalttaten gegen LGBTI, der rechtlichen Situation von Regenbogenfamilien, der Situation von Trans- und Intersexuellen, etc.

    Wir brauchen neben solchen symbolischen Gesten auch endlich konkrete Änderungen an Gesetzen:

    - eine Erweiterung von Art. 3 GG
    - Abschaffung der Ausnahmen im AGG
    - eine Gleichstellung von Regenbogenfamilien inkl. Zugang zur Reproduktionsmedizin
    - eine Reform des Transsexuellenrechts
    - ein Verbot von Zwangs-OPs an Intersexuellen
    - ein generelles Asylrecht für verfolgte LGBTI
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#2 Julian SAnonym
  • 27.11.2020, 13:57h
  • Das kann allenfalls ein erster Schritt sein, dem noch viele weitere folgen müssen...
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#3 Homonklin_NZAnonym
  • 27.11.2020, 15:11h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • Ich komme grade nicht an die entsprechenden Links dran, technisch verhindert bedingt, aber die Staatsleistungen sind auch nur ein Teil des Zusätzlichen, da kommt noch die Besoldung der Geistlichen, wo auch wieder alle mit zahlen, dann der Erhalt und die Pflege der Kirchengebäude, von deren Seite, oder an sie gestifteten Einrichtungen und -ländereien und diverse weitere Zuwendungen.

    Hätte da die Magnus-Hirschfeld-Stiftung nur einen Bruchteil dieser Summen, könnten sie ihre Dokumentationen in hochmodernem Kinoleinwand-Glanzformat aufzeichnen und Erlebnisse der Menschen in Filmproduktionen umsetzen.

    Zu den nötigen Punkten kann man sicher noch einiges dran setzen, aber es wird auch endlich Zeit für eine Entpathologisierung von Trans*-Personen und der Anerkennung ihrer natürlichen Identität(en), ohne dass sie durch diverse entwürdigende Behandlungsformen zu gehen haben, wie man die man von Cis* nicht abverlangt, um die Echtheit derer Identität nachzuprüfen.

    Die gesamte Behandlungsmaschinerie, die daran hängt, wird sich schon eine neue Opfergruppe finden. Möglicherweise ja, sich gegenseitig begutachten, von vorn und dann von hinten, soll schon Wunder gewirkt haben.
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